4.0

Dschungel

von Friedemann Karig

Format:Hardcover

Eine atemberaubende Geschichte über das Verschwinden, die Kraft der Erinnerung und ihren Fluch

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
384 SeitenHardcover
Erschienen an: May 2, 2019

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Aktuelle Rezensionen(5)

4.0(33 ratings)
Eric Rezension von Eric

Kambodscha. Dort ist Felix. Sein bester Kumpel, der Ich-Erzähler, Julius, wird aufgefordert ihn dort zu suchen. Er nimmt den nächsten Flug, sucht das Hostel auf & übernachtet im selben Doppelstockbett. Wird er seinen besten Kumpel im dichten Dschungel finden? „Dschungel“ von Friedemann Karig war 2019 sein Debütroman. Alles beginnt mit dem Verschwinden. Im Roman ist die Männerfreundschaft zwischen Julius & Felix dominierend. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein. Ihre tiefe Männerfreundschaft reicht bis in die Schulzeit zurück (alles begann mit 3 ausgeschlagenen Zähnen). Am Anfang scheint ihre Freundschaft unwahrscheinlich miteinander verbunden zu sein, aber sie nähern sich weiter an. Die Verbindung reicht bis ins Erwachsenenalter & bringt Julius in die jetzige Lage. Der Roman bringt die Leser*in viel zum Schmunzeln & der Humor kommt nicht zu kurz. Ob es mitunter die Dialoge, Situationskomik oder skurrilen Menschen sind die Julius auf der Reise seiner Suche begegnen. Skurril ist das richtige Wort. Menschen können mit ihren Verhalten & Erscheinen besonders & einzigartig sein. Dafür sind wir alle Individuen. Tod, Abschied, Gewalt & Ausgrenzung gehören zum Leben. Sie prägen es. Ist Felix bewusst verschwunden? Karig erzählt den Roadtrip auf 2 Ebenen. Julius reist in die Zukunft, Felix zeigt die Vergangenheit. Der Dschungel ist ein Sinnbild des Lebens. Er ist verwunschen & orientierungslos. Welcher Weg ist der Richtige? Jede Entscheidung prägt den Menschen. Die Suche beginnt. „Dschungel“ ist eine tolle Leseempfehlung & ein starkes Debüt über Männerfreundschaft, skurrile Personen/Orte & alles hinter sich lassen.

ElisaRezension von Elisa

Etwas weird. Aber sehr spannender Erzählstil. Es wird die ganze Zeit aus der Erzählerperspektive erzählt, allerdings geht es fast nie um den Erzähler sondern um dessen besten Freund, den er sucht. Zeitsprünge in die Vergangenheit lockern die absurde Reise-Story immer wieder auf und geben tiefes Verständnis für die Charaktere. Beschäftigt sich auch gleichzeitig mit dem Reise-Wahn in dem sich unsere Generation befindet, aber unterschwellig. Konnte ich mich sehr gut mit identifizieren. Das Ende lässt viel Spielraum zur Interpretation. Alles in allem sehr spannende Story.

VerenaRezension von Verena

Ich bin mir immer noch nicht sicher was ich von dem Buch halten soll. Es hat mich auf eine für mich nicht erklärliche Weise mitgerissen, gefesselt und traurig gemacht auch wenn ich nicht weiß warum es mich so getroffen hat. Das Ende wird mich glaube ich noch einige Zeit beschäftigen. “Was war Glück? Das Gefühl der Resonanz mit ihm. Wenn wir gleich schwangen, uns verstanden, die Luft um uns von demselben Ton erfüllt wurde, für ein paar kostbare Sekunden alles, die ganze Welt vibrierte in der harmonischen Amplitude unseres gegenseitigen Verständnisses. Oder besser noch: Wenn zusammen einen Akkord ergaben, einen Wohlklang, weil wir lachten, ein Wort das andere ergab, wie von einer uralten Lehre gefordert, C-G-E, und später, als wir Ironie und Zweideutigkeiten kennenlernten, kamen die Septen dazu, eine lustvolle Spannung, mit der wir spielten, andere aufzogen. Wir klangen schräg, aber umso richtiger, und das war Glück.” “»Was machst du«, fragte ich, »damit etwas von dir bleibt?« Er atmete aus. Dann flüsterte er: »Willst du das überhaupt?«” “Wenn ein Mensch verschwindet, hinterlässt er ein Loch. So unendlich tief und dunkel, man kann hineinfallen und nie wieder auftauchen. Viel dunkler aber als das Loch ist das, womit wir es füllen. Viel schlimmer als die Abwesenheit eines Menschen ist die Vorstellung, was mit ihm passiert ist.”

LucaRezension von Luca

Ein Buch, was ich jedem empfehlen kann! Stimmt nachdenklich und berührt, lässt Fragen offen und ist sehr dabei kurzweilig.

Lari StrRezension von Lari Str

Nicht unbedingt meines… anfangs schleppend, zwischendurch spannend und gegen Ende verwirrend und schnell abgebunden.

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