3.7

Madame Bovary.

von Gustave Flaubert

Format:Hardcover

Madame Bovary (auch Frau Bovary) gehört zu den wichtigsten Werken der Weltliteratur. Diese Ausgabe basiert auf der Übersetzung von Arthur Schurig.Die Hauptperson des Romans ist Emma, die nach dem Tod der Mutter allein mit ihrem Vater auf dessen Hof lebt. Sie heiratet den Landarzt Karl Bovary, der die schöne, gebildete Frau verehrt. Sie verspricht sich von der Heirat ein gesellschaftlich aufregenderes Leben, ist dann aber rasch von dem Dorfalltag und ihrem eher einfach strukturierten Mann gelangweilt. Sie drängt ihn, seine einträgliche Praxis aufzugeben, um in eine größere Ortschaft umzuziehen. In Yonville angekommen, freunden sich beide schnell mit dem Apotheker Homais und dessen Familie an. In Homais’ Haus lebt auch der Kanzlist Léon, mit dem Emma eine Art Seelenverwandtschaft, begründet in ihrer beider Interesse für Literatur und Musik, verbindet.Auch die Geburt der Tochter Berthe ändert nichts daran, dass Emma zunehmend unzufrieden ist, unter Depressionen und Stimmungsschwankungen leidet. Als Léon nach Paris umzieht, trauert sie ihm hinterher wie einer verlorenen Liebe und steigert sich, um den Verlust zu kompensieren, in eine Luxussucht hinein, weshalb sie sich bei dem Händler Lheureux immer mehr verschuldet.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
473 SeitenHardcover
Erschienen an: 1999-02-01

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Aktuelle Rezensionen(3)

3.7(20 ratings)
FelixRezension von Felix

Ein längst nicht so „zeitloser“ Klassiker, wie oft behauptet wird. Die Geschichte einer Ehebrecherin mag zur Zeit der Veröffentlichung skandalös gewesen sein, wirkt aus heutiger Perspektive jedoch in vielerlei Hinsicht überraschend unmodern. Schade ist zudem, dass man als Leser kaum einen wirklichen Zugang zu Madame Bovary findet. Flaubert zeichnet sie meiner Meinung nach mit großer Distanz, wodurch sie emotional schwer greifbar bleibt. Ob man das Buch heute noch lesen muss? Da bin ich zwiegespalten. Für die literarische Allgemeinbildung ist es sicherlich relevant und stellenweise auch interessant – allzu großen Lesegenuss sollte man allerdings nicht erwarten.

Rezension von

Emma, eine Frau, die große Sehnsüchte hat, große Begierden, sodass sie Grenzen überschritten, Leben zerstört und sich selbst in den Abgrund gerissen hat. Eine labile, von ihren Gefühlen und Gelüsten gesteuerte Frau des 19ten Jahrhunderts. Sie ist sehr wechselhaft wie die Jahreszeiten, wendet sich wie das Blatt eines Baumes im Wind. Ihre Unzufriedenheit zieht sich durch das gesamte Buch. Neben Emmas Geschichte thematisiert das Buch im Hintergrund das einseitige Provinzleben, die Klassenunterschiede, die Verehrung des Fortschritts, das Herabsetzen der Kirche und das Aufleben der Kunst und des Theaters zur Zeit der Romantik. Die Geschichte nimmt ein trauriges Ende, was vorhersehbar war. Hinter diesem Buch steckt viel mehr, als ich herausnehmen konnte. Ein sehr interessantes Buch, allerdings wurden einige Szenen sehr lange beschrieben und es wurde ab und zu langatmig.

LissRezension von Liss

The drama is real! Zu Beginn zieht es sich etwas, aber die Handlung wird immer rasanter und man merkt, dass jedes Detail überdacht und gewollt ist.

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