Empfehlungen basierend auf "Lernen 4.0 - Pädagogik vor Technik"
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von Aladin El-Mafaalani
»Insgesamt spricht El-Mafaalani eine große Reichweite von Fragen zur herkunftsbezogenen Bildungsungleichheit an, die er als nicht gelöstes, gesellschaftliches Problem klar herausarbeitet.«
von Aladin El-Mafaalani
In einer ungerechten Gesellschaft kann das Bildungssystem nicht gerecht sein. In diesem grundlegenden Buch analysiert Aladin El-Mafaalani aus unterschiedlichen Perspektiven die Probleme und paradoxen Effekte des Bildungssystems, seine Dynamik und seine Trägheit. Eine umfassende Diagnose, ein Plädoyer dafür, soziale Ungleichheit im Bildungswesen endlich in den Fokus der Bildungspolitik und -praxis zu rücken, und zugleich eine Absage an Visionen und Revolutionen: Es geht darum, was jetzt wichtig und realistisch ist. "Mit Bildung löst man kein einziges der grossen gesellschaftlichen Probleme, etwa die vielen offenen Fragen der Digitalisierung, den fortschreitenden Klimawandel oder den Umgang mit globaler Migration. Selbst die aufgeheizte gesellschaftliche Stimmung oder die Konzentration von Problemlagen in bestimmten Stadtteilen wird sich durch eine Ausweitung und Aufwertung von Bildungsinstitutionen nicht abschwächen. Es geht um eine Verringerung von Chancenungleichheit, um die Erweiterung von Erfahrungshorizonten und Zukunftsperspektiven für alle Kinder und um die Vorbereitung der nächsten Generationen auf die unbekannten Herausforderungen einer zunehmend komplexer werdenden Gesellschaft. Nur darum geht es. Nicht mehr und nicht weniger." Aladin El-Mafaalani.
von Verena Hars
Friedemann Schulz von Thun (*1944) studierte in Hamburg Psychologie, Pädagogik und Philosophie und promovierte bei Reinhard Tausch und Inghard Langer über Verständlichkeit bei der Wissensvermittlung. Nach seiner Habilitation wurde er zum Professor für Pädagogische Psychologie in Hamburg berufen (1976 – 2009). Außerdem konzipierte er Kommunikationstrainings für Lehrer und Führungskräfte, später für Angehörige aller Berufsgruppen (1971 bis heute). Er ist Autor zahlreicher Bücher und Herausgeber der Reihe «Miteinander reden: Praxis» Für weitere Informationen siehe www.schulz-von-thun-institut.de
von Mathias Hütter
Friedemann Schulz von Thun (*1944) studierte in Hamburg Psychologie, Pädagogik und Philosophie und promovierte bei Reinhard Tausch und Inghard Langer über Verständlichkeit bei der Wissensvermittlung. Nach seiner Habilitation wurde er zum Professor für Pädagogische Psychologie in Hamburg berufen (1976 – 2009). Außerdem konzipierte er Kommunikationstrainings für Lehrer und Führungskräfte, später für Angehörige aller Berufsgruppen (1971 bis heute). Er ist Autor zahlreicher Bücher und Herausgeber der Reihe «Miteinander reden: Praxis» Für weitere Informationen siehe www.schulz-von-thun-institut.de
von Richard Sennett
Im Jahr 2050 werden zwei Drittel aller Menschen in Städten leben – wie können Bewohner mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen eine friedliche Koexistenz führen? Richard Sennett stellt die Frage nach der Beziehung zwischen urbanem Planen und konkretem Leben: Wie hat sie sich historisch gewandelt? Wie kann eine offene Stadt aussehen, die geprägt ist von Vielfalt und Veränderung – und in der Bewohner Fähigkeiten zum Umgang mit Unsicherheiten entwickeln? Richard Sennett zeigt, warum wir eine Urbanistik brauchen, die eine enge Zusammenarbeit von Planern und Bewohnern einschließt und voraussetzt – und dass eine Stadt voller Widersprüche urbanes Erleben nicht einengt, sondern bereichert.
von Philipp Lenhard
Café Marx: So nannten Freunde wie Feinde das Institut für Sozialforschung flapsig. Und tatsächlich liegen die Anfänge der Kritischen Theorie und der Frankfurter Schule in einer Auseinandersetzung mit dem Marxismus. Philipp Lenhard erzählt auf einer breiten Quellengrundlage die Geschichte der Personen, Netzwerke, Ideen und Orte, die das Institut geprägt haben und ihrerseits von ihm geformt wurden. So wird anschaulich greifbar, warum die Frankfurter Schule wie keine zweite die großen intellektuellen Debatten des 20. Jahrhunderts bestimmt hat. Von Anfang an war das 1924 eröffnete Institut für Sozialforschung etwas Besonderes. Seine Wurzeln liegen in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs und auf den Barrikaden der Revolution. Der kommunistische Unternehmersohn Felix Weil ermöglichte die Gründung einer neuartigen Forschungsinstitution, die Arbeiter und Studenten, Politiker und Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle anzog. Besonders war auch, dass das Institut nach 1933 trotz Schließung, Verfolgung und Exil seine Arbeit fortsetzen konnte. In Kalifornien entstanden Schlüsselwerke wie die «Dialektik der Aufklärung». Philipp Lenhard geht der Entstehung der Kritischen Theorie in der amerikanischen Emigration nach und beleuchtet ihre Entwicklung zur Frankfurter Schule in der frühen Bundesrepublik. Das Buch schildert konzis, anschaulich und voller überraschender Erkenntnisse, in welchem historischen Kontext Horkheimer, Adorno, Marcuse, Benjamin und viele andere zu Schlüsseldenkern des 20. Jahrhunderts wurden.
