Der Beginn einer Trilogie, die 1929 beginnt und in den Sechzigerjahren endet Ein Roman über eine Frau, die sich aus der Geschichte raushalten will – und doch zur Täterin wird »Komplexe Charaktere porträtieren: darin liegt das Talent der Autorin.« DEUTSCHLANDFUNK Gebunden mir Schutzumschlag und Lesebändchen
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Die karierten Mädchen
Der Beginn einer Trilogie, die 1929 beginnt und in den Sechzigerjahren endet Ein Roman über eine Frau, die sich aus der Geschichte raushalten will – und doch zur Täterin wird »Komplexe Charaktere porträtieren: darin liegt das Talent der Autorin.« DEUTSCHLANDFUNK Gebunden mir Schutzumschlag und Lesebändchen
Aktuelle Rezensionen(1)
Die Heimkehr-Trilogie basiert auf den vielen Kassetten besprochen mit der Lebensgeschichte der Großmutter von Alexa Hennig von Lange. Am Ende des Buches ist eine Original-Sequenz eingefügt, die ich sehr mitreißend und bedrückend fand. Auch das Nachwort der Autorin war ein passender Schluss. Die Geschichte selbst? Schwierig. Die Protagonistin Klara blickt auf ihr Leben zurück: Als junge Frau beginnt sie in einem Heim für tuberkulosekranke Kinder, wird etwas später zur Heimleitung — und dann fehlen die finanziellen Mittel. Zu einer Zeit, in der die Nazis bereits an der Macht sind und deren Gedankengut gestreut werden soll, erkennt Klara die Möglichkeit, die Schließung des Heims durch eine Umwandlung in eine Ausbildungsstätte für junge Frauen abzuwenden. Obwohl Klara gewarnt wird, es zu Streit und Diskussionen mit Vertrauten kommt, fehlt mir ganz klar eine deutliche Auseinandersetzung mit dem Thema der Mitläuferschaft. Dass das im Nachhinein kein leichtes Unterfangen ist, ist mir bewusst. Dennoch geht es mit Scheuklappen für Klara weiter und die Leserschaft dümpelt etwas hinterher. Bei der Liebesgeschichte ist der Funke für mich gar nicht übergesprungen. Auch die Story um das jüdische Mädchen (Disclaimer: Fiktion der Autorin, nicht Teil der Erlebnisse der realen Großmutter) wirkte etwas schwach und mit zu wenig Reflektion. Dennoch gutes Buch für einen Roadtrip zum nebenbei hören und sehr angenehm gelesen von Tessa Mittelstaedt. Es zeigt uns heute, 2025: Enthaltung ist auch jetzt keine Option.