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»Die Beiläufigkeit, mit der sie sich beschreibt, selbst ihre Abstürze und Psychosen, ihre feinziselierten, wie hingetupften Beobachtungen – alles von einer unwiderstehlichen, soghaften Intensität.«

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
154 SeitenHardcover
Erschienen an: February 15, 2021

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Aktuelle Rezensionen(6)

4.2(76 ratings)
'ThushaRezension von 'Thusha

Nach 𝘒𝘪𝘯𝘥𝘩𝘦𝘪𝘵, das mich tief berührt und sprachlos zurückgelassen hat, waren meine Erwartungen an 𝘑𝘶𝘨𝘦𝘯𝘥 entsprechend hoch. Leider konnte mich der zweite Band nicht auf dieselbe Weise erreichen. Auch hier schreibt Tove Ditlevsen mit einer beeindruckenden Ehrlichkeit. Sie beschönigt nichts und macht sichtbar, wie sehr patriarchale Erwartungen das Denken und Leben junger Frauen prägen. Gerade deshalb ist das Buch für mich weniger eine Bestätigung dieser Rollenbilder als vielmehr eine schonungslose Darstellung davon, wie tief sie verinnerlicht werden können. Dennoch fiel es mir schwer, eine Verbindung zur Protagonistin aufzubauen. Während mich in 𝘒𝘪𝘯𝘥𝘩𝘦𝘪𝘵 ihre Andersartigkeit und ihr Wunsch, sich nicht zu verstellen, tief berührt haben, hatte ich in 𝘑𝘶𝘨𝘦𝘯𝘥 oft das Gefühl, dass sich ihre Gedanken immer wieder um Männer, Liebe und Anerkennung drehen. Ich verstehe, dass genau darin die Kritik des Buches liegt – und doch war es für mich eine frustrierende Leseerfahrung. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich mich selbst nie über die Aufmerksamkeit oder Liebe eines Mannes definiert habe. Dadurch blieb mir vieles emotional fremd. Immer wieder gab es Momente, in denen ich mich in der Protagonistin wiedererkannte, doch sie wurden für mich von den gesellschaftlichen Erwartungen überschattet, die das gesamte Buch durchziehen. Besonders bedrückend fand ich die Atmosphäre. Fast jede Seite erinnert daran, wie eingeschränkt die Möglichkeiten von Mädchen und Frauen waren und wie selbstverständlich Frauenfeindlichkeit den Alltag bestimmte. Das hat mich wütend gemacht – nicht auf das Buch, sondern auf die Realität, die es so ungeschönt zeigt. Literarisch ist 𝘑𝘶𝘨𝘦𝘯𝘥 zweifellos stark und als Zeitdokument sowie feministische Gesellschaftskritik sehr wertvoll. Persönlich hat es mich jedoch deutlich weniger berührt als 𝘒𝘪𝘯𝘥𝘩𝘦𝘪𝘵. Vielleicht gerade deshalb, weil ich die Gedankenwelt der Protagonistin zwar nachvollziehen, aber nur selten nachempfinden konnte.

KarinRezension von Karin

…eine Stimme, deren Kraft wie Dynamit ist.

Lena BickelRezension von Lena Bickel

2,5 Sterne. Dieses Buch auch endlich mal zuende gelesen. Ich hab schon öfter gehört, dass der erste Teil viel besser sein soll und hätte eher nach Reihenfolge gehen sollen tbh. Das Buch ist vom Schreibstil her angenehm zu lesen und ich find das Thema auch sehr schön (Coming of age + sich als Frau in einer Männerdominierten Arbeitswelt durchsetzen + Träume verwirklichen). Allerdings war es mir zu wenig Einblick in ihre Gedanken und Seelennöte. Was waren ihre Bedürfnisse? Das Buch bietet leider wenig Introspektion der Hauptfigur.

Franziska GieseckeRezension von Franziska Giesecke

Kann von Tove nicht genug kriegen. Habe jetzt die ganze Trilogie gelesen und muss sagen, dass es fast interessanter ist rückwärts zu lesen. Ich hab’s geliebt sie immer ein Stück besser kennenzulernen und muss gestehen, dass sie eine der wenigen Autorinnen ist, die ihre nervigen Seiten mit so viel Selbstverständnis aufzeigen kann.

Lena SchalentierRezension von Lena Schalentier

Eine der Pionier*innen der Autobiografien, die Klassenfragen mit persönlichen Geschichten verweben. Die Trilogie lohnt sich insgesamt.

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