»Das Buch ist sehr gut zu lesen und interessant für alle, die sich für das Mindset der jungen Generation interessieren, und die nicht nur oberflächlich darüber diskutieren wollen.«
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Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?
von Sara Weber
»Das Buch ist sehr gut zu lesen und interessant für alle, die sich für das Mindset der jungen Generation interessieren, und die nicht nur oberflächlich darüber diskutieren wollen.«
Aktuelle Rezensionen(3)
In 12 Kapiteln geht Sara der Frage auf den Grund, was brauch es um das Menschenrecht von guter Arbeit zu ermöglichen. Für ALLE! Sie hinterfragt, kritisiert, dokumentiert & liefert eine knallharte & gute Analyse. Dieses Buch ist eine Grundlage, ein Augenöffner. Und weil es notwendiger denn je ist, möchte ich gar nicht auf alles negative eingehen, aber eins sei gesagt, sie bezieht wirklich alle Menschen ein. Deswegen mag ich dieses Buch so & ich möchte mit ihren Worten Mut machen: „die Machtverhältnisse drehen sich um, und das müssen wir nutzen… . Lasst uns deshalb kürzere Arbeitszeiten fordern, mehr echte Flexibilität, gerechtere Arbeitsbedingungen für alle. Bei unseren Vorgesetzten. Bei unseren Abgeordneten. Beim Betriebsrat. Organisiert euren Betrieb. Tretet Gewerkschaften bei. Streikt! … wir sind es, die den Druck erhöhen müssen. Tun wir es nicht, verfestigen wir eine Arbeitswelt, die schlecht für uns & den Planeten ist & alle alles krank macht… .“ Es ist möglich das Ruder rumzureißen, wir müssen statt immer mehr zu arbeiten, die Arbeitszeit Kollektiv reduzieren. Die Wirtschaft kann nicht immer & immer weiter wachsen, alleine aus klimatischen Gründen, muss es eine Umkehr geben.
Aktuelles Thema gut dargestellt! Bei diesem genialen Titel wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss! Und auch der Klappentext hat zu 100% meine Gefühle bezüglich der Arbeitswelt widergespiegelt. Schon seit Jahren merke ich in meinem Bürojob, dass es sinnlose Jobs oder unterbesetzte Aufgabenbereiche gibt. Die Menschen sind frustriert und die aktuellen Krisen verstärken das alles noch mehr. Genau darum geht es auch in diesem Buch. Der Schreibstil hat mir sofort gefallen. Dieser ist flüssig und man will gar nicht aufhören zu lesen. Denn die Autorin hat eine sehr gute Recherche gemacht und viele wissenschaftliche und belegte Fakten dargelegt. Es ist bewiesen, dass viele Angestellte in allen Branchen überarbeitet und ausgebrannt sind! Dabei erwähnt sie einige negative Beispiele in Deutschland und USA. Außerdem schreibt sie über die möglichen Lösungen, wie zB. weniger Stunden pro Woche oder mehr Home Office. Natürlich ist das nicht allen Berufen möglich aber es sollte möglich sein, den Mitarbeitern mehr Wertschätzung entgegen zu bringen. Auch die Nachhaltigkeit in Unternehmen sollte ihrer Meinung nach wichtig sein, um der Klimakrise entgegenzuwirken. Insgesamt haben mir ihre Lösungen, die Arbeitswelt zu verbessern, gefallen. Jedoch bin ich der Meinung, dass die meisten Unternehmen noch lange nicht so weit sind um ihre Unternehmenskultur zu verändern. So ist jeder Mensch selbst dafür verantwortlich für seine Rechte und seine Gesundheit zu kämpfen! Um sich zu informieren, ist dieses Buch perfekt.
„Am Anfang klatschten wir noch für die Pflegekräfte vom Balkon, trugen brav unsere selbst genähten Masken. Aber irgendwann wurde das Klatschen leiser. Viele Menschen waren einfach viel zu müde vom Home-schooling und all den Meetings und der zwölften Diskussion über die Impfung. Wir hatten uns nichts mehr zu erzählen, denn niemand erlebte irgendwas – außer Arbeit.“ Seit der Pandemie ist uns eigentlich bewusst geworden, dass die Arbeitswelt nicht nur so tut als sei sie kaputt, sondern sie ist es einfach. Damit diese Aussage nicht nur leere Worte sind und dies nicht nur eine bestimmte Bubble besagt oder betrifft, hat die Autorin Sara Weber das Werk „Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?“ zur Welt gebracht. Sie zeigt mit einem gut ausgearbeiteten Quellenverzeichnis, wie sehr wir als Menschen leiden und belegt damit die kaputte Arbeitswelt. Eine Krise nach der anderen, die wir mittlerweile nicht mehr so bewältigen können, wie wir eins dachten, und tun (fast) nichts gegen die Ohnmacht. In zwei Teilen unterteilt Sara das Buch mit jeweils kleinen Unterkapiteln. Der erste Teil sprach mir - und wahrscheinlich geht es den allermeisten so – aus der Seele und habe Satz für Satz nur genickt und JA gedacht. „(…) Self Care wird uns nicht retten. Wir brauchen – wie in der Klimakrise auch – große gemeinsame Anstrengungen und systematische Veränderung. Nur so lässt sich unser kollektives Burnout heilen. Nur so haben wir eine Chance auf eine Arbeitswelt, die Menschlichkeit und Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt. Nur so geht dieses Gefühl wieder weg, das uns schon viel zu lange begleitet.“ Sara Weber liefert nicht nur starke Argumente gegen die Arbeitswelt, sondern zeigt wunderbare Lösungsvorschläge, die alle mit Quellen nachgewiesen sind. Es gibt Beispiele, es gibt Studien, es gibt diese Menschheit, die etwas verändern wollen – nur müssen wir sie kollektiv ergreifen. Wir haben alle zu sehr Angst (!) und entfliehen der möglichen – ja ich nenne es mal so - Revolution! „Denn es gibt gute Gründe dafür, wenn wir unmotiviert oder müde sind: Nämlich, dass »wir versuchen in einer übermäßig fordernden, Workaholic Kultur zu überleben, die Menschen dafür niedermacht, grundlegende Bedürfnisse zu haben«.“ Im zweiten Teil beschreibt Weber die Tatsache, dass Arbeit für viele Menschen gar nicht mehr so funktioniert. „Denn alles hängt miteinander zusammen: Wir sind müde, weil wir zu lange arbeiten. Wir arbeiten so lange, weil wir keine klaren Regeln für die neue, oft mobile Arbeitswelt haben. Dass wir keine Regeln haben, führt dazu, dass wir die Probleme aus der alten Arbeitswelt kopieren – und so die Missstände noch verschärfen verschärfen, wenn wir nicht aktiv dagegensteuern.“