Lavilledieu, ein südfranzösisches Städtchen im Jahre 1861 : Hervé Joncour lebt hier glücklich mit seiner jungen Frau Hélène; zu Wohlstand hat er es gebracht mit dem Handel von Seidenraupen, die er in Agypten und Kleinasien kauft. Doch eines Tages sind die Seidenraupen von ein mysteriösen Krankenheit befallen, und der Sonderling des Ortes, Baldabiou, rät Hervé, sich aufzumachen "ans Ende der Welt", nach Japan, dem einzigen Land, das noch von der Seuche verschont geblieben ist. Nach einer langen, beschwerlichen Reise gelangt Hervé tatsächlich an der Hof des Edelmanns Hara Kei. Dort aber wird seine Aufmerksamkeit gebannt vom Anblick eines wunderschönen jungen Mädchens, gehüllt in einen Seidenschal von der Farbe des Sonnenuntergangs und umgeben von Tausenden bunter Vögel in Volieren. Zum Abschied steckt sie Hervé eine Botschaft in japanischer Kalligraphie zu ... Hervés Leidenschaft ist entfacht und wächst von Jahr zu Jahr, von Reise zu Reise, obwohl er niemals auch nur die Stimme des Mädchens vernimmt. Seine letzte Expedition endet traurig : Japan ist vom Krieg verwüstet und das schöne Mädchen verschwunden. Erst viele Jahre später lässt Hervé sich jenen zweiten japanischen Brief übersetzen, der ihn per Post erreicht hat : Es ist ein glühender Liebesbrief, der ihn erkennen lässt, wem sein wahres Verlangen immer gegolten hat. Zurückgezogen verbringt Hervé den Lebensabend in seinem Park : "An windigen Tagen ging er bisweilen zum See hinunter und sah stundenlang hinaus, denn er schien ihm, als zeichne sich auf dem Wasser das unerklärliche, schwerelose Schauspiel dessen ab, was sein Leben gewesen war." [2e de couv.]
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Seide
Lavilledieu, ein südfranzösisches Städtchen im Jahre 1861 : Hervé Joncour lebt hier glücklich mit seiner jungen Frau Hélène; zu Wohlstand hat er es gebracht mit dem Handel von Seidenraupen, die er in Agypten und Kleinasien kauft. Doch eines Tages sind die Seidenraupen von ein mysteriösen Krankenheit befallen, und der Sonderling des Ortes, Baldabiou, rät Hervé, sich aufzumachen "ans Ende der Welt", nach Japan, dem einzigen Land, das noch von der Seuche verschont geblieben ist. Nach einer langen, beschwerlichen Reise gelangt Hervé tatsächlich an der Hof des Edelmanns Hara Kei. Dort aber wird seine Aufmerksamkeit gebannt vom Anblick eines wunderschönen jungen Mädchens, gehüllt in einen Seidenschal von der Farbe des Sonnenuntergangs und umgeben von Tausenden bunter Vögel in Volieren. Zum Abschied steckt sie Hervé eine Botschaft in japanischer Kalligraphie zu ... Hervés Leidenschaft ist entfacht und wächst von Jahr zu Jahr, von Reise zu Reise, obwohl er niemals auch nur die Stimme des Mädchens vernimmt. Seine letzte Expedition endet traurig : Japan ist vom Krieg verwüstet und das schöne Mädchen verschwunden. Erst viele Jahre später lässt Hervé sich jenen zweiten japanischen Brief übersetzen, der ihn per Post erreicht hat : Es ist ein glühender Liebesbrief, der ihn erkennen lässt, wem sein wahres Verlangen immer gegolten hat. Zurückgezogen verbringt Hervé den Lebensabend in seinem Park : "An windigen Tagen ging er bisweilen zum See hinunter und sah stundenlang hinaus, denn er schien ihm, als zeichne sich auf dem Wasser das unerklärliche, schwerelose Schauspiel dessen ab, was sein Leben gewesen war." [2e de couv.]
Aktuelle Rezensionen(1)
Seide ist ein kurzes Buch, das ich schon lange lesen wollte und das mir sehr gut gefallen hat. Es sind kurze Kapitel mit einer leicht poetischen Sprache, über eine platonische, unerreichbare Liebe. Schauplatz der Geschichte ist das 19. Jahrhundert und die Seidenspinnerei in Frankreich. Die Eier der Seidenraupen werden von Hervé Joncour in Japan gekauft und jedes Jahr dauert die Reise einige Monate. In Japan trifft er auf die mysteriöse Frau des Händlers, in der er sich verliebt.