Empfehlungen basierend auf "Der schmale Pfad durchs Hinterland"

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von Louise Erdrich

Pulitzer Prize for Fiction 2021.Kann ein Einzelner den Lauf der Geschichte verändern? Kann eine Minderheit etwas gegen einen übermächtigen Gegner, den Staat, ausrichten? »Der Nachtwächter«, der neue Roman der mit dem National Book Award ausgezeichneten Autorin Louise Erdrich, basiert auf dem außergewöhnlichen Leben von Erdrichs Großvater, der den Protest gegen die Enteignung der amerikanischen UreinwohnerInnen vom ländlichen North Dakota bis nach Washington trug. Elegant, humorvoll und emotional mitreißend führt Louise Erdrich vor, warum sie zu den bedeutendsten amerikanischen Autorinnen der Gegenwart gezählt wird - und zeigt, dass wir alle für unsere Überzeugungen kämpfen sollten und dabei manchmal sogar etwas zu verändern vermögen.»Mir stockte der Atem, als ich begriff, was meinem Großvater von seinem Nachtwächter-Schreibtisch aus gelungen war.« Louise Erdrich

von Robert Kolker

Die Galvins schienen den amerikanischen Traum zu leben: Don beruflich erfolgreich bei der Air Force, Mimi treusorgende Ehefrau und Mutter von zwölf Kindern. Doch hinter der Fassade ihres schmucken Heims in der Hidden Valley Road verbarg sich eine ganz andere Realität, geprägt von mentalen Zusammenbrüchen, plötzlichen Gewaltexzessen und Missbrauch. Bis zur Mitte der 70er-Jahre erhielten sechs der zehn Galvin-Brüder die Diagnose Schizophrenie. Die Krankheit machte alle zu Opfern, besonders aber die beiden jüngsten der Geschwister und einzigen Mädchen. Der Fall der Familie war so außergewöhnlich, dass das amerikanische National Institute for Mental Health ausführliche Studien mit ihnen machte. Ihre einzigartige DNA war die Basis für bahnbrechende medizinische Fortschritte bei der Behandlung von Schizophrenie, einer Krankheit mit vielen Unbekannten.In einer herausragenden erzählerischen Tour de Force erzählt New York Times-Bestsellerautor Robert Kolker nicht nur ein Stück unglaublich spannender Medizingeschichte, sondern auch die zu Herzen gehende Geschichte einer Familie, die gegen ihr Schicksal kämpft.

von Dick Francis

Ein Zug voller Millionäre durchquert Kanada. Die reichen Pferdebesitzer wollen ihre Pferde in Toronto, Winnipeg und Vancouver an den Start begleiten. Doch die Fahrt wird ziemlich ungemütlich ...

von W. Somerset Maugham

Es gibt keinen Ort in den malaiischen Staaten, der bezaubernder wäre als Tanah Merah. Und in Tanah Merah gibt es keine netteren Leute als die Cartwrights. Er ist ein ruhiger, angenehmer Zeitgenosse, und sie ist scharfzüngig und spielt hervorragend Bridge. Und doch hat dieses reizende Paar ein Geheimnis, so dunkel, dass sie der Polizeikommandant von Tanah Merah eigentlich verhaften müsste. Aber Fußspuren im Dschungel sind noch keine Beweise.

von Tony Hillerman

Lieutenant Joe Leaphorn von der Navajo-Police hält sich aus den Angelegenheiten der Zuñi eigentlich raus. Dann aber verschwindet dort ein Navajo-Junge, der fasziniert war von den rachsüchtigen Göttern der Zuñi. Und die zeigen sich der Legende nach nur jenen, auf die der Tod wartet. Der Auftakt zu einer einzigartigen, stimmungsvollen Krimireihe. Verfilmt als Serie »Dark Winds – Der Wind des Bösen«.

