Und auf einmal diese Stille: Die Oral History des 11. September
von Garrett M. Graff, Philipp Albers, Hannes Meyer
Kein Tag hat sich stärker ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Die Bilder, die Geschichten, die Konsequenzen. Doch die Worte derer, die den 11. September tatsächlich erlebt haben, fehlten fast zwanzig Jahre lang. Garrett M. Graff hat diese Worte gefunden, er hat alle Dokumente, alle Interviews zusammengetragen, hat die Stimmen der Einsatzkräfte, der Zeugen, der Überlebenden versammelt und daraus eine überwältigende Erzählung kompiliert – vielstimmig, erfahrungsecht, im O-Ton. Und auf einmal diese Stille ist das herzzerreißende Logbuch eines historischen Tages und ein monumentales Zeugnis von Hoffnung und Menschlichkeit in der Dunkelheit.
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Und auf einmal diese Stille: Die Oral History des 11. September
von Garrett M. Graff, Philipp Albers, Hannes Meyer
Kein Tag hat sich stärker ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Die Bilder, die Geschichten, die Konsequenzen. Doch die Worte derer, die den 11. September tatsächlich erlebt haben, fehlten fast zwanzig Jahre lang. Garrett M. Graff hat diese Worte gefunden, er hat alle Dokumente, alle Interviews zusammengetragen, hat die Stimmen der Einsatzkräfte, der Zeugen, der Überlebenden versammelt und daraus eine überwältigende Erzählung kompiliert – vielstimmig, erfahrungsecht, im O-Ton. Und auf einmal diese Stille ist das herzzerreißende Logbuch eines historischen Tages und ein monumentales Zeugnis von Hoffnung und Menschlichkeit in der Dunkelheit.
Aktuelle Rezensionen(3)
Ich fand 9/11 schon immer spannend und auf tragische Weise „faszinierend“. Nachdem ich letztes Jahr im Winter und diesen Sommer dann noch einmal in New York im 9/11 Museum und an den riesigen Gedenkbrunnen war, dachte ich eigentlich, ich wüsste alles über den 11. September und ich hätte jetzt genug Tränen deswegen vergossen. Turns out, I didn’t und man kann vermutlich niemals genug Tränen deswegen vergießen. Dieses Hörbuch hat mich sehr berührt und mir sehr viele Einblicke in die Geschehnisse des 11. September 2001 gegeben. Ich weiß vermutlich immer noch nicht alles (das ist vermutlich auch gar nicht möglich), aber ich weiß jetzt eine ganze Menge. Auch wenn ihr im Museum wart ist dieses Buch noch voll mit neuen Informationen und berührenden Geschichten. Für mich Ein Jahreshighlight!
'Und auf einmal diese Stille: Die Oral History des 11. September' von Garrett M. Graff erzählt die Geschichte des 11. Septembers. Der 11. September ist ein Tag, der in Erinnerung bleibt. Beinahe jeder weiß, wo er an dem Tag war und was er gemacht hat, wenn er alt genug war, um dieses Ereignis mitzuerleben. Garrett M. Graff bereitet in diesem Buch die Ereignisse des Tages noch einmal auf. Dabei wird die Geschichte nicht durch Graff selbst erzählt, sondern von denjenigen, die den 11. September selbst erlebt haben. Der Autor ordnet den Zusammenhang ein und lässt danach die Aussagen der Überlebenden Platz. Das Buch besteht daher zum allergrößten Teil aus wörtlicher Rede, es fühlt sich so an, als würde man eine Dokumentation lesen. Auch Sprachnachrichten und aufgezeichnete Telefonate oder Gespräche des Tages sind schriftlich so festgehalten. Man erlebt den Tag also noch einmal - aus der Sicht derjenigen, die Opfer dieses Tages wurden. Auch wenn ich anfangs befürchtet habe, dass diese viele wörtliche Rede, die O-Töne den Lesefluss schwierig machen würden, war genau das Gegenteil der Fall: es hat sich so spannend, so bewegend gelesen. Ich hatte wirklich den Eindruck, ich lese eine Dokumentation. Ich hätte nie gedacht, dass mich das so sehr berührt, dass ich zwischendurch schon feuchte Augen und einen Kloß im Hals bekommen habe. Noch weniger hätte ich erwartet, dass dieses Sachbuch, dieser Bericht, von mir 5 Sterne erhalte würde. Aber dieses Stück Zeitgeschichte ist so wunderbar erzählt, so mitreißend, spannend und emotional. Ein Buch für alle: für die, die sich an den Tag noch erinnern können und jene, die diesen Tag nicht erinnern können, weil sie zu jung sind. Eine uneingeschränkte Empfehlung!
"Die Trümmer, die Betonteile, das Feuer. Ich sah Schuhe und Aktentaschen. Wir haben gedacht, wir wären in einem Kriegsgebiet. Es hat uns allen den Atem verschlagen. Wir konnten nicht fassen, was wir sahen." - Constance Labetti, Buchhalterin, Aon Corporation, Südturm, 99. Stock Der Historiker und Journalist Garrett M. Graff trug in seinem zweiten New York Times – Beststeller 'Und auf einmal diese Stille: die Oral History des 11. September' Zeitzeugenberichte des Terroranschlages vom 11. September 2001 auf das World Trade Center und das Pentagon zusammen. Eine tiefer gehende Analyse der Ereignisse findet man hier nicht und das ist auch nicht der Zweck des Buches. Die Geschehnisse werden anhand der Äußerungen beteiligter Personen nacherzählt. Es kommen Feuerwehrleute, Polizisten, freiwillige Helfer, Politiker und ihre Angestellten, Mitarbeiter von Fluggesellschaften und Militärs zu Wort und natürlich die Menschen, die sich in den Türmen, darum herum und im Pentagon befanden, sowie ihre Angehörigen. Die Aussagen wurden chronologisch und nach Schauplätzen geordnet, wodurch längere Schilderungen einiger Personen auseinandergerissen wurden. Für mich erschwerte das den Lesefluss eher, da ich mir die vielen Namen nicht alle merken konnte und ich dadurch nicht jeder einzelnen Geschichte durchgehend folgen konnte. Manche blieben mir mehr im Gedächtnis und ich erkannte den Handlungsstrang wieder, andere leider nicht. Ich gab meine Bemühungen, alle Personen zuzuordnen, irgendwann auf. Andererseits erhält man durch diese Sortierung einen guten Überblick über die zeitliche Abfolge und der komplette Tag lässt sich gut nachvollziehen. Auffällig war für mich noch, dass keine negativen Aussagen dabei sind. Keine Menschen, die egoistisch handeln und beim Versuch zu fliehen, andere beiseite stoßen - nur Helden. Ob das an der Erinnerungsselektion liegt oder an der Auswahl des Autors, lässt sich nicht sagen. Am meisten mitgerissen haben mich die Telefonate, die die Flugzeugpassagiere während der Entführung mit ihren Familien führten. Diese intimen, grausamen Niederschriften trieben mir die Tränen in die Augen. 'Und auf einmal diese Stille' ist keine leichte Kost aber eine Lektüre, die es wert ist.