Empfehlungen basierend auf "Sieg der Freibeuter Roman"
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von Usama Al Shahmani
Dafer Schiehan hat es geschafft. Trotz negativen Asylbescheids hat er Deutsch gelernt, eine Arbeit gefunden, eine Aufenthaltsbewilligung erhalten. Er hat eine kleine Wohnung am Rande von Weinfelden und eine Arbeit in Kreuzlingen als Tellerwäscher. Aber eigentlich ist er Akademiker. Eigentlich ist er ein politischer Flüchtling, geflohen vor Saddams Schergen wegen eines missliebigen Theaterstücks. Hals über Kopf geflohen, mit der finanziellen Unterstützung seiner Familie. Als der Betrieb ihm Ferien verordnet wegen Umbaus, sitzt er in seiner Wohnung, schaut aus dem Fenster und grübelt. Seinen Eltern hat er nie gesagt, was er arbeitet. Auch als er es nicht mehr aus gehalten hat in seinem Exil und zurückgereist ist zu seiner Familie in den Irak, ist er im Vagen geblieben. Warum hat er ein schlechtes Gewissen? Wovor hat er Angst? Wie soll es weitergehen? Auf der Flucht vor seiner inneren Unruhe findet er sich wieder im Wald. In seinem neuen Roman erzählt Usama Al Shahmani von den Verwüstungen einer Kindheit und Jugend in Diktatur und Krieg und dem Versuch, traumatische Erlebnisse hinter sich zu lassen.
von Thorsten Nagelschmidt
Ein klassischer Berlin-Roman, ein zeitgemäßer, sehr gegenwärtiger.
von Puk Qvortrup
Puk Qvortrup autofiktionaler Roman ist der Bericht einer Katastrophe. Er erzählt vom eigentlich Unerzählbaren [...]
von Sacha Naspini
»Der Autor erzählt Geschichten aus seinem Heimatland und übersetzt sie in universelle Sehnsüchte. Und tut dies so elegant, gewitzt und skurril, dass selbst Fellini dafür ins Bücherregal greifen würde.« FACES Magazin, 01.07.2024
von Anatoly Pristavkin
Ein autobiographischer Roman, mit dem der Autor Weltruhm erlangte. Ein wiederentdecktes Meisterwerk: berührend und bristant. Fünfhundert Kinder aus einem Moskauer Waisenhaus werden im Sommer 1944 in den Kaukasus verschickt, unter ihnen Saschka und Kolka. Die elfjährigen Zwillinge hoffen, endlich ihren quälenden Hunger hinter sich zu lassen. Doch bereits ihre Ankunft wird von bedrohlichen Detonationen in den nahe gelegenen Bergen begleitet. Bewaffnete Tschetschenen, die der Zwangsaussiedlung entfliehen konnten, setzen sich erbittert gegen die russischen Eindringlinge zur Wehr - und die Brüder geraten nach Momenten überwältigenden Glücks in größte Gefahr. Anatoli Pristawkin bringt die politischen Realitäten so ungeschönt zur Sprache, dass sein Werk in Russland erst mit Beginn der Perestroika erscheinen durfte.»Obwohl Pristawkin keine Empathie vorgibt, die kein Opfer für seinen Täter zu empfinden braucht, vermag er dennoch, Verständnis für die Tschetschenen zu wecken, die in Rußland bis heute die Schwarzen geblieben sind. Das ist dann schon die hohe Kunst der Literatur und womöglich noch wichtiger, als den Feind zu lieben: ihn zu verstehen.« Navid Kermani. - Jetzt in aktualisierter und überarbeiteter Übersetzung der unzensierten Fassung.
von Willi Fährmann
Auf der Flucht: 1943. Deutsche Kinder werden mit der "Kinderlandverschickung" in vermeintlich sichere Gebiete gebracht. Über hundert Mädchen und ihre Lehrer versuchen in einem kleinen Ort in Österreich ein geordnetes Leben aufrechtzuerhalten. Doch der Krieg rückt immer näher. Im März 45 müssen Kinder und Lehrer vor den anrückenden Russen fliehen. Auf ihrem abenteuerlichen Weg nach Hause erleben die Mädchen Hunger und Hartherzigkeit, aber auch viele hilfsbereite Menschen, die mit dazu beitragen, das fast alle Kinder glücklich zu Hause ankommen. Millionen Kinder und Jugendliche wurden im zweiten Weltkrieg von der Familie weggebracht, als die Bombardierung in den Städten zunahm. Mir ist jedoch kein anderes Buch bekannt, das das Thema Kinderlandverschickung so eindrücklich aufgreift. Subtil schildert der Autor, wie sehr die Kinder durch Erziehung und Propaganda manipuliert wurden, wie erst langsam, oft durch eigene schlimme Erlebnisse, durchsickert, was in Deutschland in diesen Schreckensjahren passiert ist. Ab 12 Jahren, ****, Irene Beglinger-Flückiger.
von Tonke Dragt
Ein fantastischer Roman um zwei Türme in den Dünen. Fussspuren, die aus dem Meer kommen. Die beiden Türme in den Dünen - fremd und unheimlich und doch seltsam vertraut. 'Wie bin ich hierher gekommen? Was tue ich hier? Ich weiss nicht mehr, wer ich bin.', schreibt Thomas in sein Tagebuch. Er findet Menschen, die ihm helfen, Téja zum Beispiel. Auf der Suche nach sich selbst stösst er auf das Rätsel der Türme, auf das Geheimnis des 30. Februar. Tonke Dragt, geb. 1930 in Batavia (dem heutigen Djakarta) in Indonesien. Nach ihrer Internierung während des zweiten Weltkriegs durch die Japaner kam Tonke Dragt nach Holland, wo sie die Akademie für Bildende Künste in Den Haag besuchte und als Zeichenlehrerin tätig war. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in Den Haag.