2.3

Dark Web

von Veit Etzold

Format:Softcover
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Eine Cyber-Ermittlerin, ein Online-Broker und eine neue, gigantische Suchmaschine agieren im Zentrum dieses hochrealistischen Thrillers über Cyber-Terrorismus. Die Suchmaschine. Mit Holos hat Europa endlich sein eigenes Google. Was niemand weiß: Die Datenkrake, die von Politikern, Promis und Presse bejubelt wird, verfügt über gefährlich viel Geld und hochsensible Daten – und ihre Ursprünge liegen in einem geheimen Forschungskomplex. Oliver Winter. Als dem Daytrader wegen mies laufender Börsengeschäfte das Wasser bis zum Hals steht, stürzt er sich ins DARK WEB. Hier dealt er mit illegalen Waren. Sein Problem: Bald schon soll Oliver für ein russisches Mafia-Kartell nicht nur Drogen und Waffen verkaufen, sondern auch Menschen. Darunter sogenannte Dolls, Frauen, die durch Amputationen und Gehirnwäsche zu reinen Objekten wurden. Jasmin Walters. Sie leitet die Cyberterrorismus-Einheit Nemesis, angesiedelt zwischen BND und BKA. Nach und nach begreift Jasmin, dass der vermeintlich segensreiche Internetriese Holos nicht nur im Internet, sondern auch im DARK WEB operiert.

Mystery, Thriller, Horror & Crime
592 SeitenSoftcover
Erschienen an: February 1, 2017

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Aktuelle Rezensionen(1)

2.3(3 ratings)
ThomasRezension von Thomas

Ein Totalausfall, und das auf so vielen Ebenen, dass es fast schon faszinierend ist. Wenn es nicht so übel wäre. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll: Beim zusammengeschusterten Plot, die ersten 100 Seiten gibt es nämlich unzusammenhängende Handlungsfetzen über verschiedene Personen, Zeiten und Orte hinweg. Die nächsten 20 Seiten werden diese Puzzleteile dann fast schon gewaltsam zusammengesteckt. Ab da geht es vorhersehbar weiter. Die Kernannahme, auf welche die Geschichte hinausläuft, ist dazu noch total unlogisch. Oder beim komplett blassen Personal. Niemand sticht wirklich hervor, nicht einmal die Bösen hinterlassen Eindruck. Da hilft auch nicht, dass supersprechende Namen wie "der Pfähler", "'Herr' Becker" und "der Puppenmacher" bei jeder Gelegenheit benutzt werden müssen zur Charakterisierung. Fast brechen musste ich bei der Beschreibung der Transformation der Dolls. Einmal wegen der Sache an sich, aber auch weil es sich das einzige Mal so anfühlte, als ob der Autor in Wallung kommt. Im Nachwort beschreibt er, wie ihn selbst so ein Originalbericht aus den Socken gehauen hat, nehmen wir mal an der Leser darf so seine Bestürzung spüren. Nun ja. Das Hauptproblem des Buches ist nämlich, dass Etzold eine Botschaft hat und viel zu viel will. Und anscheinend seine Leser alle für ein bisschen blöd hält. Deswegen heißt dann auch der Gründer der neuen Suchmaschine mit Vornamen Sergey und ein deutschstämmiger Investor im Silicon Valley Peter. Nervig wird es, wenn das Zusammengegoogelte falsch verwurstet wird, aus den Five Eyes werden dann mal schnell Five Stars, und Cum-Ex ist zwar wunderbar skandalös, aber leider nicht das, was er beschreibt. Und über allem trieft so eine leicht Prise Abfälligkeit über eigentlich fast alle Institutionen: EU, EZB, BRD, BND, alle leicht minderbemittelt und hilflos. Über einen seiner Charaktere schreibt er "so als wollte er zeigen: seht her, ich weiß auch etwas". Ich musste lachen, als ich das las. Und war froh, als das Buch zu Ende war. Es hat wirklich ein leicht ekliges Gefühl bei mir hinterlassen. Nicht lesen, bitte!

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