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Drei Palästinenser wollen sich von einem Vierten in einem leeren Wassertank aus dem Irak nach Kuwait schmuggeln lassen - weit weg von der "Hölle" der Flüchtlingslager und der Armut ins "Paradies" des aufstrebenden Ölstaates. An der Grenze wird der Fahrer wider Erwarten aufgehalten. Der durch die sengende Sonne inzwischen zum Dampfkochtopf aufgeheizte Wassertank droht zum elenden Grab der drei Männer zu werden. Als die Palästinenser 1948 aus ihrer Heimat vertrieben wurden, verließen sie diese mit gebeugtem Haupt. Und so verharrten sie jahrelang, unfähig, das Geschehene zu bewältigen. Erst Mitte der sechziger Jahre begannen sie sich zu wehren, im Handeln ihr Selbstbewusstsein wiederherzustellen. Im Roman "Männer in der Sonne" schildert Ghassan Kanafani diese beiden Etappen palästinensischer Existenz: Lähmung und beginnende Selbstbesinnung; er beschreibt Palästinenser, die die Vertreibung ihres Volkes miterlebt haben und daran leiden.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
96 SeitenSoftcover
Erschienen an: January 16, 2023

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Aktuelle Rezensionen(1)

5.0(1 ratings)
Joshua MariusRezension von Joshua Marius

Zuallererst bedrückend, und trotz des offensichtlichen Endes ergreifend. Kanafanis Stil ist äußerst interessant, da er mittels nahtloser Rückblenden, die Gegenwart und Vergangenheit verschwimmen lassen, die Charaktere vorstellt und somit charakterisiert. Schnell kommen sie uns vertraut vor, oft wirkt es so, als würden wir das Geschehen mit den Assoziationen der Männer selbst erfahren. <spoiler> Auszug aus dem Nachwort von Hartmut Fähndrich: "Als Ghassan Kanafani [...] die Verfilmung seines Romans sah, billigte er die geänderte Version: Man hatte die Palästinenser an die Tankwand klopfen lassen." Diese Änderung könnte meiner Meinung weniger groß als erwartet sein: laut Roman könnte dies bereits der Fall gewesen sein, nur hat es Abul-Chaisurân nicht mitbekommen. </spoiler>

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