Empfehlungen basierend auf "No More Bullshit!"

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von Franka Frei

Gleichberechtigte Verhütung jetzt!Zum Kinderkriegen gehören mindestens zwei. Verhütung aber ist weltweit »Frauensache«, mit allen damit verbundenen finanziellen Kosten, körperlichen und seelischen Nebenwirkungen, die empfängnisverhütende Mittel wie die – noch immer von knapp 50% der Frauen in Deutschland genutzte – Anti-Baby-Pille haben. Wir verstehen uns als modern und gleichberechtigt, doch in Sachen Verhütung scheinen wir in den 60er-Jahren steckengeblieben zu sein: Eine »Pille für den Mann« stellt die wohl größte Marktlücke des 21. Jahrhunderts dar. Studien werden aufgrund von Nebenwirkungen abgebrochen, die für hunderte Millionen von Frauen Alltag sind. Schuld daran sind nicht weinerliche Studienprobanden, sondern ein verkrustetes System, das technologischen und gesellschaftlichen Fortschritt hemmt. Franka Frei deckt die dahinter stehenden Machtstrukturen auf und fordert ein radikales Umdenken, denn: Männliche Verhütung ist nicht nur möglich, sie findet bereits tausendfach Anwendung. Eine wachsende Bewegung betrachtet Verhütungsgerechtigkeit nicht als feministische Luxusforderung, sondern als längst überfällige Maßnahme, die angesichts hoher Zahlen ungewollter Schwangerschaften, ökologischer Krisen und der Angst vor Ressourcenknappheit von äußerster politischer Brisanz ist.

von Madelyne Meyer

Die Weinwelt umgibt ein Hauch von Exklusivität und Unnahbarkeit. Jahrgänge, Klassifikationen, Herkunftsbezeichnungen, Reblagen, Appellationen und oft absurde Aromenbeschreibungen überfordern viele Weinneulinge. So viel Ernsthaftigkeit behindert oft die Freude und Lust am Genuss – so die Überzeugung der jungen, unkonventionellen Wein-Bloggerin Madelyne Meyer, alias Edvin. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Weinwissen humorvoll, ohne Hemmungen und unverkrampft zu vermitteln. Mit ihren witzigen Illustrationen bringt sie dem Anfänger auf freche, fröhliche und gleichzeitig simple und unverstellte Art den Wein näher. Von Gläsertypen bis zur Bedeutung von Terroir, von Sorten und Aromen bis zu Anbaugebieten und dem, was einen guten Wein eigentlich ausmacht, werden die wichtigsten Themen anschaulich und für alle verständlich dargestellt. So wird jeder im Handumdrehen zum Weinkenner, der sich im Weinalltag behaupten kann.

von Katja Kullmann

In dem Bestseller "Generation Ally" beschrieb Katja Kullmann, warum es so kompliziert ist, eine Frau zu sein. Zwanzig Jahre später erzählt sie, wie es ist, eine Frau ohne Begleitung zu sein. Sie ist die Frau, der man nachsagt, dass sie kein Glück in der Liebe hat. Diejenige, die ihr Leben alleine regelt. Die Frau ohne Begleitung. Vom Bürofräulein der Weimarer Republik bis zur angeblich einsamen Akademikerin der Gegenwart – sie ist die wahre Heldin der Moderne: die Singuläre Frau. Kurz vor ihrem fünfzigsten Geburtstag stellt Katja Kullmann fest, dass auch sie so eine geworden ist: ein Langzeit-Single. Die Erkenntnis ist ein kleiner Schock. Dann eine Befreiung. Und ein Ansporn – nicht nur für die schonungslose Selbsterkundung, sondern auch für eine Spurensuche. Welche literarischen, sozialen und popkulturellen Zeugnisse hat die Frau ohne Begleitung hinterlassen? Und wie könnte ihre Zukunft aussehen? Leidenschaftlich und eigensinnig führt Katja Kullmann uns zu einer radikalen Neubewertung der alleinstehenden Frau.

von Nina Brochmann

Nie war ein medizinisches Sachbuch über das weibliche Geschlecht näher dran an der Lebensrealität von heute. Chapeau!

