Empfehlungen basierend auf "Kalevala: Eine Sage aus dem Norden"

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von Kiran Millwood Hargrave

Vardø, Norwegen am Weihnachtsabend 1617. Maren sieht einen plötzlichen, heftigen Sturm über dem Meer aufziehen. Vierzig Fischer, darunter ihr Vater und Bruder, zerschellen an den Felsen. Alle Männer der Insel sind ausgelöscht – und die Frauen von Vardø bleiben allein zurück.

von Tove Ditlevsen

»Die Beiläufigkeit, mit der sie sich beschreibt, selbst ihre Abstürze und Psychosen, ihre feinziselierten, wie hingetupften Beobachtungen – alles von einer unwiderstehlichen, soghaften Intensität.«

von Sigrid Undset

Die Geschichte von Vigdis und Viga-Ljot könnte heute kaum relevanter sein, obwohl sie vor über hundert Jahren veröffentlicht wurde. Eindrücklich beschreibt die Literaturnobelpreisträgerin Sigrid Undset das Ringen der schillernden jungen Vigdis um Emanzipation und Gerechtigkeit im von Männern und Gewalt dominierten Norwegen der Wikingerzeit.Als der Isländer Ljot den Hof ihres Vaters besucht, verliebt sich Vigdis in den impulsiven Fremden. Ljot aber will nicht auf ihre Entscheidung warten und vergewaltigt sie. Den Sohn, den Vigdis neun Monate später zur Welt bringt, zieht sie allein groß. Auf sich gestellt kämpft sie um ein autonomes Leben – und die Ehre ihrer Familie. Wütend trotzt sie den unzähligen Widerständen, denen sie im patriarchalen System ihres Heimatlandes ausgesetzt ist, und stellt sich nicht nur ihrem Vergewaltiger, sondern auch den Mördern ihres Vaters mutig entgegen.Ein Klassiker der norwegischen Literatur in eleganter Neuübersetzung von Gabriele Haefs.Mit einem Vorwort von Kristof Magnusson

von Ann-Helén Laestadius

Die unvergessliche Geschichte eines Sámi-Mädchens, das in einer im Verschwinden begriffenen Welt für seinen Platz im Leben kämpft. Ein Roman, so fesselnd und bezaubernd wie die schneebedeckte Weite, in der er spielt.Die Sámi Elsa ist neun Jahre alt, als sie allein Zeugin des Mordes an ihrem Rentierkalb wird. Der Täter zwingt sie, zu schweigen. Sie kann nichts tun und fühlt sich doch schuldig, gegenüber ihrer Familie und allen, die ihr nah sind, denn wieder einmal sieht die Polizei keinerlei Anlass, in einem Verbrechen zu ermitteln. Elsas Rentier gilt schlicht als „gestohlen“. Als die Bedrohung der Sámi und ihrer Herden dramatisch zunehmen und auch Elsa selbst ins Visier des Haupttäters gerät, findet sie endlich die Kraft, sich ihrer lange unterdrückten Schuld, Angst und Wut zu stellen. Aber wird sie etwas ausrichten können gegen die Gleichgültigkeit der Behörden und die Brutalität der Täter? »Was immer Sie sonst noch im Leben vorhaben: Diesen Roman müssen Sie lesen!« Dagens Nyheter

von Smilla Johansson

Die Freiheit ruht tief in dir, du musst ihr nur die Tür öffnen. Als Linea ein Gespräch zwischen ihrem Ziehvater und dem Jarl von Skogbyen belauscht, erfährt sie, dass ihr bisheriges Leben im Wikingerdorf eine einzige Lüge war und sie dem grausamen Anführer versprochen werden soll. Linea will frei sein, selbst über ihr Leben bestimmen und sich nichts vorschreiben lassen, doch es ist nicht leicht, als Frau unter Wikingern zu bestehen. Sie braucht die Hilfe ihrer Freunde, denn die Intrigen, die sich um sie spinnen, sind gewaltiger, als sie jemals geglaubt hat. Wird es ihr gelingen, ihre Freiheit zu erkämpfen? Und wieso hat der Jarl überhaupt ein solches Interesse an ihr?

von Joachim B. Schmidt

Jón hat genug von seiner komplizierten Familie, der Last der alten Tragödien, dem isländischen Landleben. Er will weg und flüchtet sich in ein Medizinstudium im fernen Hamburg. Als seine Mutter im Sterben liegt, kehrt er nach Island zurück, nur um festzustellen, dass die Vergangenheit dort auf ihn gewartet hat. Auf dem abgeschiedenen elterlichen Hof im Hinterland der Mývatnssveit erstehen die Geister seiner Kindheit vor ihm, und es kostet ihn allen Mut, sich ihnen endlich zu stellen.

