Empfehlungen basierend auf "Kein Fluss"

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von Isabel Abedi

Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet - aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah - in jener längsten Nacht. Es "ist ein Buch, das gut erzählt wird, in das am Anfang kleine Irritationen eingestreut sind, die sich dann im Laufe des Buchs zu einer immer spannender werdenden Geschichte aufbauen. Fast linear zeigt der Spannungsbogen nach oben, und auf den ersten gut hundert Seiten darf man von kleineren Anspielungen abgesehen nicht allzu viel Spannung erwarten. Isabel Abedis neuer Jugendroman ist ein Buch zum Eintauchen, ein Buch zum Abtauchen - Voraussetzung ist, dass man sich von der leicht mysteriösen Geschichte in Bann schlagen lässt" (ulfcronenberg.macbay.de)

von Cornelia Engel

Der Auftakt zur bewegenden Familiensaga um eine mutige junge Frau auf der Suche nach Glück und Selbstbestimmung im exotischen Flair Sansibars.Samtig-warm wehte der Duft der Vanille über die Zuckerrohrfelder durch die Nacht.Sansibar, 1880: Voller Hoffnung, ihr altes Leben für immer hinter sich zu lassen, verlässt Elisabeth den Überseedampfer, der sie aus Lübeck hierhergebracht hat. Die Gewürzinsel, ein quirliger Marktplatz für den Handel mit Nelken, Zimt, Orangen, Elfenbein und Vanille, scheint ihr wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Aber die Realität auf der Insel ist hart. Zwar erregt die junge Frau Aufsehen bei den Männern, aber in der Handelswelt ist sie nicht willkommen. Und nicht jeder, der ihr Avancen macht, meint es ehrlich mit ihr. Wenn sie in die Augen des Pflanzers Jacob blickt, schlägt ihr Herz schneller, doch darf sie ihren Gefühlen trauen, wenn sie selbstbestimmt ihren Weg gehen will?

von W. Somerset Maugham

Maughams anspruchsvollster ›philosophischer‹ Roman gibt ein farbiges Porträt der zwanziger Jahre – vom Swing bis zum Börsenkrach. Ein junger Amerikaner protestiert, indem er sich entzieht; sein Trip führt ihn über Europa und Indien zurück nach Chicago und zu einer neuen Lebenshaltung und wird so zum Protokoll einer von Arbeit, Erfolg und Amüsement gehetzten Gesellschaft – und einer verwirklichten Alternative.

von Persephone Haasis

Manchmal geht das große Glück einen kleinen Umweg ...Nathalie ist fassungslos, als ihr Freund sich per Postkarte von ihr trennt. Wütend reist sie ihm nach Frankreich hinterher, um ihn zur Rede zu stellen. Doch nach einer Autopanne landet sie stattdessen auf einem idyllischen Hof in der Provence. Sofort ist sie fasziniert vom herrlichen Kräutergarten, den schönen Aprikosenhainen – und dem mürrischen, aber attraktiven Hofbesitzer Felix. Als Nathalie erfährt, dass der Hof finanzielle Probleme hat, hat sie eine Idee: Sie beginnt mithilfe des Kräuterbuchs von Felix' Großmutter, himmlische Cremes und duftende Öle aus Aprikosen und Kräutern herzustellen. Aber kann sie damit auch Felix' Herz gewinnen?