von Rebecca Jordan-Young

Unverzichtbar für die aktuellen Diskussionen zu #metoo, Gender und toxischer Männlichkeit – der Mythos Testosteron neu beleuchtet Testosteron macht männlich. Testosteron ist schuld an sexuellen Übergriffen und Gewaltexzessen im Krieg. Testosteron macht durchsetzungsfähig im Beruf. Die Mythen, die sich um das vermeintliche männliche Geschlechtshormon ranken, sind weitverbreitet, verzerren die Realität – und sie sind gefährlich. Rebecca Jordan-Young und Katrina Karkazis räumen auf mit den Halbwahrheiten rund ums Testosteron. Sie zeigen, wie sie sich auf unser Denken und Handeln auswirken und wie sie überwunden geglaubte Auswüchse von Sexismus, Rassismus und Klassismus nähren. Als Gesellschaft müssen wir diese Mythen endlich hinter uns lassen.

von Carolin Emcke

Entdecken wir das Begehren oder entdeckt das Begehren uns? Wie frei sind wir, unser Begehren zu leben? Hat es nur eine Form oder ändert es sich, wird tiefer, zarter, radikaler?In ihrem so persönlichen wie analytischen Text schildert Carolin Emcke das Suchen und die allmähliche Entdeckung des eigenen, etwas anderen Begehrens. Sie erzählt von einem homosexuellen Coming of Age, von einer Jugend in den 1980er Jahren, in der über Sexualität nicht gesprochen wurde. Sie buchstabiert die vielen Dialekte des Begehrens aus, beschreibt die Lust der Erfüllung, aber auch die Tragik, die gesellschaftliche Ausgrenzung dessen, der sein Begehren nicht artikulieren kann. Eine atemberaubend ehrliche Erzählung, die gleichermaßen intim wie politisch ist.

von Lisa Mosconi

Das Gehirn in der Menopause‹ legt den Finger auf eine Wunde, die viele gar nicht auf dem Schirm haben: Dass die hormonelle Achterbahnfahrt eben nicht nur den Körper trifft, sondern auch unser Denkvermögen, unsere Konzentration, unser Gedächtnis.

von Meik Gudermann

Du brauchst keinen Mann, um vollständig zu sein...... aber manchmal brauchst du einen schwulen besten Freund, der dich daran erinnert. »I’m here to help, Honey!« In einer Welt, in der Männer überall den Ton angeben, ist die Freundschaft zwischen euch Frauen und uns Schwulen ein Safe Space wie kein zweiter. Hier darfst du lachen, lästern und laut sein – und gleichzeitig bleibt Raum für das, was uns wirklich beschäftigt. • Wir reden über Beziehungen, die dich klein machen. • Über Abhängigkeiten, die sich wie Handschellen anfühlen. • Über Strukturen, die Frauen seit Jahrhunderten ausbremsen – aber auch über die Freiheit, die dich hinter alledem erwarten kann. Also mach’s dir gemütlich, bestell dir nen Drink – und lass uns über Menners sprechen!

von Rebecca M. Jordan-Young, Katrina Karkazis

Wissenschaftlich räumen die Autorinnen mit zahlreichen Mythen und überholten Forschungen zum Hormon Testosteron auf. Ihre Erkenntnisse zeigen, dass eine geänderte Wahrnehmung des Hormons notwendig ist, um der politischen und gesellschaftlichen Verantwortung in der heutigen Zeit gerecht zu werden. (2-3)

von undefined undefined

Emma hat Tourismus studiert und ist neben der Sexarbeit in Zürich auch Teilzeit in einem Hotel in Spanien tätig. Aimée hätte gerne mehr gelernt, wäre lieber eine erfolgreiche Frau geworden statt einer Prostituierten. Charizma fehlen noch zwei Praktika für den zweiten Master, in Ehe- und Familientherapie. In den Gesprächen mit den Sexarbeiter:innen wird deutlich: Die einen machen die Arbeit aus ökonomischem Zwang, die anderen aus Freude an der Sache. Es wird weder romantisiert noch dramatisiert: «Ich bin Sexarbeiterin» zeigt, weshalb sich Sexarbeiter:innen für diese Tätigkeit entschieden haben und wie ihr Alltag aussieht. Sexarbeit ist legal in der Schweiz. Jene, die sie ausüben, leben indes häufig in prekären Situationen. Sexarbeit wird kontrovers diskutiert, auch in feministischen Kreisen, aber in der Regel ohne die Stimmen von Sexarbeiter:innen. Dieses Buch gibt ihnen diese Stimme, sie erzählen von ihren Lebensrealitäten, Bedürfnissen, Problemen und Sichtweisen.