von Vigdis Hjorth

Eine Frau läuft durch den Wald. Eigentlich bereitet sie sich auf einen Marathon vor, aber getrieben ist sie von etwas anderem. Alles, was sie vergessen will, kehrt zu ihr zurück, und so nähert sie sich Atemzug für Atemzug dem sechzehnjährigen Mädchen, das sie einmal gewesen ist. Der erste Kuss auf einer Party. Der erste überwältigende Rausch, der den Körper so leicht werden ließ. Die Mutter, die mit Argusaugen über sie wacht und ihren unbändigen Lebenshunger kontrolliert. Der Vater, der sich immer weiter distanziert.In ihrem neuen Roman, der mit dem wichtigsten Literaturpreis Norwegens, dem Kritikerpreis, ausgezeichnet wurde, kehrt Vigdis Hjorth zu ihren großen Lebensthemen zurück: Sie erzählt vom schmerzhaften Kampf einer jungen Frau gegen das Geheimnis einer Familie, vom Ringen um die eigene Wahrheit und davon, dass manche Erinnerung einen so lange heimsucht, bis neues Erkennen möglich ist. Ein essenzielles, universelles Buch von der bedeutendsten Gegenwartsautorin Norwegens.

von Lars Mytting

Butangen, ein Dorf in der Mitte Norwegens, 1880: Generationen zuvor wurden in der Bauernfamilie Hekne siamesische Zwillingsmädchen geboren. Zu ihrem Andenken wurden für die 1170 erbaute Stabkirche des Orts zwei Glocken gestiftet, denen man hellseherische Zauberkräfte zuschrieb. Das Leben auf dem Land ist perspektivlos hart, Aberglaube allgegenwärtig. Jahrzehnte später soll die marode gewordene Kirche an Interessenten in Dresden verkauft und an ihrer Stelle ein moderner Bau errichtet werden. Ein deutscher Architekturstudent soll den Abbau überwachen. Doch die kluge und wissbegierige junge Astrid Hekne kämpft um die Glocken und verliebt sich dabei in den Studenten. Astrid wird mit Zwillingen schwanger. Da hört sie mit einem Mal die Glocken läuten. Der norwegische Bestsellerautor (hier zuletzt "Die Birken wissen's noch"), beschreibt grossartig und einfühlsam eine Zeit des Aufbruchs, in der christlicher Glaube und heidnische Mythen sich endgültig voneinander abspalten. Der ergreifende Roman, Beginn einer Familiensaga und Teil 1 einer Trilogie, ist in Norwegen ganz oben auf der Bestsellerliste

von Lars Saabye Christensen

Was hören wir, wenn wir der Stadt lauschen? Welche Spuren hinterlässt sie in uns? Wer ist am anderen Ende, wenn wir telefonieren? Kennen wir die, die an der Straßenecke stehen, verzaubert von den Lichtern und Geräuschen der Stadt? Lars Saabye Christensens Roman spielt im Oslo der Nachkriegszeit - er erzählt darin auf berührende, süchtig machende Weise von den Sehnsüchten und Nöten seiner Bewohner, deren Schicksal unauslöschlich mit der Stadt und den Straßen, in denen sie leben, verwoben ist.

von Jona Dreyer

»Ich gebe dich nicht auf. Niemals. Wenn man jemanden wirklich liebt, wird einem die Last nicht zu schwer.« Halvor war einst der Größte und der Mächtigste von allen. Aber als er den Mann, den er liebt, endgültig an einen anderen verliert, gibt er alles auf: seine Macht, sein Königreich und sogar seinen Namen. Als einsamer Wanderer zieht er fortan durch die Nordinsel seines zerfallenden Königreichs, bis er auf eine Gruppe von Rebellen unter einem Anführer trifft, der allen nur als der schwarze Ronin bekannt ist. Fasziniert von diesem schließt er sich der Gruppe an, die für die Unabhängigkeit der Nordinsel kämpft. Doch es geht um weit mehr als das: Es entbrennt ein erbitterter Kampf um Liebe, Freiheit und Vergebung, denn der Wanderer trägt seine Vergangenheit und einen grausamen Fluch wie eine unsichtbare Last mit sich. Kann Ronin ihm helfen, diese zu schultern? Oder wiegt all das, was bereits geschehen ist, am Ende doch zu schwer?DAS BLUT DES SILBERNEN WANDERERS ist ein Spin-Off aus ANEIRYN und kann unabhängig davon gelesen werden. Vorkenntnisse aus ANEIRYN sind zwar durchaus hilfreich, aber nicht erforderlich zum Verständnis des Romans.