von Sandy Nell

›ALEJANDRO‹, wie es in sein Namensschild hinter der Frontscheibe eingeprägt ist, ist ein leidenschaftlicher Fernfahrer im internationalen Fernverkehr, regelmäßig bereist er die iberische Halbinsel. Der Autor begleitet den Fernfahrer aus Leidenschaft, durch zahllose wahre und überlieferte Erlebnisse rund um die internationalen Touren. Es sind Geschichten von Raubüberfällen bis zum Mord an unliebsamen Zeugen, Situationen zwischen Leben und Tod, von purer Lust am Leben und trüben Momenten, von Sekundenschlaf und totaler Übermüdung. Das Leben auf der Straße, unverblümt und ungeschönt. Bereits als Jugendlicher hatte er eine klare Vorstellung von einem glücklichen Familienleben. Von einer warmherzigen Frau, von drei Kindern, am liebsten alles Mädchen, träumt er seither. Dafür würde er seinen Job jederzeit an den Nagel hängen, das weiß er ganz genau. Im spanischen Albacete lebt die Unternehmers-Tochter Felicia mit ihrer dreijährigen Tochter Pepita. Sie ist unabhängig und intelligent, nach außen wirkt sie selbstbewusst. Im damaligen Spanien, der Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts, genießen Frauen mit unehelichen Kindern geringes Ansehen und haben es schwer einen Mann zu finden, zu groß sind Vorurteile und der Einfluss der katholischen Kirche. Feli, wie sie überall liebevoll genannt wird, ist eine bildhübsche, groß gewachsene junge Frau, doch hat sie es mit ihrer Körpergröße von 1,85 Metern schwer einen passenden Partner zu finden. Sie sehnt sich nach einem Ehemann und Papa für ihre Tochter, mit dem beide durch dick und dünn gehen können, einen Mann, mit dem sie bis an ihr Lebensende lachen und weinen kann. Sind dies nur Wunschträume oder gibt es da draußen tatsächlich ein solches Exemplar? Sie lächelt ihn mit großen Augen an, nein es ist kein normales Lächeln, es ist anders, ihre Augen beginnen zu glänzen und zu funkeln. Ihre Blicke treffen ihn genau in sein Herz. Sein Herz schlägt schneller. Er erwidert ihr Lächeln mit einem freundlichen nicken und strahlt sie dabei an. »Nicht zu lange anschauen, schnell woanders hinsehen, sonst glaubt sie noch ich würde sie anstarren«, schießt es ihm durch den Kopf. Felicia erwidert das Lächeln des Camioneros. Ihr Magen scheint sich zu drehen, sie hat ein Kribbeln in ihrem Bauch, »Was ist los mit mir? Ist er es, ist es der, auf den ich gewartet habe?« Feli hat das Gefühl ihren Verstand zu verlieren, das Herz schlägt bis hinauf in ihren Hals, sie blickt erneut nach draußen, er unterhält sich mit Pedro, dem Lageristen, »Los, schau bitte noch einmal zu mir, bitte, bitte!« Als er sich wieder zu ihr hingewendet hat, hatte sie ihren Kopf bereits erneut auf ihren Schreibtisch gerichtet. Sofort springt sein Kopfkino an, es sind Bilder rund um ein Familienleben, er sieht sich, die wunderschöne Lady und eine kleine Horde Kinder, genau wie in seinen zahllosen Träumen. Alexander fängt sich wieder und wischt die Bilder so schnell weg, wie sie aufgekommen sind. »Hör auf zu träumen«, ruft er sich zur Besinnung. »In einer halben Stunde bist du hier weg und wirst nie mehr zurückkommen«. Er dreht sich erneut zu ihr, sie blickt ihm freudig in seine klaren Au-gen, er lächelt zurück, es ist ein Lächeln, das Felis Herz schmelzen lässt. Sie kann keinen klaren Gedanken fassen. Sie steht auf und läuft schnell nach nebenan in Mamas Büro, sie hat es eilig. Maria fragt, ob der Camionero ein Deutscher sei, dass die Ladung aus Alemania kommt, hat sie bereits an den Behältern gesehen. Ihr Lagerist meint, »Ich glaube schon«.

