Der Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Er überlebt nach dem Motto: Nichts hören, nichts sehen – sich raushalten. Ihn interessiert nur das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung und wunderbare Produktivität. Eines Frühlings bricht er auf: Er will die Bienen in eine Gegend bringen, wo sie wieder in Ruhe Nektar sammeln können.
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Graue Bienen: Roman
von Andrej Kurkow
Der Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Er überlebt nach dem Motto: Nichts hören, nichts sehen – sich raushalten. Ihn interessiert nur das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung und wunderbare Produktivität. Eines Frühlings bricht er auf: Er will die Bienen in eine Gegend bringen, wo sie wieder in Ruhe Nektar sammeln können.
Aktuelle Rezensionen(2)
Ein ganz anderer Einblick in den Ukraine-Russland-Krieg. Ich musste mich oft daran erinnern, dass diese Geschichte nicht vor 100 Jahren spielt sondern irgendwann zwischen 2014 und 2020. Eine wunderbar Personendarstellung. Ich möchte jetzt unbedingt später meinen eigenen Bienstock haben und Imkerin werden.
Im Buch passiert nicht viel, aber trotzdem ist es sehr spannend und ich wollte immer noch das nächste Kapitel lesen. Sergej lebt in der grauen Zone, wo immer mal wieder ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten aufeinander schießen. Als der Sommer kommt, reist er mit seinen 6 Bienenstöcke in Richtung der Krim und macht zwischendurch Halt in einem anderen Dorf und lernt dort die nette Galja kennen. Nirgends wird er wirklich heimisch, wird aufgenommen, aber gehört nicht wirklich dazu, so dass er am Ende des Sommers wieder in sein Heimatdorf zurückkehrt. Eine etwas melancholische Geschichte über Krieg, Dorfgemeinschaften, Konflikte zwischen Völkern/Religionszugehörigkeiten, Burokraten, Geheimdienste und Mistrauen. Es hat mir sehr gut gefallen und ich muss noch einiges davon verdauen.