3.8

Das Sommerfest Familiengeschichte auf Cape Cod - für Fans von "Der Papierpalast"

von Adrienne Brodeur

Format:Unknown

Ein berührender Familienroman über rivalisierende Geschwister und gut gehütete Geheimnisse – erzählt vor der malerischen Kulisse Cape Cods Ken und Abby haben ihre Mutter früh verloren und sind mit dem Vater in einem entlegenen Haus auf Cape Cod aufgewachsen. Ihre Beziehung ist seit Langem angespannt. Nun naht das große Fest zum 70. Geburtstag ihres Vaters, und die Konflikte spitzen sich zu. Ken, ein erfolgreicher Geschäftsmann mit Vorzeigefamilie und politischen Ambitionen, versucht mit aller Macht, seine Ehekrise zu verbergen. Abby, die Künstlerin, steht kurz vor ihrem großen Durchbruch, als sie entdeckt, dass sie schwanger ist. Wer will sie sein – als Künstlerin, als Frau, als Mutter? Und auf wen kann sie zählen? Dann erscheint eine Unbekannte auf der Bildfläche, und lang gehütete Geheimnisse drohen, die Familie für immer zu entzweien. «Ein mitreißender und geschickt erzählter Roman.» New York Times

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
464 SeitenUnknown
Erschienen an: 2024-04-16

Was ist bookie?

  • Gratis Lieferung in Deutschland
  • Finde Bücher die zu dir passen
  • Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
  • Connecte dich mit anderen Leser*innen

Aktuelle Rezensionen(2)

3.8(5 ratings)
IsaRezension von Isa

Adrienne Brodeurs Treibgut ist ein feinfühliges Familiendrama, das vor der Kulisse von Cape Cod spielt. Im Mittelpunkt steht der alternde Meeresbiologe Adam und seine entfremdeten Kinder, deren Leben durch ein lange gehütetes Familiengeheimnis aus dem Gleichgewicht gerät. Mit psychologischer Tiefe und wechselnden Perspektiven erzählt Brodeur eine bewegende Geschichte über Loyalität, Identität und die Schatten der Vergangenheit.

Madame RivkeleRezension von Madame Rivkele

Queerness, Kapitalismuskritik, Feminismus, Aufarbeitung von Traumata, (Post-)Kolonialismus, Psychische Krankheiten, toxische Männlichkeit… Es gibt fast kein aktuelles Thema, das nicht in dem neuen Roman von Adrienne Brodeur angesprochen wird. Die Kapitel sind jeweils aus der Sicht verschiedener Protagonist:innen geschrieben, wodurch man als Leser:in Einblick in die unterschiedlichen Gefühlswelten erlangt und die Handlung aus verschiendenen Blickwinkel kennenlernt. Leider wurde der Roman meiner Ansicht nach seinem deutschen Titel Treibgut mehr als gerecht: es kam mir so vor, als würden all die erwähnten Themen in die Geschichte gespült, ohne dass sie geordnet oder in einen Kontext gesetzt worden wären. Zum Großteil wird etwas aufgegriffen, ohne dass es weiter kommentiert werden würde: „Eben noch ein Mädchen, jetzt plötzlich ein Junge – Adam verstand diese neue Generation und ihr «Fluidität» nicht. Aber wenn man sie hinterfragte, war man auf jeden Fall das Arschloch.“ (S. 406) Außerdem werden zum Teil Vorurteile reproduziert, die mir das Gefühl gegeben haben, dass die Autorin ein möglichst queeres und wokes Buch schreiben wollte und dazu einzelne Stereotype abhaken musste: „Der Strand war bevölkert von Sommertouristen – bärtige Kerle in Cargoshorts und Trägerhemden, schwule Männer in Bikinis und Familien aller Art, die hinter Kindern herjagten.“ (S. 336) Weshalb ist es wichtig, dass es sich um schwule Männer handelt? Kann man vom Aussehen einer Person (in diesem Fall einen Bikini zu tragen) auf deren Sexualität schließen?

Ähnliche Bücher