4.1

Paris ist immer eine gute Idee

von Nicolas Barreau, Sophie Scherrer

Format:Hardcover

Rosalie Laurent ist Besitzerin von Luna Luna, einem kleinen Postkartenladen in St. Germain, und wenn es nach ihr ginge, würden viel mehr Menschen Karten schreiben. Ihre Spezialität sind selbst gestaltete "Wunschkarten", doch was ihre eigenen Wünsche angeht, hat die eigenwillige Grafikerin weniger Glück. An ihrem Geburtstag lässt Rosalie stets eine Karte mit einem Herzenswunsch vom Eiffelturm flattern - doch keiner ihrer Wünsche hat sich je erfüllt. Das ändert sich schlagartig, als eines Tages ein älterer Herr in ihren Laden stolpert und einen Postkartenständer umwirft. In dem Tumult erkennt Rosalie zunächst nicht, dass es sich um den berühmten Kinderbuchautor Max Marchais handelt. Als er sie bittet, sein neues (und wahrscheinlich letztes) Kinderbuch zu illustrieren, willigt Rosalie gerne ein, und die beiden ungleichen Eigenbrötler werden Freunde. Der blaue Tiger bekommt den begehrten Kinderbuchpreis und in Rosalies Schaufenster einen Ehrenplatz. Als kurze Zeit später ein gutaussehender Fremder in ihren Laden stolpert und den Postkartenständer umwirft, glaubt die junge Frau an einen Wink des Schicksals. Doch noch bevor sie sich verlieben kann, hat sie mit dem Literaturprofessor aus New York schon ihren ersten Krach. Denn dieser behauptet steif und fest, dass die Erzählung vom blauen Tiger seine Geschichte sei... Ein zauberhafter Postkartenladen in Paris und seine eigenwillige Besitzerin. Ein amerikanischer Literaturprofessor und ein rätselhaftes Manuskript. Eine federleichte Liebesgeschichte, wie man sie spannender und liebevoller kaum erzählen kann.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
320 SeitenHardcover
Erschienen an: September 12, 2017

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Aktuelle Rezensionen(2)

4.1(13 ratings)
Ein Herz spricht Staub Rezension von Ein Herz spricht Staub

Am Anfang hielt ich das Buch für ziemlich talentfrei. Die Sprache war zwar nicht schlecht, aber irgendwie konnte mich kein einziger Satz des ersten Kapitels auch nur ansatzweise packen. Doch ich gab dem Buch noch zwei-, dreimal eine Chance, weil ich es von meiner Mutter geschenkt bekommen hatte und ich es definitiv lesen wollte. Irgendwann. Jetzt, nach ein paar Jahren womöglich schon, war es soweit. Es war auch dieses Mal am Anfang sehr zäh und nicht gerade interessant, aber mit der Zeit nahm das Buch mich dann doch mit. In der Hälfte wurde es allerdings erst wirklich interessant, was bei einer relativ niedrigen Seitenzahl eigentlich zu spät ist, aber es sei dem Autoren verziehen, da er mich am Ende doch mit der Geschichte noch überzeugen konnte. Wenn auch nicht vollends. Als dann mal das eintrat, was der Klappentext bereits andeutet, begann das Buch mir zu gefallen. Es gab tolle Charaktere, die sehr vielseitig waren und sehr unterschiedlich. Ein paar nette und amüsante und auch spannende Situationen folgten und am Ende fügte sich jedes Detail zu einer tollen und berührenden Geschichte, die einen doch sehr berührt. Wundervoll. Somit hatte sich der zähe erste Teil doch noch gelohnt. (:

Miriam Rezension von Miriam

Darum geht´s: Rosalie Laurent scheint nicht gerade vom Glück verfolgt. Ihre Beziehung ist eher Gewohnheit als Leidenschaft, ihre Papeterie „Luna-Luna“ im Herzen Paris, in der sie selbstgestaltete Postkarten verkauft läuft eher mäßig und ihre Wünsche, die sie in jedem Jahr auf kleine Zettelchen schreibt und vom Eifelturm wirft, haben sich bisher nicht erfüllt. Doch an dem Tag, als Max Marchais, der berühmte Kinderbuchautor in ihren kleinen Laden stolpert, scheint sich dies alles zu ändern. Denn ausgerechnet Rosalie soll Max neues Buch „Der blaue Tiger“ illustrieren. Daneben wird die Geschichte von Robert Sherman erzählt. Er ist Literaturprofessor in New York doch er nun soll er die sehr erfolgreiche Anwaltskanzlei seines Vaters übernehmen. Nach einem Streit mit seiner Freundin, denkt Robert an die Worte seiner Mutter „Paris ist immer eine gute Idee“ und er beschließt kurzerhand genau dort eine Auszeit zu nehmen. Doch hier wird er gar nicht so nett empfangen, wie er es sich ausgemalt hat, zumal er direkt am ersten Tag in Paris, in einer kleinen Papeterie Namens „Luna-Luna“, eine Geschichte „Der blaue Tiger“ entdeckt, die eindeutig ihm gehört weil seine Mutter ihm eben diese Geschichte schenkte. Wie ist Max Marchais an seine Geschichte gekommen. Meine Meinung: Das Buch von Barreau hat mich gleich wieder in eine wundervolle herbstlich-romantische Stimmung versetzt. Wenn ich Pariser Straßennamen nur höre bin ich direkt hin und weg. Ich träume mich an die Saine mit einem Milchkaffee und einem Croissant, ja ich weiß, ich bin da recht leicht zu beeinflussen  Der Schreibstil ist wie immer toll und das Setting sowieso, aber auch die Geschichte rund um Rosalie und Robert und den blauen Tiger, fand ich wirklich gut gelungen. Man rätselt mit und versucht die Verbindungen zusammen zu stricken. Zugegeben, es bedarf keiner großen Detektivkunst um ein Puzzelteil an das nächste zu fügen, aber es handelt sich ja auch nicht um einen Krimi. Es ist einfach eine nette, kleine Liebesgeschichte. Alles in allem eben wieder ein typischer Barreau, ohne große Überraschungen. Fast könnte man einen Vergleich zu Dan Brown ziehen, da weiß man eben was einen erwartet. Paris, Liebe und ein paar Missverständnisse machen den Roman zu einem kurzweiligen Zeitvertreib. Das Hörbuch wird gelesen von Steffen Groth, den ich bisher nur aus Doctor`s Diary kannte und noch nicht als Hörbuchsprecher. Er hat einige Nora Roberts Bücher vertont, aber wer meinen Blog ein bisschen verfolgt, der weiß, dass ich Nora Roberts weder lese noch höre :-) Ich mochte seine warme Stimme und seinen angenehmen Tonfall sehr gerne und vielleicht vertont er in Zukunft ja noch einige Bücher, außer Roberts, die mich interessieren. Fazit: Die perfekte Herbstlektüre, die man aber auch wunderbar im Frühling, Sommer und Winter lesen kann.

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