Empfehlungen basierend auf "Vaterjahre"
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von Erich Hackl
Zivilcourage in Zeiten der Unmenschlichkeit, damals wie heute – eine Erinnerung
von Hans Fallada
Neues von Hans Fallada entdecken: Die hier versammelten Anekdoten, Berichte, Erzählungen und Reden, die von der Mitte der 1920er Jahre bis zu seinem Tod 1947 reichen, sind zum Teil wenig bekannt oder noch gänzlich unveröffentlicht. Sie offenbaren, in welchem Maße der Autor ein einzigartiges Gespür für soziale Problemlagen entwickelt, sensibel Wirklichkeit beobachtet und künstlerische Mittel findet, um mit wenigen Strichen welthaltige Geschichten zu entwerfen – humorig, ironisch, manchmal auch sarkastisch. Falladas Glaube an die »Anständigkeit des Menschen« zeigt sich dabei jedoch stets unerschütterlich.
von Erich Kästner
"Obwohl die Millionäre aus der Mode gekommen sind und obwohl ich nicht einmal weiß warum, ist, dessenungeachtet, die Hauptfigur dieses Buches ein Millionär. Das ist nicht meine Schuld. Sondern es kam so..." Erich KästnerGeheimrat Tobler, ein Mann, dem Fabriken, Banken, Warenhäuser und viele Millionen gehören, gewinnt in dem Preisausschreiben seiner eigenen Firme den 2. Preis: zehn Tage Winterurlaub im Grandhotel Bruckbeuren. Zum Entsetzen seiner Familie entschließt er sich, die Reise anzutreten, und zwar "endlich einmal ohne den üblichen Zinnober", als armer Teufel namens Schulze. Das Verwechslungsspiel nimmt seinen Lauf.
von Erich Kästner
Erich Kästner selbst zählte seine klassische Internatsgeschichte um eine Handvoll frecher Lausbuben Das fliegende Klassenzimmer zu seinem besten Kinderbuch.Die Kämpfe und Keilereien zwischen Gymnasiasten und Realschülern haben sich wohl seither nicht wesentlich verändert und auch die Jungs sind bis heute dieselben geblieben: Matthias, der ständig eine Semmel in der Hand hat, um das ewige Knurren im Magen zu besänftigen oder Johnny, der dauernd mit Sehen und Hören beschäftigt ist und nur manchmal an seine Eltern denkt, die ihn nicht mehr bei sich haben wollen. Uli ist der Kleinste, der vor Angst immer gleich wegläuft und mit einem gefährlichen Fallschirmsprung sich und den anderen seinen Mut beweisen will.Nur die Erwachsenen, wie der Hauslehrer Dr. Bökh und sein Freund, der Nichtraucher, vermutlich einer der ersten Aussteiger in der deutschen Kinderliteratur, die haben heute leider oft nicht mehr so viel Geduld, den Kindern zuzuhören, wenn sie von ihren Sorgen und Nöten erzählen. Die Zeit, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, fehlt den meisten völlig. (Übrigens wurde Dr. Bökh in der Verfilmung von 1954 hervorragend von Joachim Fuchsberger gespielt.)Wen wundert´s, daß sich Kinder für ihr Leben gern von Erich Kästner in seine abenteuerliche Schulwelt entführen lassen, die zwar ganz bestimmt nicht heil ist, aber in der es eine Menge Wärme und Verständnis für die großen und kleinen Probleme gibt."Wie kann ein erwachsener Mensch seine Jugend so vollkommen vergessen, daß er eines Tages überhaupt nicht mehr weiß, wie traurig und unglücklich Kinder zuweilen sein können." Doch es wäre nicht Erich Kästner, wenn er ein paar Seiten später nicht warnte: "Ihr sollt hart im Nehmen werden, wie Boxer das nennen. Ihr sollt lernen, Schläge einzustecken und zu verdauen. Sonst seid ihr bei der ersten Ohrfeige, die euch das Leben versetzt, groggy. Denn das Leben hat eine verteufelt große Handschuhnummer, Herrschaften!"Diese Zeilen erhalten ein ganz besonderes Gewicht, wenn man bedenkt, daß sie erstmals 1933 veröffentlicht wurden, im Jahre Hitlers Machtergreifung. Die kommende Ära der Nationalsozialisten wurde für einen Individualisten wie Kästner, der, obwohl er Schreibverbot hatte, in Deutschland blieb, eine dunkle Zeit. --Manuela Haselberger
von Wolfgang Borchert
Wolfgang Borchert died in 1947––the twenty-six-year-old victim of a malaria-like fever contracted during World War II. This was just one day after the premier of his play, The Man Outside , which caused an immediate furor throughout his native Germany with its youthful, indeed revolutionary, vision against war and the dehumanizing effects of the police state. In a very real sense, Borchert was both the moral and physical victim of the Third Reich and the Nazi war machine. As a Wehrmacht conscript, he twice served on the Russian front, where he was wounded, and twice was imprisoned for his outspokenness. His voice speaks plainly and powerfully from out of the war’s carnage all the more poignantly for its being cut short at so young an age.
von unknown
Arno Schmidt. Reprint. Originally Published: Hamburg: Rowohlt, 1953. Der Kurzroman 'aus Dem Leben Eines Fauns' Ist Der Erste Teil Einer Trilogie, Deren Ergänzende Stücke ... Bereits Erschienen Sind--t.p. Verso.
von Hermann Hesse
Mit seinem Roman 'Das Glasperlenspiel', an dem der in der Schweiz lebende Hermann Hesse von 1931-1943 arbeitete, zog er die Summe seines Werkes und Denkens. Die immer grössere Verfinsterung der Epoche in diesen Jahren zwang ihn, seinen Gegenentwurf in immer neuen Anläufen zu präzisieren. Hesse wollte, dass das Buch auch in Deutschland erscheinen und seine Wirkung entfalten könnte, und übersetzte den Lebensroman des Josef Knecht in ein utopisches Gleichnis, das scheinbar zeitlos seine Zeit entlarvte.
von Herta Müller
„Heimweh ist keine gute Idee“ – eine Wort für Wort gefundene Geschichte der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller Herta Müller erfindet eine neue literarische Form des Erzählens. Eine Geschichte in Collagen. Gezeigt werden Szenen im Auffanglager einer deutschen Kleinstadt. Einer der Beamten in der Erzählung ist ein gewisser Herr Fröhlich von der Prüfstelle B. Ein anderer breitet bei jeder Begegnung die Arme aus wie ein Vogel und sagt Oh, Oh, Oh. Aberwitzige Gespräche mit ihnen werden zu einem unfreiwillig komischen Schlagabtausch. Und dann ist da das Heimweh der Geflohenen, das immer größer wird und an den Himmel anwächst. Meisterlich versteht es Herta Müller, Bilder dafür zu finden, wie sich Ohnmacht anfühlt, und was Willkür anrichtet. Sie sind rätselhaft, abgründig, manchmal auch komisch, und immer hochpoetisch.
von Alexander Puschkin
Meisterlich gewitzt jongliert Puschkin in seinen Erzählungen Schablonen und Versatzstücke der Literatur und meint das Schreiben trotzdem ernst, demonstriert seine Könnerschaft in einer neuen, frischeren Form von Texten.