Linus ist 31, als er das erste Mal laut ausspricht, ein Mann und trans zu sein. Dabei weiß er das seit seinem sechsten Lebensjahr. Doch die Sorge darüber, wie sein Umfeld reagieren könnte, hat ihn lange schweigen lassen. Mit diesem Satz - «Ich bin Linus» - beginnt sein neues Leben. Ein Leben, das nicht mehr von Scham, sondern von einem Gefühl der Befreiung geprägt ist. Obwohl er sich fast täglich aufs Neue erklären muss: beim Arzt, beim Friseur, beim Umgang mit Fremden. Offen erzählt Linus von seiner zweiten Pubertät, bürokratischen Hürden, positiven wie negativen Reaktionen - und dem unglaublichen Glücksgefühl, als er endlich einen Personalausweis mit seinem Namen in den Händen hält.
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Ich bin Linus. Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war
von Linus Giese
Linus ist 31, als er das erste Mal laut ausspricht, ein Mann und trans zu sein. Dabei weiß er das seit seinem sechsten Lebensjahr. Doch die Sorge darüber, wie sein Umfeld reagieren könnte, hat ihn lange schweigen lassen. Mit diesem Satz - «Ich bin Linus» - beginnt sein neues Leben. Ein Leben, das nicht mehr von Scham, sondern von einem Gefühl der Befreiung geprägt ist. Obwohl er sich fast täglich aufs Neue erklären muss: beim Arzt, beim Friseur, beim Umgang mit Fremden. Offen erzählt Linus von seiner zweiten Pubertät, bürokratischen Hürden, positiven wie negativen Reaktionen - und dem unglaublichen Glücksgefühl, als er endlich einen Personalausweis mit seinem Namen in den Händen hält.
Aktuelle Rezensionen(6)
woW. wow. Wow. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Dieses Buch… Linus Lebensgeschichte zuzuhören… Es war einfach so unglaublich bereichernd und augenöffnend. Und für mich als queerer nicht-binärer Mensch ein ganz ganz großer Mutmacher! Und noch dazu war es auf eine Art und Weise geschrieben, die mich in den Bann gezogen hat und es war nie langweilig, sondern immer äußerst interessant und spannend. Danke Linus für das Teilen deiner Geschichte <3 Ganz große Leseempfehlung!
offe & bewegend
Ganz offen, das Thema Transidentität verunsichert mich schon etwas länger. So viele Fragen, einige Zweifel und vielleicht auch Vorurteile. Genau deshalb habe ich dieses Buch gelesen. „Ich bin Linus“ hat es geschafft, mich zum Nachdenken zu bringen. Ganz ohne mich zu belehren. Die Geschichte von Linus ist ehrlich und er macht sich unglaublich verletzlich. Ich habe sehr mit ihm mitgefühlt. Seine Freude über die ersten Barthaare oder die erste Testosteron-Spritze war echt ansteckend. Oft hat mich seine Geschichte aber auch sehr traurig gemacht. Auch wenn ich das Thema selbst nicht vollständig verstehen kann, hat mir Linus gezeigt, dass Emphatie und Akzeptanz manchmal wichtiger sind als es zu 100% zu Verstehen. Er ist so ein liebenswerter Mensch, und was er durchmachen musste, tat mir wirklich sehr weh beim Lesen. Hass, Hetze, Menschen, die ihn auf der Arbeit aufsuchen, nur um ihn fertigzumachen. Er leidet selbst Jahre später noch unter diesen traumatischen Folgen. Das Buch hat bei mir bewirkt, was ich mir erhofft habe. Mehr Verständnis. Trotzdem bleiben auch nach wie vor viele Fragezeichen.
Eine Erfahrung zu teilen mit Menschen, die absolut keine Berührungspunkte mit dem jeweiligem Thema haben, ist nicht so ohne! Linus schafft es mit seinem Werk Mikro Aggressionen zu erfassen und zu verdeutlichen wie wichtig es ist hinter sich selbst zu stehen. Habs geliebt. Und mehr kann ich zu diesem Buch nicht sagen. Es sind Erfahrungen, die man teilt und da eine Meinung zu haben, ist super schwierig. Könnte eine Schullektüre sein!
Linus habe ich tatsächlich vor ein paar Jahren durch seine ehemalige WG-Mitbewohnerin Jasmin Schreiber (Autorin von “Mariannengraben”) entdeckt. Auch hier war ich super gespannt, als ich hörte, dass er ein Buch veröffentlichen wird, da ich sein Leben bis dato auf Twitter verfolgt und immer mal ein wenig mitbekommen habe. Ich hatte bisher noch nichts Ausführliches zu dieser Thematik gelesen, sondern immer nur Zeitungsartikel und Co., und habe mich demnach sehr gefreut, dass dieses Buch geschrieben wurde und ich nun alle wichtigen Fakten gebündelt in einem Buch habe. Zum Buch: Es ist einfach fucking ehrlich. Es wird jedes Thema angesprochen. Wirklich jedes. Und man lernt dabei so viel. Und in den Punkten, wo ich auch mitreden kann, stimme ich Linus absolut zu! In einem Kapitel sagt er zum Beispiel, dass er es schade findet, dass viele Menschen es nicht einsehen, ihre Sprache anzupassen und Sätze anders zu formulieren. Er gibt an vielen Stellen sogar Hilfestellungen für andere Formulierungen. Ich sehe das so wie Linus und finde es auch super schade, dass sich so viele Personen dagegen wehren, da ich finde, dass es kein sonderlich großer Kraftakt ist, die eigene Sprache anzupassen und neu zu denken um keine anderen Menschen zu verletzen. Ich bin der Meinung, wir sollten alle etwas flexibler werden, was die Sprache angeht. Und es ist vollkommen okay, dabei Fehler zu machen, solange man bereit ist dazuzulernen. “Man lernt nie aus” und so. Außerdem finde ich es super cool, dass er einfach alles erklärt. Man muss überhaupt nicht nachschlagen, was eine bestimmte Sache bedeutet und dadurch ist man nicht peinlich berührt, weil man mal etwas nicht weiß. Alles (Fremdwörter oder bestimmte Begriffe) wird in neutralem “Ton” erläutert und auch dadurch lernt man wahnsinnig viel Neues. Ich mag das Buch und werde es wohl noch oft zum Nachschlagen von Themen in die Hand nehmen. Linus leistet mit diesem Buch tolle Bildungsarbeit und ich hoffe, dass viele Menschen die Möglichkeit haben, dieses Buch zu lesen, sich weiterzubilden und über ihre Privilegien nachzudenken. Es ist noch sehr viel zu tun, aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg P.S. Aber können wir mal bitte darüber sprechen, wie schwierig es war dieses Buch zu finden?? Ich war mindestens in 6 verschiedenen Buchhandlungen und hab es erst in einer komplett anderen Stadt finden können.