Empfehlungen basierend auf "Der schwedische Reiter"
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von Usama Al Shahmani
Dafer Schiehan hat es geschafft. Trotz negativen Asylbescheids hat er Deutsch gelernt, eine Arbeit gefunden, eine Aufenthaltsbewilligung erhalten. Er hat eine kleine Wohnung am Rande von Weinfelden und eine Arbeit in Kreuzlingen als Tellerwäscher. Aber eigentlich ist er Akademiker. Eigentlich ist er ein politischer Flüchtling, geflohen vor Saddams Schergen wegen eines missliebigen Theaterstücks. Hals über Kopf geflohen, mit der finanziellen Unterstützung seiner Familie. Als der Betrieb ihm Ferien verordnet wegen Umbaus, sitzt er in seiner Wohnung, schaut aus dem Fenster und grübelt. Seinen Eltern hat er nie gesagt, was er arbeitet. Auch als er es nicht mehr aus gehalten hat in seinem Exil und zurückgereist ist zu seiner Familie in den Irak, ist er im Vagen geblieben. Warum hat er ein schlechtes Gewissen? Wovor hat er Angst? Wie soll es weitergehen? Auf der Flucht vor seiner inneren Unruhe findet er sich wieder im Wald. In seinem neuen Roman erzählt Usama Al Shahmani von den Verwüstungen einer Kindheit und Jugend in Diktatur und Krieg und dem Versuch, traumatische Erlebnisse hinter sich zu lassen.
von Deon Meyer
Nicolaas Storm Fährt Mit Seinem Vater Willem Durch Ein Vollkommen Verändertes Südafrika. Nach Einem Fieber, Das Weltweit Fünfundneunzig Prozent Der Menschen Getötet Hat, Versuchen Die Beiden, Einen Sicheren Platz Zum Leben Zu Finden. Das Land Ist In Einem Zustand Der Gesetzlosigkeit. Gangs Ziehen Schwerbewaffnet Umher, Wilde Tiere Bedrohen Die Menschen. Schließlich Aber Finden Vater Und Sohn Einen Platz Für Eine Siedlung. Andere Menschen Stoßen Zu Ihnen - Abenteurer, Elternlose Kinder, Ehemalige Soldaten. Sie Alle Müssen Die Gesetze Des Überlebens Neu Lernen. Nico Wird Zum Schützen Ausgebildet. Er Verliebt Sich In Sofia, Die Wildeste Frau, Die Jemals Ihre Kleine Stadt Betreten Hat, Und Er Beginnt Wieder An Eine Zukunft Zu Glauben. Bis Die Katastrophe Passiert - Und Sein Vater Ermordet Wird. ”einen Roman Zu Schreiben Ist Wie Eine Reise In Ein Unbekanntes Land. Und Die Entdeckungen, Die Man Während Dieser Reise Macht - über Die Eigene Welt Und Sich Selbst, Formen Und Verändern Nicht Nur Die Geschichte, Sondern Auch Den Autor. Der Grund, Warum Dieses Buch So Besonders Für Mich Ist, Liegt Darin, Wie Es Mich Und Mein Schreiben Verändert Hat. Und Wie Es Meinen Blick Auf Das Menschliche Zusammensein Neu Geformt Hat.“ Deon Meyer (quelle: Buchhandel.de).
