Aaliya Saleh ist 72 Jahre alt und lebt allein in einer Wohnung in Beirut. Allein, seit sie mit Anfang zwanzig kinderlos von ihrem Mann geschieden wurde. Seitdem umgibt sie sich mit Büchern. Sie arbeitet als Buchhändlerin und übersetzt jedes Jahr eines ihrer Lieblingswerke ins Arabische. Ist eine Übersetzung fertig, verstaut sie den Stapel Papier in einem Karton und stellt diesen zu all den anderen. Noch nie hat jemand etwas davon gelesen. Wieder neigt sich das Jahr zum Ende und zum ersten Mal ist Aaliya unsicher, welches Buch sie als nächstes übersetzen soll. Sie beginnt, ihr Alter zu spüren. Erinnerungen durchziehen ihre Gedanken. An ihre Familie. An das Leben in Beirut während des Bürgerkriegs. An Hannah, ihre einzige Freundin. An Literatur, die ihr etwas bedeutet hat. An Musik, an Philosophie. Dann passiert das für Aaliya größtmögliche Unglück. Und bringt die Dinge ins Rollen.
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Eine überflüssige Frau
von Rabih Alameddine
Aaliya Saleh ist 72 Jahre alt und lebt allein in einer Wohnung in Beirut. Allein, seit sie mit Anfang zwanzig kinderlos von ihrem Mann geschieden wurde. Seitdem umgibt sie sich mit Büchern. Sie arbeitet als Buchhändlerin und übersetzt jedes Jahr eines ihrer Lieblingswerke ins Arabische. Ist eine Übersetzung fertig, verstaut sie den Stapel Papier in einem Karton und stellt diesen zu all den anderen. Noch nie hat jemand etwas davon gelesen. Wieder neigt sich das Jahr zum Ende und zum ersten Mal ist Aaliya unsicher, welches Buch sie als nächstes übersetzen soll. Sie beginnt, ihr Alter zu spüren. Erinnerungen durchziehen ihre Gedanken. An ihre Familie. An das Leben in Beirut während des Bürgerkriegs. An Hannah, ihre einzige Freundin. An Literatur, die ihr etwas bedeutet hat. An Musik, an Philosophie. Dann passiert das für Aaliya größtmögliche Unglück. Und bringt die Dinge ins Rollen.
Aktuelle Rezensionen(1)
Drei Dinge nehmen mich ungemein für dieses Buch ein: 1) Aaliya, die 72-jährige Protagonistin: tough, bissig, zurückgezogen und bücherverliebt. Sie ist eine ehemalige Buchhändlerin, deren größtes Problem die Entscheidung ist, was sie als Nächstes - nur zum Spaß nur für sich - übersetzen möchte. 2) ein Buch über Bücher: Buchliebhaberei ist mir häufig in anderen Büchern eher als Ästhetik, denn als Plot device begegnet. Doch hier spenden Bücher Trost, geben Rat, sind Freunde und Refugium. Anekdoten über Autor*innen und flammende Liebeserklärungen sind Teil von Aaliyas Charakter. Sie ist, was sie liest. 3) die tollen Nebenfiguren: von den Nachbarinnen bis zur Großnichte gelingen Alameddine wunderbare Nebenfiguren, die mit voller Wucht in Aaliyas Leben einbrechen und ihren Schutzpanzer mit Witz und Herz nach und nach zerbröckeln lassen. Außerdem Kudos: hier schreibt ein Mann tolle, glaubwürdige Frauenfiguren! Read the World: