Gudrun Lerchbaum, geboren in Wien und aufgewachsen zwischen Wien, Düsseldorf und Paris ist nicht nur eine facettenreiche Autorin – sie hat schon Glasfasermatten verladen, als Aktmodell posiert, Weihnachtskarten designt und viele Jahre als Architektin und freischaffende Künstlerin gearbeitet. Ihr literarisches Schaffen kennzeichnet sich durch starke Frauenfiguren, die ihren Weg finden, und durch das Aufgreifen sensibler gesellschaftlicher Fragestellungen inmitten einer packenden Handlung. Ihre Sprache fesselt, rüttelt wach, zeichnet und verwischt Konturen von Protagonist*innen, die uns auch nach dem Lesen noch lange begleiten. So auch im 2022 erschienen Roman „Das giftige Glück“: Lerchbaum versetzt eine Stadt in Ekstase und fragt, was zu einem selbstbestimmten Leben gehört. In „Zwischen euch verschwinden“ (Haymon 2023) folgt sie der Spur einer Frau, die viele Frauen ist: Nach dem Tod ihrer Mutter wechselt Maria ihre Identitäten auf der Flucht vor sich selbst. Mit „Niemand hat es kommen sehen“ schließt sie an Marias Vorleben an, wechselt die Perspektiven und stellt die Frage nach der Macht einer Geschichte.
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Niemand hat es kommen sehen
von Gudrun Lerchbaum
Gudrun Lerchbaum, geboren in Wien und aufgewachsen zwischen Wien, Düsseldorf und Paris ist nicht nur eine facettenreiche Autorin – sie hat schon Glasfasermatten verladen, als Aktmodell posiert, Weihnachtskarten designt und viele Jahre als Architektin und freischaffende Künstlerin gearbeitet. Ihr literarisches Schaffen kennzeichnet sich durch starke Frauenfiguren, die ihren Weg finden, und durch das Aufgreifen sensibler gesellschaftlicher Fragestellungen inmitten einer packenden Handlung. Ihre Sprache fesselt, rüttelt wach, zeichnet und verwischt Konturen von Protagonist*innen, die uns auch nach dem Lesen noch lange begleiten. So auch im 2022 erschienen Roman „Das giftige Glück“: Lerchbaum versetzt eine Stadt in Ekstase und fragt, was zu einem selbstbestimmten Leben gehört. In „Zwischen euch verschwinden“ (Haymon 2023) folgt sie der Spur einer Frau, die viele Frauen ist: Nach dem Tod ihrer Mutter wechselt Maria ihre Identitäten auf der Flucht vor sich selbst. Mit „Niemand hat es kommen sehen“ schließt sie an Marias Vorleben an, wechselt die Perspektiven und stellt die Frage nach der Macht einer Geschichte.
Aktuelle Rezensionen(1)
"Niemand hat es kommen sehen" von Gudrun Lerchbaum handelt von Maria, der vorgeworfen wird eine Mörderin zu sein. Maria ist eine sehr facettenreich Frau, die in ihrem Leben viel erleiden musste. Sie ist ruhig und schweigt lieber,um ihr Martyrium zu ertragen. Maria ist direkt nach dem Tod ihrer kranken Mutter plötzlich verschwunden und taucht nach einem Jahr wieder in ihrem Heimatdorf auf ohne Erinnerung an das vergangene Jahr. Die Geschichte bringt die Leser dazu sich eigene Gedanken zu machen und als Ermittelnde zu agieren. Warum schweigt Maria? Und kann sie sich wirklich nicht erinnern? Diese Fragen begleiten ein bis zum Ende des Buches. Es bleiben für mich noch ein paar offene Fragen über, da dies der zweite Teil der Buchreihe ist. Da es mir so gut gefallen hat und ich so neugierig bin, möchte ich auf jeden Fall auch den ersten Teil lesen. Ich empfehle das Buch jedem, der Krimis mag und Einblicke in das Leben einer Frau bekommen möchte, die lieber schweigt, weil sie damit so viel mehr sagt wie tausend Worte.