»Ich bin ein Wanderer ohne Proviant, alles, was mir einfällt, fließt sofort in den Text.« Wie verändert sich das eigene Schreiben, wenn man bei der Arbeit an einem Roman von zwei Dokumentarfilmern begleitet wird? Und wie kommt man auf die Idee, in dieser Situation selbst über einen Schriftsteller zu schreiben, über den ein Dokumentarfilm gedreht werden soll? In seiner Züricher Poetikvorlesung beschreibt Peter Stamm, wie sein letzter Roman in dieser besonderen Konstellation entstanden ist. »Eine Fantasie der Zeit« erweitert den Roman »In einer dunkelblauen Stunde« und den Film »Wechselspiel - wenn Peter Stamm schreibt« um die Perspektive von Peter Stamm. Und zeigt, wie die Fiktion die Realität überholen kann und ein Zehnmeterturm im Schwimmbad beinahe den Verlauf des Romans beeinflusst hätte.
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Eine Fantasie der Zeit
von Peter Stamm
»Ich bin ein Wanderer ohne Proviant, alles, was mir einfällt, fließt sofort in den Text.« Wie verändert sich das eigene Schreiben, wenn man bei der Arbeit an einem Roman von zwei Dokumentarfilmern begleitet wird? Und wie kommt man auf die Idee, in dieser Situation selbst über einen Schriftsteller zu schreiben, über den ein Dokumentarfilm gedreht werden soll? In seiner Züricher Poetikvorlesung beschreibt Peter Stamm, wie sein letzter Roman in dieser besonderen Konstellation entstanden ist. »Eine Fantasie der Zeit« erweitert den Roman »In einer dunkelblauen Stunde« und den Film »Wechselspiel - wenn Peter Stamm schreibt« um die Perspektive von Peter Stamm. Und zeigt, wie die Fiktion die Realität überholen kann und ein Zehnmeterturm im Schwimmbad beinahe den Verlauf des Romans beeinflusst hätte.
Aktuelle Rezensionen(1)
Ein schöner Blick hinter die Kulissen eines Autors, der mich jetzt seit gut einem Jahrzehnt begleitet. Die Idee des Findens statt Machens hat mich angesprochen, auch seine Haltung zu Fiktion vs. Realität (auch im Hinblick auf autobiographisches/autofiktionales Schreiben) finde ich Interessant, auch wenn ich selbst nicht 100 % zustimme: "Alles, was ich erfinde, kommt ganz aus mir heraus, vieles, was ich erlebe und nacherzähle, ist mir nur zugestoßen. Darum können Fiktionen eine Wahrhaftigkeit und Dichte haben, die die Realität nie erreicht." Tolles kleines Buch über die Reflexion des eigenen Schreibens, über das Sammeln und Finden von Ideen, Material, Motiven, usw.