Durch die Zeichnungen von Renée Nault wird Margaret Atwoods Klassiker auf großartige Weise zu neuem Leben erweckt.
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Der Report der Magd
von Margaret Atwood, Renée Nault, Ebi Naumann
Durch die Zeichnungen von Renée Nault wird Margaret Atwoods Klassiker auf großartige Weise zu neuem Leben erweckt.
Aktuelle Rezensionen(55)
Dystopie zum Greifen nah. Geburtenraten sinken. Femizide nehmen zu. Was sich hier im Buch wie ein schlechter Scherz liest, ist vielleicht gar nicht so weit weg. Auf das Buch stieß ich durch die Serie. Es deckt nicht die komplette Story ab, aber man erkennt June. Die Serie ist verhältnismäßig nah dran. Das Buch selbst ist beim Einstieg vielleicht etwas schwer. Gedankensprünge. Zeitsprünge. Der Stil. Man muss definitiv erst einmal in Gilead ankommen. Ich las es aber sehr gerne.
Spannend geschrieben, tolle Dystopie
Krass wie aktuell dieses 40 Jahre alte Buch heute noch (wieder) ist. Es hat vielleicht etwas an Wucht verloren - wegen der Aufgeklärtheit durch die Vielzahl der heute verfügbaren Medien - bleibt dennoch eine absolute Pflichtlektüre.
Der Report der Magd ist eine distopische Erzählung, die definitiv ein paar nicht abwegige Szenarien beinhaltet. Die Geschichte wird aus der Sicht der Magd Desfred erzählt, was bewirkt, dass man sich sehr als Teil der Geschichte identifizieren kann. Zudem trägt grandiose Wortbildung und Wortneuschöpfung dazu bei, um sich die Handlungen einfacher vorzustellen. Was mich jedochbein bisschen gestört hat, ist dass es manchmal einen zu schnellen Switch zwischen den Handlungszeiten stattfindet und dieser dann auch nicht so klar hervorgehoben wird. Das stört den Lesefluss hin und wieder. Aber es ist heftig, welches Gedankengut und Indoktrination sich nach und nach in dem Buch breit macht und immer weiter in diese distopische Welt einblicken lässt.
Diese Geschichte ist einfach grauenhaft – und damit meine ich nicht, dass das Buch schlecht ist. Im Gegenteil. Das, was hier beschrieben wird, ist so erschreckend und bedrückend, dass „Dystopie“ dafür fast schon zu harmlos klingt. Jeder Mensch sollte dieses Buch gelesen haben. Gerade weil vieles davon gar nicht so weit weg wirkt, wie man es vielleicht gerne glauben möchte. „…falls ich euch begegne oder falls ihr entkommt, in Zukunft oder im Himmel oder im Gefängnis oder im Untergrund oder irgendwo sonst. Was diese Orte gemeinsam haben, ist, dass sie nicht hier sind.“ Genau das macht die Geschichte für mich so besonders. Egal, wo „dort“ ist – Hauptsache, es ist nicht hier. Dieser Gedanke bleibt einfach hängen. Eine absolute Leseempfehlung! ❤️ Allerdings gibt es von mir ein paar Abzüge für den Lesefluss. Das Buch lässt sich nicht gerade leicht lesen und durch den sehr geringen Zeilenabstand wird das Lesen zusätzlich anstrengend.