4.1

STONE BLIND – Der Blick der Medusa: Roman (German Edition)

von Natalie Haynes, Babette Schröder, Wolfgang Thon

Format:eBook

Medusa – Schwester, Opfer, Monster? Medusa ist eine der bekanntesten mythologischen Figuren überhaupt – nun erhebt sie endlich selbst ihre Stimme - Clever, elegant und faszinierend macht Natalie Haynes die griechische Sagenwelt lebendig - Für Fans von Madeline Miller und von Retellings antiker MythenMedusa wächst bei ihren Schwestern auf und merkt schnell, dass sie anders ist – eine Sterbliche in einer Familie von Göttern. Von ihrer Schönheit angezogen, bedrängt der Meeresgott Poseidon sie im Tempel der Athene. Die Göttin wähnt ihren Tempel entweiht und lässt ihre Wut an der Unschuldigen aus: Medusa wird in ein Monster mit Schlangenhaaren verwandelt, das kein Lebewesen mehr ansehen kann, ohne es zu Stein erstarren zu lassen. Aus Rücksicht verdammt Medusa sich zu einem Leben in der Einsamkeit. Bis der junge Perseus sich aufmacht, das Haupt eines Ungeheuers zu erlangen... Poetisch und klug erzählt Natalie Haynes die Geschichte einer Frau, die von anderen zum Monster gemacht wird – und sich doch selbst behauptet. »Ich wollte schon lange einmal über Medusa schreiben. Ich hatte das Gefühl, ich schulde ihr einen Roman. Medusas Geschichte ist die eines Monsters, das kein Monster ist. Wir denken immer, sie sei etwas Böses – aber ich habe den Eindruck, dass wir dabei viele Elemente ihrer Geschichte völlig übersehen. Medusa wurde nicht nur gefürchtet, sondern auch geliebt. Etwa von ihren zwei Schwestern. Sollten wir Medusa fürchten? Ganz bestimmt nicht. Ich möchte Medusa ihre Stimme zurückgeben.« Natalie Haynes  »Klug, fesselnd, kompromisslos.« Margaret Atwood (auf Twitter)

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
386 SeiteneBook
Erschienen an: 2023

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Aktuelle Rezensionen(2)

4.1(13 ratings)
BookishliaRezension von Bookishlia

Ich bin ein großer Fan der griechischen Mythologie und habe mich sehr auf diese Interpretation der Medusa-Geschichte gefreut. Eigentlich verbindet man mit Medusa immer das gefährliche Monster, das jedes Lebewesen mit nur einem Blick in Stein verwandeln kann. Aber in diesem Buch fängt die Geschichte ganz von vorne an und man erfährt, wie die kleine, neugierige und offene Medusa mit ihren beiden Schwestern aufwächst. Obwohl es in dem Buch um Medusa und ihre Geschichte geht, begegnen uns noch viele andere Figuren wie verschiedene Gottheiten, Gorgonen, Sterbliche usw. Hier liegt leider auch mein größter Kritikpunkt. Die Geschichte wird aus sehr vielen Perspektiven erzählt, was grundsätzlich nicht schlecht ist, aber in diesem Fall völlig von Medusas Geschichte ablenkt. Medusas Charakter blieb daher nur sehr blass und ich konnte kaum eine Verbindung zu ihr aufbauen. Deutlich im Gedächtnis geblieben sind mir hingegen Athene und Perseus, wobei mich letzterer einfach nur unfassbar genervt hat. Perseus ist unglaublich egoistisch und ein riesiger Trottel, der ohne die Hilfe der Götter nichts auf die Reihe bekommt. Er schlägt einer völlig unschuldigen Medusa den Kopf ab und fühlt sich danach wie ein Held, was ihn einfach unglaublich unsympathisch macht. Trotz der Kritikpunkte fand ich die Geschichte interessant umgesetzt. Leider hat sie nicht ganz meinen Geschmack getroffen und ich hätte mir gewünscht, dass die Hauptperson Medusa nicht so im Hintergrund gestanden hätte.

Julia Rezension von Julia

4.5 *

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