Kann die Liebe alle Wunden heilen, die das Leben verursacht hat?Ihre erste Liebe in einem Ferienlager begann und endete mit einem unvergesslichen Kuss. Doch ihren Gefühlen weiter nachzugeben, hätte große Gefahr für Jura und Wolodja bedeutet, und so mussten sie sich am Ende eines traumgleichen Sommers trennen. Nun, zwanzig Jahre später, haben sich die beiden jungen Männer endlich wiedergefunden. Während Jura glücklich darüber ist, seiner Jugendliebe wieder nahe zu sein, hadert Wolodja allerdings mit seinen Gefühlen. Zu viel Schlimmes ist in all den Jahren passiert. Zu viel, das ihn bis heute verfolgt und daran hindert, sich so zu akzeptieren, wie er ist. Gibt es trotz allem eine Chance für ihre Liebe?Sensibel und berührend erzählt das russisch-ukrainische Autorenduo von einer besonderen Liebesgeschichte in einem Land, in dem »Anderssein« bis heute unter Strafe steht.Die »Jura und Wolodja«-Reihe:Du und ich und der SommerDu und ich und die SchwalbenDu und ich und für immer
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Du und ich und die Schwalben
von Katerina Silwanowa, Elena Malisowa, Jennie Seitz
Kann die Liebe alle Wunden heilen, die das Leben verursacht hat?Ihre erste Liebe in einem Ferienlager begann und endete mit einem unvergesslichen Kuss. Doch ihren Gefühlen weiter nachzugeben, hätte große Gefahr für Jura und Wolodja bedeutet, und so mussten sie sich am Ende eines traumgleichen Sommers trennen. Nun, zwanzig Jahre später, haben sich die beiden jungen Männer endlich wiedergefunden. Während Jura glücklich darüber ist, seiner Jugendliebe wieder nahe zu sein, hadert Wolodja allerdings mit seinen Gefühlen. Zu viel Schlimmes ist in all den Jahren passiert. Zu viel, das ihn bis heute verfolgt und daran hindert, sich so zu akzeptieren, wie er ist. Gibt es trotz allem eine Chance für ihre Liebe?Sensibel und berührend erzählt das russisch-ukrainische Autorenduo von einer besonderen Liebesgeschichte in einem Land, in dem »Anderssein« bis heute unter Strafe steht.Die »Jura und Wolodja«-Reihe:Du und ich und der SommerDu und ich und die SchwalbenDu und ich und für immer
Aktuelle Rezensionen(3)
Es konnte mich ein wenig weniger mitreißen als Band 1. Es war zwischenzeitlich langatmig, die langen Kapitel machen dies auch nicht besser. Die Thematik und Problematik rund um das Thema Homosexualität zu der damaligen Zeit in der Region auf der Welt wurden wieder schmerzlich gut repräsentiert. Allerdings muss ich sagen, dass ich mit den Protagonisten nicht wirklich warm werde. Ich kann beide, in diesem Teil eher Wolodja präsent, nachvollziehen und verstehen in ihren Gedankengängen und Handlungen, jedoch nicht alles immer zu 100%. Es fühlt sich auch nicht wirklich an wie ein Buch in dem die Protagonisten fast 40 sind. Und diese Tatsache macht sie für mich schwer greifbar, denn einige Gedanken und Gefühlsausbrüche erinnern eher an Teenager. Alles in Allem ein solider zweiter Teil, es bräuchte von mir aus auch keinen dritten (ich fand das Ende abgeschlossen). Ob ich diesen lesen werde, weiß ich zum derzeitigen Zeitpunkt nicht.
