Empfehlungen basierend auf "Der Sohn der Schneewüste Roman"
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von Barbara Kingsolver
Kingsolvers Roman, für den sie den Pulitzer-Preis für Belletristik erhielt, ist trotz seiner Länge von mehr als 800 Seiten konstant fesselnd, so witzig wie erschütternd. Man teilt mit Demon Schmerzen und Einsamkeit, aber auch Mikroglücksmomente, wie in ein Erdnussbuttersandwich zu beißen oder einem Lächeln zu verfallen.
von Hernan Diaz
Hernan Diaz’ tiefpoetischer Western-Roman ist „eine Abenteuergeschichte und Meditation über die Bedeutung von Zuhause.“ The Times Der Hawk ist eine Legende im Kalifornien des Goldrausches: Riesenhaft soll er sein, furchtlos, wild. Doch hinter dem Mythos steht die Geschichte von Håkan, der einst aus der schwedischen Heimat nach New York geschickt wurde, zusammen mit seinem großen Bruder, den er unterwegs verliert. Er landet in San Francisco, auf der falschen Seite des unbekannten Kontinents. Fest entschlossen, den Bruder zu finden, macht er sich zu Fuß auf den Weg, entgegen dem Strom der Glückssucher und Banditen, die nach Westen drängen, hin zum neuen gelobten Land. Noch ahnt Håkan nicht, dass er sein Leben lang unterwegs sein wird. Seine berührend schöne, meisterhaft erzählte Geschichte handelt von der Erfahrung radikaler Fremdheit und Einsamkeit, die entwurzelte Menschen zu allen Zeiten gemacht haben.
von Louise Erdrich
Pulitzer Prize for Fiction 2021.Kann ein Einzelner den Lauf der Geschichte verändern? Kann eine Minderheit etwas gegen einen übermächtigen Gegner, den Staat, ausrichten? »Der Nachtwächter«, der neue Roman der mit dem National Book Award ausgezeichneten Autorin Louise Erdrich, basiert auf dem außergewöhnlichen Leben von Erdrichs Großvater, der den Protest gegen die Enteignung der amerikanischen UreinwohnerInnen vom ländlichen North Dakota bis nach Washington trug. Elegant, humorvoll und emotional mitreißend führt Louise Erdrich vor, warum sie zu den bedeutendsten amerikanischen Autorinnen der Gegenwart gezählt wird - und zeigt, dass wir alle für unsere Überzeugungen kämpfen sollten und dabei manchmal sogar etwas zu verändern vermögen.»Mir stockte der Atem, als ich begriff, was meinem Großvater von seinem Nachtwächter-Schreibtisch aus gelungen war.« Louise Erdrich
von Robert Kolker
Die Galvins schienen den amerikanischen Traum zu leben: Don beruflich erfolgreich bei der Air Force, Mimi treusorgende Ehefrau und Mutter von zwölf Kindern. Doch hinter der Fassade ihres schmucken Heims in der Hidden Valley Road verbarg sich eine ganz andere Realität, geprägt von mentalen Zusammenbrüchen, plötzlichen Gewaltexzessen und Missbrauch. Bis zur Mitte der 70er-Jahre erhielten sechs der zehn Galvin-Brüder die Diagnose Schizophrenie. Die Krankheit machte alle zu Opfern, besonders aber die beiden jüngsten der Geschwister und einzigen Mädchen. Der Fall der Familie war so außergewöhnlich, dass das amerikanische National Institute for Mental Health ausführliche Studien mit ihnen machte. Ihre einzigartige DNA war die Basis für bahnbrechende medizinische Fortschritte bei der Behandlung von Schizophrenie, einer Krankheit mit vielen Unbekannten.In einer herausragenden erzählerischen Tour de Force erzählt New York Times-Bestsellerautor Robert Kolker nicht nur ein Stück unglaublich spannender Medizingeschichte, sondern auch die zu Herzen gehende Geschichte einer Familie, die gegen ihr Schicksal kämpft.
von Matt Ruff
Atticus Turners Gefühle für seinen Vater waren schon immer zwiespältig. Doch als der verschwindet, macht Atticus sich wohl oder übel auf die Suche. Auch wenn die Spur nach „Lovecraft Country“ in Neuengland führt, Mitte der 50er Jahre ein Ort der schärfsten Rassengesetze in den USA. Mit Hilfe seines Onkels George, Herausgeber des „Safe Negro Travel Guide“, und seiner Jugendfreundin Letitia gelangt Atticus bis zum Anwesen der Braithwhites. Hier tagt eine rassistische Geheimloge, mit deren Hilfe Braithwhite junior nichts weniger als die höchste Macht anstrebt. Matt Ruff erzählt mit überbordender Phantasie und teuflischem Humor die wahnwitzigen Abenteuer einer schwarzen Familie.
von Larry McMurtry
Auf einem Vieh-Treck von Texas nach Montana muss eine Gruppe von Cowboys gegen die Unbilden der Natur und gegen feindliche Überfälle ankämpfen. Ein mitreissendes Western-Epos, ausgezeichnet mit dem Pulitzerpreis; Vorlage zur Fernsehserie.