von Alexander Sutherland Neill
Alexander Sutherland Neill, geboren 1883 in Schottland, beendete seine Studienzeit als Master of Art und Master of Education. Doch seine anschließende Praxis als Lehrer an staatlichen Schulen verlor für ihn sehr schnell ihren Reiz. A. S. Neill sah immer klarer, dass solche Erziehung zu schweren seelischen und charakterlichen Dauerschäden führt. Wachsen in Selbstbestimmung – das war das Prinzip seiner später weltberühmten Internatsschule Summerhill, die er 1921 gründete und bis zu seinem Tod 1973 leitete.
von Aleida Assmann
Nicht nur Individuen, sondern auch Kulturen bilden ein Gedächtnis aus, um Identitäten herzustellen, Legitimation zu gewinnen und Ziele zu bestimmen. Aleida Assmann fragt nach den verschiedenen Aufgaben kultureller Erinnerung, ihren Medien (wie Schrift, Bilder oder Denkmäler) sowie nach den Formen des Umgangs mit gespeicherten Wissen, bei denen neben Politik und Wissenschaft auch der Kunst eine wachsende Bedeutung zukommt.Seit Jahrtausenden treffen Menschen Vorkehrungen, um vergangenes Wissen zu konservieren. Woher kommt dieses Interesse am Aufbau von Erinnerungsräumen? Wie werden Erinnerungen, die doch zunächst immer individuell sind, allgemein verbindlich? Wie nutzt man solche Erinnerungen - zur Bestätigung der Gegenwart, zum Anstoß einer Erneuerung oder zur Relativierung des eigenen Standpunkts? Und wie wirken sich die Medien der Erinnerung wie Buchdruck, Photographie oder digitale Speicherung auf die kulturellen Erinnerungsräume aus? Um diese Fragen zu beantworten, überschreitet Aleida Assmann souverän die Grenzen der Nationen, Epochen, Künste und wissenschaftlichen Disziplinen. Und obwohl literarische Texte im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen, kommen ebenso historische, kunsthistorische, philosophische und psychologische Fragen zur Sprache.
von Astrid Erll
‚Gedächtnis’ und ‚Erinnerung’ sind Leitthemen in der Wissenschaft und im gesellschaftlich-politischen Diskurs. - Dieser Band bündelt die verschiedenen Theorien, Terminologien und Methoden aus der Forschung zum individuellen und kollektiven Gedächtnis und geht insbesondere den folgenden Fragen nach: Wie unterscheidet sich der Gedächtnisbegriff in Geschichts- und Sozialwissenschaften, Literaturwissenschaft und Psychologie? Auf welche Weise kann die gedächtnisbildende Wirkung von Literatur und anderen Medien beschrieben und analysiert werden? Welche Folgen hat die 'transkulturelle und transnationale Wende' in der Gedächtnisforschung? - Ziel des Bandes ist es, das kaum mehr überschaubare Feld der interdisziplinären und internationalen Gedächtnisforschung zu kartieren und insbesondere kulturhistorisch interessierten Literaturwissenschaftler/innen nützliche Analysekategorien zur Verfügung zu stellen. – Für die dritte Auflage wurde der Band überarbeitet, erweitert und aktualisiert. p>
von Kerstin Gleba, Eckhard Schumacher
Kerstin Gleba studierte Amerikanistik/Anglistik, Romanistik und Germanistik in Düsseldorf und Lausanne und ist seit 1995 für Kiepenheuer & Witsch tätig, seit 2002 als Cheflektorin für Belletristik. Sie ist seit 2004 Mitglied der Geschäftsleitung und und seit Anfang 2019 Verlegerische Geschäftsführerin. Kerstin Gleba gehört in dieser Funktion ebenfalls der Geschäftsleitung der Holtzbrinck Buchverlage an. Eckhard Schumacher ist Literaturwissenschaftler. 1996 promovierte er an der Universität Bielefeld (Die Ironie der Unverständlichkeit, Suhrkamp 2000), 1997 – 2004 arbeitete er in Forschungsprojekten zu Medientheorie, Gegenwartsliteratur und Pop in Köln und Bielfeld. Seit 2005 ist er Mitarbeiter am Institut für Deutsche Phililogie der LMU München. 2003 erschien bei Suhrkamp Gerade Eben Jetzt. Schreibweisen der Gegenwart.