4.0

Heul doch nicht, du lebst ja noch

von Kirsten Boie

Format:Hardcover
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Von einem Leben nach den Schrecken des Krieges. Hamburg, Juni 1945: Die Stadt liegt in Trümmern. Mittendrin leben Traute, Hermann und Jakob. Der nennt sich allerdings Friedrich, denn niemand soll erfahren, dass er Jude ist. Als Hermann ihm dennoch auf die Spur kommt, will er nichts mehr mit Jakob zu tun haben. Schuld, Wahrheit, Angst und Wut sind die zentralen Themen dieses Buchs, dessen jugendliche Hauptfiguren durch die Schrecken des Krieges und der Naziherrschaft miteinander verbunden sind. Und für die es doch immer wieder Lichtblicke gibt. Nach Dunkelnacht ein neuer Roman der Erfolgsautorin über Menschlichkeit und Hoffnung. Jugendbuch ab 13 Jahren für Fans historischer Ereignisse. Kirsten Boie schreibt mit viel Gefühl über die Kinder der Nachkriegszeit. Der spannende und berührende Nachfolger von Dunkelnacht. Ein großes Thema, zu dem Kirsten Boie anlässlich des 75. Jahrestags nach Kriegsende im Mai 2020 inspiriert wurde. Kindheit und Jugend sind schwer genug, in Nachkriegszeiten müssen die Helden des Romans erst wieder lernen, was es heißt, zu vergeben und füreinander da zu sein. Das Jugendbuch erzählt, was Frieden in den ersten Wochen nach dem Krieg bedeutete.  

Historische Romane
192 SeitenHardcover
Erschienen an: January 8, 2022

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Aktuelle Rezensionen(2)

4.0(13 ratings)
Johanna Rezension von Johanna

4⭐️ - Unglaublich schwere und traurige Thematik, denn nur weil der Krieg vorbei ist, ist noch lange nicht alles gut. Kirsten Boie hat genau die richtigen Worte gefunden - jedoch hat mir an einigen Stellen etwas Tiefgang gefehlt.

sahihi1234Rezension von sahihi1234

Ein kurzweiliger Einblick in die Zeit unmittelbar nach der Kapitulation Deutschlands im Zweiten Weltkrieg. "Heul doch nicht, du lebst ja noch", geschrieben von Kirsten Boie, erzählt aus Kindersicht, wie es in Deutschland, nach der Kapitulation des Zweitem Weltkriegs, zuging. Inhalt: Drei Jugendliche im zerbombten Hamburg unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs: Jakob, der sich in den Ruinen versteckt, weil seine jüdische Mutter deportiert worden ist. Traute, die ihren verschollenen Freundinnen nachtrauert und sich nach Alltag und Schule sehnt. Und Hermann, der sich um seinen versehrten Vater kümmern muss und sich deshalb seiner Zukunft beraubt sieht. Können sie die Kraft aufbringen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen? (Klappentext) Die Charaktere: Zum einen haben wir Jakob, dessen Vater bei einem Arbeitsunfall verstarb und die Mutter nach Theresienstadt deportiert worden ist. Er musste sich als Halbjude im Krieg ständig versteckt halten und hat deshalb nie mitbekommen, dass der Krieg irgendwann vorbei ist. Für ihn beginnt eine verwirrende Zeit, da er nicht weiß, was für Rechte für ihn gelten und ob er sich immernoch versteckt halten muss. Zudem weiß er nicht, wie er sich versorgen und überleben soll. Dann ist da noch Hermann, ein ehemaliger HJ-Führer, der von dem nationalsozialistischen Gedankengut noch nicht weggekommen ist. Er schimpft die ganze Zeit über die Besatzer, die Hamburg nun kontrollieren und macht oberflächlich gesehen auch keinen sympathischen Eindruck. Beim Lesen seiner Geschichte erfährt man jedoch, dass seine eher gemeine Grundhaltung nur ein Schutzmechanismus ist, da er selbst große Probleme Zuhause hat. Sein Vater hat keine Beine mehr und Hermann muss ihn ständig auf die Toilette und zurück schleppen. Er realisiert, dass es für ihn keine Zukunft gibt, da er sich ein Leben lang um seine Vater kümmern muss. Und zu guter letzt ist da noch Traute, die eine nicht wirklich große Rolle in der Geschichte spielt. Sie ist die Tochter eines Bäckers und ist sehr einsam, da sie weder in die Schule gehen, noch mit ihren Freundinnen spielen kann. Ihre Wohnung muss sich ihre Familie mit einer weiteren Familie teilen, die aus dem Osten geflohen ist und Traute ist davon überhaupt nicht begeistert. Alle Charaktere waren gut ausgearbeitet und haben ihren Beitrag zur Geschichte geleistet. Durch sie erfährt man mehr, wie die Zustände damals in Deutschland waren aus verschiedenen Perspektiven, wie beispielsweise die Sichtweise eines Jungen, der sich permanent verstecken musste oder ein Junge, der aktiv im nationalsozialistischen Regime tätig war. Der Schreibstil: Ich persönlich musste ein wenig in den Schreibstil reinkommen, auch wenn ich vor einiger Zeit schonmal ein Buch der Autorin gelesen habe. Dennoch war ich nach einiger Zeit drin und konnte der Geschichte gespannt folgen. Ich finde, dass Kirsten Boie eine ganz eigene Weise hat zu schreiben und dass ich diese auch überall wiedererkennen würde. Das Buch ist aus allen drei Perspektiven geschrieben, jedoch nicht aus der 1. Person, sondern aus der 3. Person. Die Gestaltung: Ich denke, dass das Cover des Buches zu der Geschichte, wie die Faust aufs Auge passt. Man sieht darin die Hoffnungslosigkeit der Kinder, die komplett von Trümmern umgeben sind. Zudem ist die Schrift recht groß und die Kapitel sind sehr kurz, was ich sehr gut finde. Außerdem befindet sich ganz hinten noch eine Übersicht mit Begriffen, die dort erklärt werden, was ich richtig gut finde, da ich dort auch einige Worte nachschlagen konnte, die ich noch nicht kannte. Fazit: "Heul dich nicht, du lebst ja noch" von Kirsten Boie ist ein Buch, welches aus Kindersicht authentisch erzählt, wie Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg funktioniert oder eben nicht funktioniert hat. Hierbei begleiten wir 3 Jugendliche, die alle mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben und die mit ihrer eigenen persönlichen Geschichte einen Teil zum Gesamtbild dazugeben. Ich kann das Buch sehr empfehlen vor allem für Leute, die anfangen wollen historische Bücher zu lesen, da dass Buch vom Umfang sehr überschaubar ist und für Menschen, die sich einen Überblick über die damalige Zeit verschaffen wollen.

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