Empfehlungen basierend auf "Das periodische System."
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von W. Somerset Maugham
Als Gegenstück zu Heldenverehrung und Geniekult erzählt Maugham die psychologische Biographie eines Genies: Charles Strickland, 17 Jahre lang Börsenmakler und makelloser Familienvater, verläßt Beruf, Frau, Kinder, Stellung und Besitz, um Maler zu werden. Kunsthändler entdecken auf Tahiti, seiner letzten Lebensstation, sein Genie und machen das Geschäft.
von Wladimir Arsenjew
Wladimir Arsenjew, Geograf und Offizier des Zaren, erforscht 1902 die unwegsamen Grenzgebiete zwischen Russland und China. Eines Nachts stößt der alte Jäger Dersu vom Volk der Golden zur kleinen Truppe. Eine Freundschaft entsteht, die erst mit dem tragischen Tod von Dersu Usala ein Ende findet.
von Anton Cechov
»Die Steppe erzählt die Geschichte des neunjährigen Egoruska, der von seiner Mutter ans ferne Gymnasium geschickt wird. Was als alltägliche Reise fahrender Händler über Hügel und langgestreckte Weiten beginnt, das verdichtet Cechov zu einer Hymne auf den Menschen im Angesicht von Flora und Fauna zu einem stimmgewaltigen Hohen Lied auf Werden und Vergehen. Ein in seinem erzählerischen Reichtum mitreißendes Prosa-Poem.«
von Italo Calvino
Wenn ein Reisender in einer Winternacht - bk104; Carl Hanser Verlag; Italo Calvino; Paperback; 1983
von Fabio Genovesi
»Warum müssen wir etwas oder jemand werden? Sind wir das nicht schon? Warum müssen wir so schnell wie möglich einen Ort erreichen, von dem wir nicht einmal wissen, wo er liegt, und verpassen dabei die Aussicht, die wir bei jedem Schritt unseres holprigen Wegs genießen könnten?«Als wäre die Tatsache, dass er Jura studiert, obwohl ihn das Fach gar nicht interessiert, nicht schon schlimm genug, wird Fabio auch noch in den Zivildienst berufen. Dabei wollte er nach Sevilla und ein Mädchen kennenlernen. Stattdessen soll er als Erzieher in die Apuanischen Alpen. Schon kurz nach seiner Ankunft merkt Fabio jedoch, dass es in dem (fast) menschenleeren Kloster schon lange keine Schule mehr gibt, sondern nur einen eigenwilligen 80-jährigen Priester im Jogginganzug … Ein humorvoller und kluger Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft, der Antworten auf die kleinen und großen Fragen des Lebens bereithält.
von Georges Perec
In der winzigen Pariser Mansarde klingelt wie jeden Morgen der Wecker. Heute gälte es, das Examen anzutreten – doch der junge Mann steht nicht auf. Er beschließt, an diesem Leben, das ihm nichts mehr zu geben hat, keinen Anteil mehr zu nehmen. Während über den Dächern von Paris die Sommerhitze brütet, überlässt er sich einem gefährlichen Selbstexperiment. Georges Perecs drittes Buch ist die Geschichte einer radikalen Verweigerung. Noch vor der Oulipo-Zeit entstanden, ist dieser ganz in der Du-Perspektive geschriebene Roman eine Meditation über den Stillstand, eine Etüde über die Leere. Die brüchige Schönheit, die Perec der Selbstisolation verleiht, und die außergewöhnliche literarische Qualität machen »Ein Mann der schläft« (1967) zu einem modernen Urtext der Melancholie, der eine ganze Schriftstellergeneration inspirierte. Perec adaptierte »Ein Mann der schläft« 1974 zusammen mit Bernard Queysanne für das Kino und erhielt dafür den Jean-Vigo-Preis.
von Jorge Bucay
Spanische Literatur in Reclams Roter Reihe: das ist der spanische Originaltext – ungekürzt und unbearbeitet mit Worterklärungen am Fuß jeder Seite, Nachwort und Literaturhinweisen. Jorge ist Psychologe in Buenos Aires. Zu ihm kommt Demián mit seinen Alltagsproblemen: Konflikte mit seinen Eltern, seinen Freunden, seinen Studien- oder Arbeitskollegen, seiner Freundin oder mit sich selbst. Nachdem er sie geschildert hat, fragt Jorge: »¿Te cuento?« (»Soll ich erzählen?«) – und erzählt: einfache, witzige, anregende Geschichten, die Hilfe bieten und die man auch auf Spanisch gut verstehen kann. Spanische Lektüre: Niveau B2 (GER)
von Alberto Manguel, Sieglinde Geisel
Man hat ihn »König der Leser« genannt, »Don Juan der Bibliotheken«, »Monsieur Lecture«. Mit vier Jahren »entdeckte« Alberto Manguel, dass er lesen konnte, als Sechzehnjähriger war er Vorleser des erblindenden Dichters Jorge Luis Borges, von 2016 bis 2018 Direktor der argentinischen Nationalbibliothek. Mit seinem Bestseller Geschichte des Lesens, in 35 Sprachen erschienen, wurde er weltberühmt. Als Sieglinde Geisel ihn fragt, wer er sei, antwortet Manguel: »Ich bin ein Leser.« Abgesehen davon sei seine Identität fluide: als gebürtiger Argentinier, der unter anderem in Israel, Tahiti und New York gelebt hat und heute die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt; als dreifacher Vater, der sich eines Tages in einen Mann verliebte; als Jude, aufgezogen von einer deutsch-tschechischen Nanny, die ihm die deutsche Kultur und Literatur nahebrachte. Wie in seinen Büchern schöpft Manguel auch im Gespräch auf charmante und inspirierende Weise aus seinem unermesslichen Wissen, erzählt vom Umzug seiner rund 40 000 Bände umfassenden Privatbibliothek, von seinem Schlaganfall, nach dem er wieder neu sprechen lernen musste, von seiner Liebe zu Dante und seinem Hobby, dem Puppenmachen. Und er verrät, wie es dazu kam, dass jedes seiner Kinder während der Frankfurter Buchmesse geboren wurde.
von Josef Martin Bauer
"Die Ärzte haben es sich eine Weile überlegt, ehe sie dem heimgekehrten Clemens Forell behutsam erklären, daß er den Sinn für Farben verloren habe. Nach und nach haben sie ihn noch vielerlei Veränderungen mit Schonung begreiflich machen müssen, weil nun einmal ein Mensch, der jahrelang im Blei gehaust hat und drei Jahre das Leben eines Tieres und bei den Tieren führen mußte, nicht mehr als jener zurückkehren kann, der er vordem gewesen ist ..." Der großartigste Abenteuerroman, den die neuere deutsche Literatur besitzt: der ergreifende Bericht einer Wanderschaft, einer Flucht vom Ostkap Sibiriens nach Westen. Ein Welterfolg seit über 40 Jahren ═ in 15 Sprachen übersetzt, mit einer Weltauflage von mehreren Millionen Büchern, mehrfach erfolgreich verfilmt und immer wieder gesendet.