von Kent Nerburn

Der Theologe Kent Nerburn wird von dem Lakota Dan gebeten, seine Geschichte aufzuschreiben. Er trifft sich mit Dan, nimmt seine Aufzeichnungen mit und beginnt mit der Arbeit. Doch Dan gefällt Kents Ansatz nicht. Er verbrennt seine Unterlagen und fängt an, ihm seine Weltsicht zu erklären. Später gehen die beiden auf eine Reise, die sie bis zum Wounded Knee führt. Während der Fahrt erfährt Kent viel über die Geschichte und die Spiritualität der Lakota. Kent Nerburn (zuletzt "Von Mann zu Mann", ID-G 39/01) hat schon viele Bücher über die Native Americans geschrieben. Sein Buch "Nicht Wolf nicht Hund" erschien im Original 1994, in Deutschland 1997 unter dem Titel "Die letzten heiligen Dinge" (hier nicht besprochen). Leider macht der Autor aus meiner Sicht den Fehler, den er unbedingt vermeiden wollte: Statt einfach Dans Leben und Denken wiederzugeben, fällt er schnell in die Sicht des Weissen, der voller Ehrfurcht auf die Weisheit des Lakota blickt und Negatives ausblendet. Das auf dem Cover erwähnte Vorwort von Robert Plant besteht lediglich aus einem kurzen Gedicht. Möglich in Grossstadtbibliotheken

von Steve Toltz

Eine Vater-Sohn-Geschichte - aberwitzig und teuflisch gut erzählt! Jasper Dean sitzt im Gefängnis und erzählt von den Jahren, als er sein wollte wie sein Onkel Terry, ein Polizistenmörder, der zum beliebtesten Volkshelden des Landes avancierte. Kein Wunder, dass Jaspers Vater alles daransetzte, als Australiens größter Wohltäter gleichzuziehen. Jasper wurde Zeuge seines Scheiterns - und erzählt nun die ungeschminkte Geschichte der Deans. Ein höchst vergnüglicher Ausflug an den Rand des Wahnsinns, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. "Die Leiche meines Vaters werden sie nie finden."Mit diesen Worten beginnt Jasper Dean die Odyssee durch die windungsreiche Geschichte seiner Familie. Zeit seines Lebens hat sich Jasper mit der Frage herumgeschlagen, ob er seinen Vater bedauern, ignorieren, ihn verehren oder gar umbringen solle. Vater Martin, ein Moralist ohnegleichen, war Australiens meistgehasster Wohltäter. Und nichts hat ihn mehr verärgert, als der Bruder von Terry Dean zu sein - dem beliebtesten Verbrecher des Landes. Nicht verwunderlich also, dass Jasper unter die Räder des Bruderzwistes kam ... Mit unbändiger Fabulierfreude entführt uns Steve Toltz in die verrückte Welt der Deans. Höchst amüsant erzählt er von Räuberhöhlen und Nervenheilanstalten, von wilden Verfolgungsjagden durch drei Kontinente, von den Höhen der ersten Liebe und den Tiefen fehlgeleiteten Ehrgeizes? von allem, was das Leben zu bieten hat.

von Kent Nerburn

Ein hinreißender Roadtrip mit einem Native AmericanEines Tages wird Kent Nerburn, weißer Ethnologe und Schriftsteller, von einer jungen Frau angerufen: Ihr Großvater Dan möchte ihn sprechen. Der Lakota-Indianer hat jahrelang Aufzeichnungen über sein Leben gemacht, mit Nerburns Hilfe soll daraus ein Buch entstehen. Kent ist neugierig und fasziniert, doch Dan erkennt sich in dessen Text nicht wieder. Als sie sich zusammen auf einen Roadtrip durch die Weiten der USA begeben, entspinnt sich ein persönlicher Austausch – unterhaltsam, streitbar und voller Ironie. Wie ist Verständnis über kulturelle Grenzen hinweg möglich, wie Versöhnung angesichts historischer Schuld? Davon erzählt dieser hinreißende Roman: eine Lektion der Menschlichkeit, der Erinnerung und des Staunens.

von Ross Macdonald

Bevor Mr. Wycherly, Patriarch und Ölmagnat, auf Kreuzfahrt geht, verabschiedet er sich von Frau und Tochter. Seine Frau, von der er getrennt lebt, vermisst er bei seiner Rückkehr nicht weiter. Doch auch von der einundzwanzigjährigen Tochter Phoebe fehlt jede Spur. Archer soll die junge Frau finden, ohne an Familiengeheimnisse zu rühren. Quer über die Landkarte und durch alle Milieus begibt er sich auf die Suche. Ein Ausflug in die Nachtseite des kalifornischen Traums.