3.9

Die verschwundene Braut (Die Brontë-Schwestern, #1)

von Bella Ellis, Kathi Linden

Format:Softcover

Ein Mord ohne Leiche? Die Brontë-Schwestern ermitteln ...Yorkshire, 1845: Ein mysteriöser Vorfall erschüttert das Anwesen Chester Grange. Die junge Gemahlin des Besitzers ist über Nacht spurlos verschwunden. Ihr Hausmädchen findet das Schlafzimmer verwüstet und voller Blut vor. Alles weist auf ein schreckliches Verbrechen hin. Als Charlotte, Emily und Anne Brontë von dem furchtbaren Ereignis hören, sind sie entsetzt – aber auch fasziniert. Die drei Töchter eines Landpfarrers sind sofort fest entschlossen, das Rätsel zu lösen. Unbeirrt und allen gesellschaftlichen Konventionen zum Trotz setzen sie ihre Nachforschungen fort, auch als sie selbst in Gefahr geraten.

Biografien & Memoiren
384 SeitenSoftcover
Erschienen an: March 2, 2020

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.9(8 ratings)
Alena Rezension von Alena

Ein wirklich schönes Buch. Einfach und schnell gelesen. Durchaus spannend und mit einer befriedigenden Wendung am Ende. Tolle szenische Beschreibung schmücken den Inhalt und lassen einen gerne in der Zeit zurückreisen.

Mrs MoriartyRezension von Mrs Moriarty

Ich muss sagen das Buch gefiel mir nach und nach immer besser. Der Autorin gelingt es meiner Meinung nach wirklich sehr gut, die Zeit der Brontë Schwestern einzufangen und vor allem auch die Ansichten, die über Frauen herrschten glaubwürdig einzubinden. Außerdem fand ich den Kriminalfall wirklich gut konstruiert. Er passte zu der Gothicnovelathmosphäre, die man in Jane Eyre und Wuthering Heights findet. Und so hi und da war da einiges das definitiv in Anlehnung an die bekannteren Romane der Schwestern beschrieben. Mir persönlich gefielen diese Bezüge, da es einfach Spaß macht genau diese zu entdecken. Natürlich ist das alles reine Fiktion. Aber gleichzeitig findet man doch auch genug Wahrheit, das man nicht das Gefühl hat, Bella Ellis hätte sich nicht mit der Familie auseinander gesetzt. Im Gegenteil, man hat schon den Eindruck das sie recherchiert hat und sich wirklich überlegt hat, wie sie die Geschichte in das Leben der Brontës glaubwürdig einbauen kann. Dabei gefiel mir besonders, das hier keine Verklärung der Schwestern passiert. Emily ist zum Teil ganz schön unsympathisch dargestellt und auch Charlotte und Anne haben ihre Eigenheiten, die man nicht immer mögen kann. Genau das ist aber meiner Meinung nach eine der Stärken des Romans. Die Figuren wirken lebendig, man ist mit ihnen gemeinsam mitten in diesem Kriminalfall. Ich hatte das Gefühl ich bräuchte sich nur um zu drehen und schon stünde ich mitten in der Nacht gemeinsam mit Emily vor Chester Grange. Man bekommt einen guten Eindruck in das Temperament der drei Frauen, aber auch in ihre Gefühlswelt. Im ersten Moment klingt der Fall in dem die drei ermitteln ein klein wenig an den Haaren herbei gezogen. Aber nach und nach fand ich das er gar nicht so unglaubwürdig ist. Wenn man sich die gesellschaftlichen Hintergründe ins Gedächtnis ruft, kann man sich sehr gut in alles hineinversetzen. Außerdem mochte ich, das so viele Frauen im Vordergrund stehen. Und zwar in einer Art und Weise, die zeigt, wie Frauen zu Zeiten der Brontë Schwestern gelebt haben. Welche Einschränkungen sie hin nehmen mussten um in der Gesellschaft nicht geächtet zu sein. Aber auch das sie dennoch Möglichkeiten hatten, dem zu entfliehen. Alle drei Autorinnen konnten sich diese Freiheit erkämpfen und so ein zumindest einigermaßen eigenständiges Leben führen. Das finde ich sehr beeindruckend. Für mich hat der Roman auch dafür gesorgt, das ich wieder richtig Lust bekommen habe, mich mit dem Werk der Schwestern aber auch mit ihrem Leben wieder mal genauer zu beschäftigen. Vor allem Annes Bücher kenne ich noch gar nicht und von Charlotte fehlen mir noch ihre beiden anderen Romane.

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