3.8

Elektra, die hell Leuchtende

von Jennifer Saint, Simone Jakob

Format:Hardcover

»Erzählt auf brillante Weise die starken Emotionen und die Komplexität der Frauen.«

Historische Romane
368 SeitenHardcover
Erschienen an: October 19, 2022

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Aktuelle Rezensionen(4)

3.8(15 ratings)
Tati ✨Rezension von Tati ✨

„The gods demand their justice, but we suffer for it every time.“ Die Bücher von Madeline Miller mochte ich eigentlich ganz gerne, vor allem „Das Lied des Achill“ fand ich toll. Deshalb hatte ich mich nach langer Zeit wieder auf ein bisschen griechische Mythologie gefreut. Leider konnte das Buch mich aber nicht so richtig abholen. Die Kapitel rund um Klytämnestra und Kassandra fand ich toll, allerdings die mit Elektra leider so gar nicht. Die heldenhafte Darstellung ihres Vaters und, ja, schon die leichte Besessenheit ihm gegenüber fand ich dann noch etwas zu viel.

Madi Rezension von Madi

Wunderschön geschriebene Geschichte, die durch die unterschiedlichen Perspektiven sehr lebhaft ist und zum nachdenken anregt. Elektra hat einen ernsten Fall von Daddy Issues. Aber sie hat ihre Gründe, also Daumen hoch.

AileenRezension von Aileen

Das Buch erzählt aus drei verschiedenen Perspektiven. Elektra, die jüngste Tochter von Agamemnon (Anführer der Griechen) Klytaimnestra, Elektras Mutter, Agamemnons Frau und Helenas Schwester Kassandra, die Tochter des Trojanischen Königs Priamos. Es erzählt die Erfahrungen der drei Frauen im trojanischen Krieg. Super schön geschrieben, aber das Buch behandelt doch schwer verdauliche Themen von Verlust, Betrug, Trauer, Rache und Ausschluss aus der Gesellschaft.

IraRezension von Ira

Jeder kennt sie, die Geschichte des Trojanischen Krieges. Der trojanische Prinz Paris entführt die schönste Frau der Welt, Helena von Sparta, und tritt damit den größten Krieg der griechischen Antike los. Doch anstatt sich den mehr oder weniger ruhmreichen Helden des Krieges wie Achilles, Hector oder Odysseus zu widmen, wählt Jennifer Saint die Perspektive dreier Frauen, deren Leben maßgeblich durch die Entscheidungen und Taten der "großen Helden" beeinflusst wird. So erzählt zum einen Kassandra, Paris Schwester, Priesterin des Apollon und von diesem mit dem Fluch geschlagen, zwar die Zukunft sehen zu können, aber bei niemandem Gehör mit ihren Weissagungen zu finden. Sie erlebt das unmittelbare Kriegsgeschehen mit und weiß, dass ihrer Stadt der Untergang droht, den sie machtlos mit ansehen muss. Saints zweite Protagonistin ist Klytämnestra, Königin von Mykene und Frau des Agamemnon, des berühmten Anführers der Griechen. Sie kommt als junges Mädchen nach Mykene und erhofft sich ein gutes Leben für sich und ihre bald der Ehe entspringenden Kinder. Obwohl sie nicht selbst Teil des Krieges vor Trojas Toren ist, trifft dieser sie ebenso hart: ihre Tochter ist das erste Opfer dieses Krieges, noch bevor die griechischen Schiffe die Küste überhaupt verlassen haben. Zehn lange Jahre wartet sie geduldig auf ihre Rache, auf Gerechtigkeit für ihre Tochter. Zu guter letzt ist da noch Elektra, die Titelheldin, wenn man so will. Sie ist eine der Töchter Klytämnestras und Agamemnons und noch ein Kind, als ihr Vater Mykene verlässt, um seine untreue Schwägerin aus Troja zurückzuholen. Die Abwesenheit des Vaters lässt ihr viel Spielraum, ihn zu idealisieren und zu heroisieren, und ihre Mutter zu hassen für deren Groll gegenüber Agamemnon und für ihre Untreue. Schlussendlich ist Klytämnestra nicht die einzige, die Rache nehmen will. Unterschiedlicher könnten drei Protagonistinnen kaum sein, aber gerade das hat auch einen gewissen Reiz ausgemacht. Tatsächlich muss ich gestehen, dass ich die Kapitel aus Elektras Sicht mit am anstrengendsten fand, auch wenn der Titel des Buches bereits verlauten lässt, dass es im Grunde ihre Geschichte ist. Die blinde Hingabe an Agamemnon war schwer nachzuvollziehen - andererseits ist es natürlich für ein Kind auch sehr leicht, einen abwesenden Elternteil zu idealisieren. Da ich mich in der Geschichte rund um Troja ganz gut auskenne, hielt das Buch keine großen Überraschungen für mich bereit. Trotzdem war es eine Freude, mal wieder in diese Welt einzutauchen!

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