Eigentlich finde ich das Band 1 in sich genug abgeschlossen war. Gleichzeitig habe ich mich trotzdem gefragt, wie es mit Jura und Wowa weitergehen könnte. Die Handlung ist geprägt von Wowas Blickwinkel, man erfahrt nun mehr darüber, wie er als Jugendlicher gedacht und gefühlt hat und wie er damit zurecht kam, Schwul zu sein. Das ist manchmal schon sehr verstörend und da er sich mehr als einmal selbst verletzt (er verbrüht sich mit heißem Wasser) und auch, weil alles um ihn herum voller Düsternis aufgebaut wird. Das liegt auch daran, das er in einer Umgebung aufwächst die absolut Feindlich gegenüber Homosexuellen ist und das auch klar kommuniziert. Immer dann, wenn er sich doch outet, erfährt er Ablehnung und Hass. Freunde wenden sich ab, sein Vater akzeptiert ihn immer nur dann, wenn er so funktioniert, wie er es von ihm erwartet. Liebe und Geborgenheit hat er nur in Juras Gegenwart gespürt. Es ist also auch kein Wunder das er sich nach dieser Zeit zurücksehnt. Das einzige Mal, das er sich wirklich akzeptiert und geliebt fühlte. Wenn man Band 1 kennt, weiß man das sich alles ändern wird. Aber bis dahin ist es ein steiniger Weg. Gleichzeitig versteht man dadurch den Wowa aus "Du und ich und der Sommer" sehr viel besser. Aber auch ein Russland, das nach dem Fall der Sowjetunion einen Weg eingeschlagen hat, das eine Atmosphäre aus Hass und Angst aufgebaut hat. Korruption ist dabei ebenfalls im Hintergrund ein Thema. Aber eben auch, das Jura Gründe hatte das Land zu verlassen. Als Kontingentjude hatte er in Deutschland die Möglichkeit neu anzufangen. Es braucht lange, bis die Geschichte wieder an dem Punkt ankommt, an dem sich die beiden Männer als Erwachsene wieder begegnen. Aber wenn man verstehen möchte, wie speziell Russland mit seiner Queeren Community umgeht und was es bedeutet, so zu leben. Dann finde ich braucht es diese Geschichte. Nur wenn man versteht, was dahinter steckt, versteht man, wie groß die Unterschiede und Gewinne wirklich sind. In einem Land zu leben das so viele Freiheiten bietet wie Deutschland. Und was es bedeuten könnte, diese Freiheiten auch wieder zu verlieren. Mich hat dieser zweite Band zeitweise tief erschüttert. Es ist bedrückend zu lesen, wie sehr Wowa sich selbst hasst und wie er sich deshalb behandelt. Aber es gibt Lichtblicke und sie werden immer mehr, je weiter der Roman voranschreitet. Persönlich fände ich hier besonders wichtig, das man "Du und ich und der Sommer" schon kennt. Theoretisch würde das Ganze schon auch voneinander losgelöst funktionieren. Man erhält genug Informationen. Aber durch das Vorwissen, kann man doch positiver in die Handlung eintauchen. Außerdem sollte einem definitiv bewusst sein, das es hier auch um die psychischen Folgen von sogenannten "Konversionstherapien" geht. Das hat wenig mit der Sommerliebe zu tun, wie man sie in Band 1 noch miterlebt hatte. Ich finde es spannend das die Autorinnen ihre Figuren Erwachsen werden lassen und sich alles weg vom Jugendroman bewegt. Beide Figuren sind Ende 30 als sie sich wieder begegnen. Und auch die jeweilige Zeit wird meiner Meinung nach gut eingefangen. Ich musste jedes Mal schmunzeln wenn sich Jura und Wowa über ICQ unterhalten oder Skypen^^ Für mich eine sehr gelungen Fortsetzung, von der ich eigentlich dachte, das ich sie gar nicht brauchen würde.
„Warum tut es dann weh?“ „Weil wir so viel Zeit verloren haben.“ 🍁🍂 Ich habe das Gefühl, dass bei vielen die „Jura und Wolodja“ Reihe etwas untergegangen ist, was ich sehr schade finde, denn es ist eine sehr wunderbare Reihe. Ich war sehr überrascht, dass der erste Band zwei Nachgolger bekommt, denn für mich war die Geschichte nach dem ersten Band eigentlich vorbei. Aber während der erste Band ein Sommermärchen zu sein scheint, ist der zweite Band deutlich ernster: Nachdem Jura und Wolodja sich nach dem Pionierlager „Schwalbe“ in Chiew nie mehr wiedergesehen haben, lebt jeder sein eigenes Leben. Jura wandert nach Deutschland aus, wo er seine Homosexualität offen ausleben kann. Wolodja jedoch bleibt in der Sowjetunion und baut sich zunächst eine Mauer aus Lügen, macht eine „Therapie“ die seine Homosexualität „heilen“ soll und findet sich immer wieder in psychischen Abgründen wieder. Ob Jura ihn nach 20 Jahren dort rausholen kann? Auch der zweite Band ist ein tolles Buch. Hier fehlte mir Anfangs etwas das Sommermärchen, ich würde das ganze jedoch als „realistischen Liebesroman“ bezeichnen, der einem zeigt, dass Menschen sich weiterentwickeln und weiterziehen im Leben. Es behandelt psychische Probleme, Depressionen, sowie emotionale Gewalt, wie Gaslighting. Ich bin sehr gespannt auf Band 3 und darauf, wie die Geschichte endet. Absolute Herzensempfehlung! ❤️🍂🍁