von Kent Nerburn
Der Theologe Kent Nerburn wird von dem Lakota Dan gebeten, seine Geschichte aufzuschreiben. Er trifft sich mit Dan, nimmt seine Aufzeichnungen mit und beginnt mit der Arbeit. Doch Dan gefällt Kents Ansatz nicht. Er verbrennt seine Unterlagen und fängt an, ihm seine Weltsicht zu erklären. Später gehen die beiden auf eine Reise, die sie bis zum Wounded Knee führt. Während der Fahrt erfährt Kent viel über die Geschichte und die Spiritualität der Lakota. Kent Nerburn (zuletzt "Von Mann zu Mann", ID-G 39/01) hat schon viele Bücher über die Native Americans geschrieben. Sein Buch "Nicht Wolf nicht Hund" erschien im Original 1994, in Deutschland 1997 unter dem Titel "Die letzten heiligen Dinge" (hier nicht besprochen). Leider macht der Autor aus meiner Sicht den Fehler, den er unbedingt vermeiden wollte: Statt einfach Dans Leben und Denken wiederzugeben, fällt er schnell in die Sicht des Weissen, der voller Ehrfurcht auf die Weisheit des Lakota blickt und Negatives ausblendet. Das auf dem Cover erwähnte Vorwort von Robert Plant besteht lediglich aus einem kurzen Gedicht. Möglich in Grossstadtbibliotheken
von Steve Toltz
Eine Vater-Sohn-Geschichte - aberwitzig und teuflisch gut erzählt! Jasper Dean sitzt im Gefängnis und erzählt von den Jahren, als er sein wollte wie sein Onkel Terry, ein Polizistenmörder, der zum beliebtesten Volkshelden des Landes avancierte. Kein Wunder, dass Jaspers Vater alles daransetzte, als Australiens größter Wohltäter gleichzuziehen. Jasper wurde Zeuge seines Scheiterns - und erzählt nun die ungeschminkte Geschichte der Deans. Ein höchst vergnüglicher Ausflug an den Rand des Wahnsinns, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. "Die Leiche meines Vaters werden sie nie finden."Mit diesen Worten beginnt Jasper Dean die Odyssee durch die windungsreiche Geschichte seiner Familie. Zeit seines Lebens hat sich Jasper mit der Frage herumgeschlagen, ob er seinen Vater bedauern, ignorieren, ihn verehren oder gar umbringen solle. Vater Martin, ein Moralist ohnegleichen, war Australiens meistgehasster Wohltäter. Und nichts hat ihn mehr verärgert, als der Bruder von Terry Dean zu sein - dem beliebtesten Verbrecher des Landes. Nicht verwunderlich also, dass Jasper unter die Räder des Bruderzwistes kam ... Mit unbändiger Fabulierfreude entführt uns Steve Toltz in die verrückte Welt der Deans. Höchst amüsant erzählt er von Räuberhöhlen und Nervenheilanstalten, von wilden Verfolgungsjagden durch drei Kontinente, von den Höhen der ersten Liebe und den Tiefen fehlgeleiteten Ehrgeizes? von allem, was das Leben zu bieten hat.
von Kent Nerburn
Ein hinreißender Roadtrip mit einem Native AmericanEines Tages wird Kent Nerburn, weißer Ethnologe und Schriftsteller, von einer jungen Frau angerufen: Ihr Großvater Dan möchte ihn sprechen. Der Lakota-Indianer hat jahrelang Aufzeichnungen über sein Leben gemacht, mit Nerburns Hilfe soll daraus ein Buch entstehen. Kent ist neugierig und fasziniert, doch Dan erkennt sich in dessen Text nicht wieder. Als sie sich zusammen auf einen Roadtrip durch die Weiten der USA begeben, entspinnt sich ein persönlicher Austausch – unterhaltsam, streitbar und voller Ironie. Wie ist Verständnis über kulturelle Grenzen hinweg möglich, wie Versöhnung angesichts historischer Schuld? Davon erzählt dieser hinreißende Roman: eine Lektion der Menschlichkeit, der Erinnerung und des Staunens.
von Joseph Wambaugh
Sie sind die Chorknaben. Fünf Polizistenduos auf Nachtstreife, Männer unterschiedlicher Herkunft und Temperaments, auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden durch ihren Job. Sie verbringen die Stunden vor Tagesanbruch im MacArthur Park und erholen sich mit Trink- und Sex-Gelagen, die sie │Chorrituale╩ nennen. Diese außerdienstlichen Vergnügen stellen sich jedoch als gefährlicher haraus als ihr Job ... Hart, ohne Illusionen, aber mit beißendem Humor schildert der ehemalige Sergeant Joseph Wambaugh, was es heißt, ein normaler Polizist in einer wahnwitzigen Welt zu sein. Die Chorknaben ist einer der besten Romane von Kult-Autor Wambaugh - bis heute. 1975 das erste Mal in den USA veröffentlicht, gehört dieser Titel heute zu den Klassikern der Kriminalliteratur.