von Karl Ove Knausgård
Über das Schreiben eines Romans - und die Verbindung zwischen Himmel und Erde, dem Alltäglichen und dem Fantastischen, dem Göttlichen und dem Teuflischen.Als Karl Ove Knausgård im Dezember 2019 seine zwei Vorlesungen zur Tübinger Poetik-Dozentur hielt, war sein neuer Roman »Der Morgenstern« noch im Entstehen - wie auch (noch unbemerkt) die Pandemie. Prophetisch und programmatisch mutet an, was er in seiner zweiten Vorlesung vorträgt: »Lawrence Durell sagte einmal, ein Kunstwerk zu erschaffen, heiße, sich ein Ziel zu setzen und anschließend im Schlaf dorthin zu wandeln. Das habe ich getan, ich habe mir zwei Ziele gesetzt und nun bin ich schlafend auf dem Weg in dieser Richtung.Bei meinem ersten Ziel geht es um ein Gefühl, das mich seit längerem umtreibt, dass die Zukunft nicht mehr existiert, weil die Jetztzeit uns in Formen vermittelt wird, die so fest sind und so auf Wiederholung basieren, dass das Zukunftsartige an der Zukunft, Ihre Unvorhersehbarkeit, verschwunden ist, ähnlich einem Fluss, der in eine Röhre verlegt wird.Bei meinem zweiten Ziel geht es darum, dass wir uns von der Natur abgewendet haben.Wie schreibt man darüber einen Roman?«
von Klaus Kordon
Klaus Kordon, geboren 1943 in Berlin, war Transport- und Lagerarbeiter, studierte Volkswirtschaft und unternahm als Exportkaufmann Reisen nach Afrika und Asien, insbesondere nach Indien. Heute lebt er als freischaffender Schriftsteller in Berlin. Kordon, der als »Chronist der deutschen Geschichte« gilt, veröffentlichte neben zahlreichen Kinderbüchern viele historische Romane, darunter den autobiographische Roman Krokodil im Nacken (Deutscher Jugendliteraturpreis; nominiert für den Deutschen Bücherpreis). Viele seiner Bücher wurden mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Für sein Gesamtwerk erhielt Kordon den Alex-Wedding-Preis der Akademie der Künste zu Berlin und Brandenburg, den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und, 2016, den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises. "Kordon versteht sich als ein Autor, der zuallererst eine Geschichte erzählen möchte. Diese Geschichte gestaltet er poetisch, spannend, aktuell. Sie soll dem Leser Spaß machen. Dies gelingt ihm vor allem wegen seiner feinen Beobachtungsgabe, verbunden mit einem ganz natürlichen Verhältnis zu den von ihm dargestellten, denkenden, fühlenden und handelnden Personen. Er lebt mit ihnen, spricht ihre Sprache, gräbt sie als Außenseiter, als Freunde, als Hilfsbedürftige oder als Helfer, als Leidende, die nicht ohne Hoffnung bleiben, in das Gedächtnis seiner Leser ein." jugendbuch-magazin
von Simon Jarr
Zwei Zeitungsimperien mit einem Geheimnis. Ein Verlagserbe auf der Suche nach der Wahrheit. Ein Anwalt, dem die Kontrolle entgleitet. Und er - JASPER FIELD, der alles ins Rollen brachte. Die Begegnung mit dem geheimnisvollen JASPER FIELD stellt das Leben des jungen Verlagserben Max Sandberg komplett auf den Kopf. Max ignoriert die Warnungen seines Umfelds, vertraut diesem Fremden und folgt ihm auf eine nervenaufreibende Suche nach der Wahrheit. Lügen kommen ans Licht, ein altes Verbrechen, geheime Machenschaften und Jaspers verstörende Vergangenheit. Doch als sie erkennen, dass alles miteinander zusammenhängt, befinden sie sich bereits mittendrin in einer Verschwörung, deren Aufdeckung die gesamte Welt ins Chaos stürzen könnte. Ein aufwühlender Debütroman über die ungewöhnliche Verbindung zweier junger Männer, über Vertrauen, über Familie, wahre Freundschaft und die Frage, wie weit wir gehen würden für die ultimative Wahrheit.
von Harald Gilbers
"eine packende Mischung aus Fakten und Fiktion […], die das Berlin der Nachkriegszeit lebendig werden lässt"
von Walter Kempowski
Zu dem Zeitpunkt, an dem Kempowskis Roman äTadellöser & Wolffä aufhört, beginnt dieser zweite in sich abgeschlossene und für sich allein verständliche Band. Im Rostock des Jahres 1945, das von der Roten Armee besetzt ist, erlebt der Erzähler mit seiner Mutter und seinem Grossvater die Wirren der Nachkriegszeit. Sie erleben Hunger, Plünderung, Gewalt, aber noch zwischen Trümmern, schwarzem Markt und Hamsterfahrten beginnen die ersten Anfänge des Wiederaufbaus. Der Erzähler geht nach Wiesbaden, erhält eine Stellung im Lebensmitteldepot der amerikanischen Besatzungsmacht, kehrt aber bald zu einem Besuch nach Rostock zurück, der unerwartet endet.