Format:Softcover

Larry, ein atheistischer Jude aus Brooklyn, ist nach dem Tod seines geliebten Vaters ein einziges Nervenbündel. Nach dem jüdischen Gesetz muss er elf Monate lang das Kaddisch für seinen Vater beten. Fieberhaft sucht er nach einem Ausweg – und findet ihn, wie so vieles, im Internet, bei der Website kaddish.com. Ein frommer Jeschiwa-Schüler in Jerusalem wird das Trauergebet für seinen Vater sprechen, während Larry so weitermachen kann wie bisher … »Eine übermütige, warmherzige Geschichte über Glaube, Identität und Familie.« (Financial Times)

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
240 Seiten • Softcover
Erschienen an: October 11, 2021

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Aktuelle Rezensionen(1)

4.0(1 ratings)
VanessiRezension von Vanessi

Once again – der Klappentext hat mich im Stich gelassen! Ich hab etwas ganz anderes erwartet, war am Ende aber nicht enttäuscht. Nachdem Schuli (vormals der Larry aus dem Klappentext) zurück zur Religion gefunden hat macht es ihn ganz wahnsinnig, dass er seine Sohnespflicht, das Kaddisch für seinen toten Vater zu sprechen, an eine Internetseite abgetreten hat und versucht ganz verzweifelt sie zurückzubekommen. Allerdings ist das schwieriger als zuerst vermutet und er macht sich letztlich sogar auf nach Jerusalem… Ich kenne ein paar der Basics was das Judentum angeht, bin aber bei weitem nicht so bewandert, wie das Buch es voraussetzt. Was ist ein Kaddisch? Keine Idee. Im Buch gibt es zwar ein Glossar, aber das hat mich auch nur unzureichend informiert. Wer sich also für das Buch interessiert, sollte im besten Fall kein Judentum-Noob sein, oder sich wenigstens darauf vorbereiten, den ein oder anderen Begriff nachzuschlagen. ich hab bis jetzt ein paar Romane gelesen, die einen jüdischen Twist hatten und ich hab sie alle gerne gelesen. „kaddish.com“ war jetzt allerdings die erste Geschichte zum jüdischen Glauben hin und das fand ich spannend. Am Anfang des Buches haben wir Larry, der sich vom Glauben losgesagt hat und am Ende haben wir Schuli, der so fest an etwas glauben kann, dass er diesem Glauben alles andere unterordnet. Wenngleich ich so einen tiefen Glauben nur bedingt nachvollziehen kann und ich es zweitweise schon ein bisschen gruselig fand wie weit Schuli für diesen Glauben zu gehen bereit war und wie gefangen er in seiner selbst auferlegten Aufgabe war, war es auf der anderen Seite sehr anschaulich und nachvollziehbar von Nathan Englander geschrieben. Ich mochte den Jist der Geschichte – es ist in Ordnung sich selbst zu vergeben, der Glaube sollte nicht dazu da sein dich einzuengen und ein paar Glasdildos hier und da können auch der ernstesten Geschichte nicht schaden. ich hab ein bisschen was anderes erwartet und ich gebe hier dem Klappentext die Schuld, aber es war ein gutes Buch, das ich gerne gelesen habe 🙂

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