3.6

Vardo - Nach dem Sturm: Roman

von Kiran Millwood Hargrave

Format:Hardcover

After a storm has killed off all the island's men, two women in a 1600s Norwegian coastal village struggle to survive against both natural forces and the men who have been sent to rid the community of alleged witchcraft.Finnmark, Norway, 1617. Twenty-year-old Maren Bergensdatter stands on the craggy coast, watching the sea break into a sudden and reckless storm. Forty fishermen, including her brother and father, are drowned and left broken on the rocks below. With the menfolk wiped out, the women of the tiny Northern town of Vardø must fend for themselves. Three years later, a sinister figure arrives. Absalom Cornet comes from Scotland, where he burned witches in the northern isles. He brings with him his young Norwegian wife, Ursa, who is both heady with her husband's authority and terrified by it. In Vardø, and in Maren, Ursa sees something she has never seen before: independent women. But Absalom sees only a place untouched by God and flooded with a mighty evil. As Maren and Ursa are pushed together and are drawn to one another in ways that surprise them both, the island begins to close in on them with Absalom's iron rule threatening Vardø's very existence. Inspired by the real events of the Vardø storm and the 1620 witch trials, THE MERCIES is a feminist story of love, evil, and obsession, set at the edge of civilization.

Historische Romane
432 SeitenHardcover
Erschienen an: 2020-03-02

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.6(5 ratings)
Mrs MoriartyRezension von Mrs Moriarty

Frauen und die samische* Bevölkerung sind dem willen der Christianisierung stark ausgesetzt. Hexenverfolgungen nehmen auch in Norwegen im 16. Jahrhundert stark zu. Davon erzählt dieser Roman, in dem die Autorin vor allem versucht den Frauen eine Stimme zu geben. Sie erzählt von ihrem Überleben nach dem Sturm, aber auch davon, wie nach und nach andere mächtigere Männer, es nicht fassen können, das diese Frauen es gewagt haben selbstständig zu überleben. Ohne ihre Männer, ohne gar neue Männer (woher diese auch immer hätten kommen sollen.). Die Autorin erzählt von einem Fanatiker, der nicht nur seine Frau vergewaltigt und dies für Liebe hält, sondern auch von Frauen, die um ihren eigenen Platz in der Gesellschaft nicht zu verlieren, andere Frauen denunzieren. Das alles hätte ein vielschichtiger Roman sein können, aber die Autorin hat sich an einigen Stellen dafür entschieden, ein schwarz-weiß Bild als Schablone zu benutzen. Alle Männer - außer die Toten - sind grundsätzlich fanatisch, böse. Irgendwann fand ich das ermüdend und nervig. Auch wenn immerhin die Frauen spüren, das sie Möglichkeiten haben ein selbst bestimmtes Leben zu führen. Trotzdem, irgendwie hat mir ein Gegengewicht gefehlt, diese schwarz-weiß-Malerei war einfach nicht mein Fall. Und dann war auch schnell klar, wohin die Handlung in etwa steuern würde. Trotzdem, kein schlechtes Buch in dem Sinne. Der Roman konnte mich nur eben nicht in allen Aspekten überzeugen. Ich finde wichtig, das die Hexenverfolgungen nach wie vor auch in Romanen stattfinden. Die Menschen die für einen angeblich Barmherzigen Glauben ihr Leben lassen mussten, sollen nicht in Vergessenheit geraten. Fanatismus hat schon immer Leben zerrstört.

Kira Rezension von Kira

Vardø... Ich habe dieses Buch von Randomhouse als kostenloses Lese exemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Achtung Spoiler Dieses Buch hat mich fasziniert und gleichzeitig auf so absurde weise an die heutige Realität erinnert das ich die Menschheit als schlecht bezeichnen könnte. Es geht in diesem Buch um eine Gemeinde, ein Dorf bei dem alle erwachsenen Männer in einem Sturm auf dem Meer ums Leben kommen. Das ganze spielt 1607 in Norwegen, könnte aber genau so gut in der heutigen Zeit spielen. Die Frauen in dem Dorf halten eng zusammen und gleichzeitig herrscht Neid und Missgunst unter den Frauen. Mich hat es manchmal abgeschreckt das Buch zu lesen und ich musste mich immer wieder daran erinnern das Buch zu lesen. Ich denke dies lag an der Düsterheit des Buches. Die Kargheit und Einfachheit in der diese Gemeinschaft lebt hat mir in Zeiten von Corona vor Augen gehalten mit wie wenig wir glücklich sein können. Es bedarf einer Freundin und Hoffnung und mehr nicht. Ich möchte jedem empfehlen dieses Buch zu lesen. Es hält uns den Spiegel vor, wie wir mit anderen umgehen, die nicht denken wie wir und die nicht so sind wie wir und denen wir etwas neiden. Alles in allem ein Wahnsinnsbuch das einfach Emotion anspricht, die wir gerne verdrängen. Die Autorin schreibt flüssig und in einer sehr klaren direkten Sprache die sich in die Kargheit der Landschaft wundervoll einbindet. Fünf Sterne

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