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Die kalten Nächte der Kindheit

von Tezer Özlü, Deniz Utlu, Deniz Utlu

Format:Hardcover
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Eine große literarische Wiederentdeckung Die kalten Nächte der Kindheit erzählt vom Heranwachsen einer Frau, von ihrem Begehren, ihren Träumen, ihrer Widerständigkeit. Und wirkt darin heute so aktuell wie damals. »1949. In einer Provinzstadt in Anatolien mit 4000 Einwohnern lerne ich die Welt sehen. Bin 6 Jahre alt. … Ich empfinde die maßlose Größe der Welt und weiß, dass ich fort und weit weg gehen werde.« So schreibt Tezer Özlü 1981 an den Deutschen Akademischen Austauschdienst über das prägende Gefühl ihrer Kindheit. Erwachsen geworden, wird sie nach Berlin, Paris und Zürich reisen, fort und weit weg von der Türkei und den »Menschen in Uniform«, dem lauernden Wahnsinn. Sie tauscht die heimischen Obstgärten und Klassenzimmer der Nonnenschule ein gegen die Straßen und Cafés europäischer Hauptstädte – und gegen das Schreiben. Um eine Welt zu erfinden, die ihr entspricht. Indes wird sie über Jahre in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Doch selbst das kann ihren Willen nicht brechen.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
112 SeitenHardcover
Erschienen an: October 26, 2025

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Aktuelle Rezensionen(3)

3.4(9 ratings)
Jane Dvorskaya Rezension von Jane Dvorskaya

Ein schmales Buch, aber voller Schwere. Über allem liegt eine Kälte. Kindheit, Familie, Klinikaufenthalte, das Gefühl von Fremdheit. Die Sprache ist klar und nüchtern, fast sachlich. Und genau das hat es für mich so besonders gemacht. Es fühlte sich gleichzeitig distanziert und viel zu nah an. Als würde man durch Glas auf etwas schauen, das einen trotzdem direkt trifft. Es geht um Einsamkeit, um psychische Abgründe, um das Nicht-Zugehörigsein. Nichts wird beschönigt. Das macht es intensiv und stellenweise schwer auszuhalten. Kein tröstliches Buch. Aber ein ehrliches.

manuelschmitzbxl Rezension von manuelschmitzbxl

Tezer Özlü schreibt über das Fremdsein in der eigenen Lebensgeschichte. Manchmal himmelhoch jauchzend, doch meistens zu Tode betrübt zeigt sich Özlü als Schwester von Ingeborg Bachmann und Sylvia Plath: poetisch, traurig, fragmentarisch.

ElinaRezension von Elina

Sehr zerstückelte Fragmente, schöne Sprache aber ich konnte nicht durchdringen.

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