Empfehlungen basierend auf "Lenz · Der Hessische Landbote. Textausgabe mit editorischer Notiz und Nachwort"
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von Gotthold Ephraim Lessing
Frontmatter -- Personen. -- Erster Aufzug -- Zweyter Aufzug. -- Dritter Aufzug -- Vierter Aufzug. -- Fünfter Aufzug.
von Johann Wolfgang Goethe
Eine Sammlung von Briefen gibt tiefen Einblick in die letzten Monate im Leben des jungen Werther, der – in unglücklicher Liebe entbrannt – zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankt und schließlich keine Lebensperspektive mehr sieht. Goethes erster Roman von 1774 war ein sensationeller Erfolg, Leidenschaft und Unglück des Protagonisten sind bis heute von beeindruckender Kraft.
von Friedrich Schiller
Friedrich Schillers im Jahr 1800 uraufgeführtes und 1801 publiziertes Trauerspiel in fünf Akten 'Maria Stuart' gilt aufgrund seines vollendeten Aufbaus als Musterbeispiel des klassischen deutschen Dramas. Das Werk spielt in England im Jahr 1587. Schiller spitzt den Konflikt zwischen zwei großen, gegensätzlichen Frauen zu: Königin Elisabeth I. von England und ihre Rivalin um den Thron, die schottische Königin Maria Stuart. Anstatt sich allzu streng an die historischen Fakten zu halten, fügt er zusätzliche Figuren (etwa Mortimer) und Begebenheiten hinzu; damit verleiht er der an drei Tagen stattfindenden Handlung mehr Leben und Spannung, etwa durch die Begegnung der beiden Königinnen im dritten Akt, dem Höhepunkt von Schillers erfolgreichem Drama. Text in neuer Rechtschreibung. - Mit Anmerkungen von Christian Grawe.
von E. T. A. Hoffmann
Trauma, Wahnsinn und die dämonische Faszination der Liebe: In E. T. A. Hoffmanns berühmter Erzählung wird der Student Nathanael unter dem Einfluss erschütternder Kindheitserinnerungen verrückt und verfällt einer Frau, die jedoch kein Mensch ist. Schaurig-schön poetisiert Hoffmann die innere Zerrissenheit seines Protagonisten zwischen Realität und Phantasie. Ein Meisterwerk der Schwarzen Romantik!
von Gerhart Hauptmann
Als Bahnwärter Thiel zum zweiten Mal heiratet, ahnt er nicht, welche Zukunft ihn an der Seite seiner neuen Frau Lene erwartet: Herrisch unterdrückt sie ihren Gatten und misshandelt den kleinen Tobias, Thiels Sohn aus erster Ehe. Doch wie viel kann ein Mensch erdulden? Welcher Schritt ist es, der zu weit führt? Gerhart Hauptmanns »novellistische Studie«, eines der bedeutendsten Werke des deutschsprachigen Naturalismus, schildert den psychopathologischen Fall Thiels mit außergewöhnlicher sprachlicher Intensität.
von Franz Kafka
Die Verwandlung vom Menschen zum Käfer: kraftvolle Metaphern und innovative Erzählweise »Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.« Schon der erste Satz von Franz Kafkas Erzählung hat Kultstatus erreicht, denn der sachliche Erzählstil lässt Gregor Samsas Metamorphose noch ungeheuerlicher scheinen. Franz Kafkas berühmte Erzählung im klassischen Gelb der Reclam-Bücher Viel zitiert und rezipiert: bizarrer Inhalt und kühl-analytische Erzählweise Zeitlose Relevanz: spricht fundamentale menschliche Ängste an Ganz in Gelb: Reclams Universal-Bibliothek – Weltliteratur im kleinen Format als Lektüre für unterwegs und zuhause Stilistische Präzision trifft existenzielle Grundfragen: Die Verwandlung – ein literarisches Schlüsselwerk Entfremdung, soziale Ausgrenzung und Kritik am Bürgertum und der Arbeitswelt: Die Verwandlung bietet trotz des relativ geringen Umfangs unzählige Interpretations- und Analysemöglichkeiten. Umso besser, dass nicht nur der Primärtext in der Universal-Bibliothek zur Verfügung steht! Zusätzliches Material bieten der Lektüreschlüssel XL, die Lektürehilfe von Reclam, und Reclam Literaturunterricht, das Unterrichtsmodell für Lehrerinnen und Lehrer. So bleiben keine Fragen zu Gregor Samsa, seiner Familie und der Bedeutung des Werks für die Literaturgeschichte offen.
von Georg Büchner
In seinem ersten Drama 'Dantons Tod' (1835) zeichnet Georg Büchner ein düsteres Bild der Französischen Revolution. Er dramatisiert die Ereignisse zweier Wochen im März und April 1794 als Auseinandersetzung zwischen dem 'tugendhaften' Robespierre und dem 'sittenlosen' Danton. Büchners revolutionäres Stück wurde wegen seiner politischen Schärfe und mitunter drastischen Sinnlichkeit zu Lebzeiten des Autors nur zensiert gedruckt. Weil es schonungslos das Scheitern einer humanistischen Idee zeigt, ohne die Idee selbst zu verleugnen, ist 'Dantons Tod' ein Revolutionsstück von ungebrochener Aktualität. Text in neuer Rechtschreibung. - Der Text folgt der historisch-kritischen Ausgabe mit Quellendokumentation und Kommentar ("Marburger Ausgabe").
von Georg Büchner
Das Erscheinen der lang erwarteten Studienausgabe von Büchners »Leonce und Lena« mit dem historisch-kritischen Text im Jahr 2003 ermöglicht nun auch endlich, die bewährte Doppelausgabe für die Schule von »Woyzeck« und »Leonce und Lena« auf die solide Textgrundlage zu stellen. Wir bieten damit die beiden in der Schule viel gelesenen Werke orthographisch behutsam modernisiert, in moderat angewandter neuer Rechtschreibung, mit jeweils dem Text des fragmentarisch überlieferten »Woyzeck« und des mehrfach zensierten »Leonce und Lena«, der dem Stand der neueren Büchnerforschung entspricht.
von Heinrich von Kleist
Beim Erscheinen im Jahr 1808 wurde Heinrich von Kleists 'Die Marquise von O...' wegen der angedeuteten Vergewaltigung als Skandalgeschichte empfunden. Heute gilt die Erzählung als ein frühes Beispiel weiblicher Emanzipation. Am Schicksal der Marquise, die in einem existenziellen Konflikt zu sich selbst findet und Selbstständigkeit gewinnt, hinterfragt Kleist traditionelle Werte und die Konventionen familiären Lebens. In der 'Marquise von O...' erzählt Kleist nicht linear, sondern - wie in einer Kriminalgeschichte - werden erst nach und nach die Zusammenhänge enthüllt und immer neue Spannungsbogen aufgebaut. Das 'Erdbeben in Chili', erschienen im Jahr 1807 unter dem Titel 'Jeronimo und Josephe. Eine Scene aus dem Erdbeben zu Chili, vom Jahr 1647', ist die erste gedruckte Erzählung Heinrich von Kleists. Eine fürchterliche Naturkatastrophe, die mit dem Schicksal von Jeronimo Rugera und Donna Josephe verknüpft ist, führt zu einer Rettung der beiden aus dem Gefängnis; doch die Geschichte endet in einer schrecklichen menschlichen Katastrophe. Text in neuer Rechtschreibung. - Mit Anmerkungen von Sabine Doering und einem Nachwort von Christian Wagenknecht.