Ein liebeskranker Erzähler reist mit seiner Tochter in das verschneite Davos. Aus dem »Familienurlaub« wird eine vergnügliche Reflexion über die Auswirkungen der Moderne, des Skifahrens und der Tuberkulosepandemie. Auch spürt er der Geschichte nach, wie aus dem bettelarmen Bergdorf das Symbol des globalen Reichtums wurde. Und wie in Thomas Manns ›Zauberberg‹ stellen sich auch ihm inmitten der Schneemassen die wirklich schwierigen Fragen: Wie müssen sich unsere Lebensweisen ändern? Welche Welt vererben wir unseren Kindern?
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Der Zauberberg, die ganze Geschichte
von Norman Ohler
Ein liebeskranker Erzähler reist mit seiner Tochter in das verschneite Davos. Aus dem »Familienurlaub« wird eine vergnügliche Reflexion über die Auswirkungen der Moderne, des Skifahrens und der Tuberkulosepandemie. Auch spürt er der Geschichte nach, wie aus dem bettelarmen Bergdorf das Symbol des globalen Reichtums wurde. Und wie in Thomas Manns ›Zauberberg‹ stellen sich auch ihm inmitten der Schneemassen die wirklich schwierigen Fragen: Wie müssen sich unsere Lebensweisen ändern? Welche Welt vererben wir unseren Kindern?
Aktuelle Rezensionen(2)
„… weil die Erde zur Hotbox wurde, zum geschlossenen Raum, in dem sich die Wärme staut …“ Ob ihr Der Zauberberg von Thomas Mann gelesen habt oder nicht – Norman Ohler erzählt die ganze Geschichte. So, wie es der Titel verspricht: Er zeichnet die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Romans nach und verknüpft sie geschickt mit unserer Gegenwart. Reflektiert, kritisch und zugleich versöhnlich überträgt Ohler die Fragen von damals ins Hier und Jetzt – und regt dazu an, über Klimawandel, gesellschaftliche Entwicklungen und den Umgang mit Krisen neu nachzudenken. Ein kluges, hervorragend recherchiertes Buch, das eindrucksvoll zeigt, dass große Literatur nie nur von ihrer Zeit erzählt, sondern immer auch von unserer. Selten hat mich ein Sachbuch mit dieser Erkenntnis so neugierig darauf gemacht, einen Klassiker noch einmal mit völlig neuen Augen zu lesen.
Sauber recherchiert - es gibt erfreulicherweise eine gute Bibliographie und detaillierte Anmerkungen - und dabei leichtfüßig und vergnüglich formuliert, legt Ohler einen kurzweiligen Abriss über die Moderne Geschichte von Davos vor. Die Kapitel-Themen sind klug gewählt, und führen Schritt für Schritt in die Gegenwart. Lediglich die kurzen Episoden mit der Tochter finde ich affektiert und anstrengend.