3.9

Such a Fun Age: Roman

von Kiley Reid

Format:Hardcover

Es ist eine richtig gute Party. Es ist voll, die Musik ist laut, die Drinks sind kalt. Emira ist aufgestylt und feiert richtig ab. Da bekommt die Afroamerikanerin einen Anruf von Alix. Ob sie wohl spontan auf die kleine Briar aufpassen könne? Emira liebt Briar, und sie braucht den Job als Babysitterin. Wenig später hängen die beiden in einem riesigen Supermarkt ab und albern herum. Doch einer der Sicherheitsleute macht ihnen Stress. Eine junge Schwarze, mit einem kleinen weißen Mädchen? Es kommt zu einem Tumult. Der Mann unterstellt Emira, Briar entführt zu haben, Kunden mischen sich ein, ergreifen Partei, jemand filmt das Ganze.Alix versucht in den folgenden Wochen "die Sache mit dem Supermarkt" wieder gut zu machen. Doch wie sie es auch anfängt, es geht alles immer schief. Dabei hat sie doch so gute Absichten! Die Dinge werden nicht weniger kompliziert, als das Supermarkt-Video online und viral geht.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
322 SeitenHardcover
Erschienen an: 2021-05-03

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.9(9 ratings)
TaniaRezension von Tania

Rassismus mal etwas anders beleuchtet. Als Emira eines Nachts von einer Party abhaut, um kurzfristig zu babysitten, war ihr nicht bewusst, dass das ihr Leben verändern würde. In einem Supermarkt wird sie kurze Zeit später der Kindesentführung bezichtigt und stellt einiges auf den Kopf. Ihre Chefin, Alix Chamberlain, eine weiße reiche Frau, fühlt sich von dann an verantwortlich alles wieder in Ordnung zu bringen. Bis alles absolut aus dem Ufer läuft. Ich habe das Buch im Rahmen der @maedelsdielesen Leserunde im Juli gelesen. Das Buch befasst sich mit den Schweren Themen des Rassismus, vor allem Alltagsrassismus und auch dem Thema der Fetischisierung von Schwarzen Menschen. Auch Klassenunterschiede und Privilegien werden behandelt. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Kiley Reid schafft es mit viel Humor eine Geschichte zu erzählen, die wahrscheinlich, so oder so ähnlich, schon stattgefunden hat und zwar nicht zu selten. Es geht schließlich um das große Thema Rassismus. Während man zu Anfang des Buches noch denkt, dass sich jetzt etwas ganz “dramatisches” entwickelt, lernt man stattdessen, wie sich Rassismus fernab der “rechten Szene” entwickelt und zeigt. An den ein oder anderen Stellen habe ich mich absolut erwischt gefühlt. Denn wahrscheinlich hätte ich in einigen Momenten genauso reagiert, wie die weißen Charaktere in dieser Geschichte. Sehr sehr gelungen. Ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle gewünscht, dass die Geschichte etwas mehr Fahrt aufnimmt, denn manchmal plätscherte es etwas vor sich hin. Dennoch ein sehr lesenswertes Buch und mal ganz anders, als alle Bücher, die ich bisher zum Thema Rassismus gelesen habe.

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