von Kutsushita Nugiko

Nach einem Brand in ihrer Tokyoter Wohnung steht das Leben von Fotografin Aki auf dem Kopf. Wie soll es jetzt weitergehen? Lediglich ihre Kamera ist heil geblieben und so beschließt sie, das Unglück als Neuanfang zu nutzen: Sie zieht nach Deutschland, dem Herkunftsland ihres Kameraobjektivs. Erdbeerstände, Döner, Pfandsystem, Sommerurlaub mit Bouldern oder Flohmarkt auf dem Boxhagener Platz – ihre neue Wahlheimat Berlin zeigt sich von ihrer besten Seite. Der Perspektivwechsel hilft der farbenblinden Aki, ihr Leben in neuem Licht zu sehen und schlussendlich sogar (vielleicht?) sich selbst zu finden.

von Antonio Muñoz Molina

Ein poetischer Roman über das Erinnern und Vergessen.Schon als Junge sehnt sich Manuel danach, so bald wie möglich aus seinem provinziellen andalusischen Heimatort Mágina in die Metropolen der Welt, nach Madrid, Paris, New York oder San Francisco, zu verschwinden. Jahre später begegnet er auf einem Kongress der schönen Nadia, folgt ihr nach New York und sieht sich bereits am Ziel seiner Träume. Doch es stellt sich heraus, dass Nadia ebenfalls mit seiner Heimat Mágina verbunden ist. Gemeinsam vertiefen sie sich in die Geschichte ihrer Stadt, zu der sich Manuel letztlich mehr und mehr zurücksehnt …

von Christina Fonthes

Bijoux wird nach Unruhen in Kinshasa als Teenager zu ihrer Tante Mira nach London geschickt. Hier verliebt sie sich zum ersten Mal – in eine Frau. Vor ihrer religiösen Tante muss sie das verbergen, doch sie ahnt nicht, dass auch diese ein Geheimnis vor ihr hat: den wahren Grund dafür, dass sie vor vielen Jahren von Afrika nach Europa kam, in ein Land, in dem sie sich immer noch nicht zu Hause fühlt. Bijoux weiß: So wie Tante Mira will sie nicht enden. Und trifft eine Entscheidung.

von Roberta Recchia

Vom Wagnis, sich mit dem Leben zu versöhnen Was passiert mit einer Familie, in der einer etwas Schlimmes tut? Luca Nardulli wächst behütet auf in Torre Domizia, einem kleinen Ferienort an der italienischen Küste. Im Sommer verliebt er sich zum ersten Mal, in Betta. Und er bewundert seinen großen Bruder Maurizio über alles. Doch dann erfährt er, dass ausgerechnet Maurizio schuld ist am Tod von Betta. Lucas Welt bricht auseinander. Wem kann er noch vertrauen? Darf er je wieder das Wagnis eingehen zu lieben? Nur dann, das spürt er, wird es wieder schöne Tage geben – für ihn und die ganze Familie.  Der bewegende Roman der italienischen Bestsellerautorin - mit dem Flair eines italienischen Spätsommerabends. Ein Wiedersehen mit dem schönen Setting des Erfolgsromans »Endlich das ganze Leben« und völlig eigenständig zu lesen.

von Marleen Reichenberg

Marie übt ihren Beruf als Weddingplanerin mit Hingabe aus. Sie glaubt an die wahre Liebe und bereitet mental ihre eigene Hochzeit mit ihrem Freund Oli vor.David ist erfolgreicher Scheidungsanwalt und lässt sich aufgrund seiner beruflichen Erfahrungen auf keinerlei feste Beziehungen ein. Was aber nicht heißen soll, dass es ihm an weiblicher Gesellschaft mangelt.Als die beiden unfreiwillig nähere Bekanntschaft machen, ist für Marie sonnenklar:Aufgrund ihrer völlig gegensätzlichen Lebensauffassungen ist zwischen ihnen nicht einmal eine lose Freundschaft möglich, ganz zu schweigen von anderen Dingen.Leider sorgen jedoch unvorhergesehene Ereignisse dafür, dass sich beide ständig über den Weg laufen und das Schicksal lacht sich ins Fäustchen ...