Listicles, YouTube-Videos, ChatGPT und jede Menge Content: Nach „Salonfähig“ die neue Romansatire von Elias Hirschl Die Welt geht unter. Doch bis dahin arbeitet die Erzählerin in Elias Hirschls neuem Roman in der Content-Farm Smile Smile Inc. und schreibt sinnbefreite Listen-Artikel, die Clicks generieren sollen. (Nummer 7 wird Sie zum Weinen bringen!) Die sind genauso bedeutungslos wie die Memes und YouTube-Videos, die ihre Kolleginnen produzieren. Oder die Start-ups, die ihr Freund Jonas im Wochenrhythmus gründet, während die Stadt brennt. Hirschl gelingt mit Content erneut eine „perfekte Romansatire, die höchstes Niveau erreicht“ (Neue Zürcher Zeitung), diesmal über die Generation ChatGPT. Politisch, prophetisch und zumindest so lange lustig, bis einem das Lachen im Hals stecken bleibt …
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Content
von Elias Hirschl
Listicles, YouTube-Videos, ChatGPT und jede Menge Content: Nach „Salonfähig“ die neue Romansatire von Elias Hirschl Die Welt geht unter. Doch bis dahin arbeitet die Erzählerin in Elias Hirschls neuem Roman in der Content-Farm Smile Smile Inc. und schreibt sinnbefreite Listen-Artikel, die Clicks generieren sollen. (Nummer 7 wird Sie zum Weinen bringen!) Die sind genauso bedeutungslos wie die Memes und YouTube-Videos, die ihre Kolleginnen produzieren. Oder die Start-ups, die ihr Freund Jonas im Wochenrhythmus gründet, während die Stadt brennt. Hirschl gelingt mit Content erneut eine „perfekte Romansatire, die höchstes Niveau erreicht“ (Neue Zürcher Zeitung), diesmal über die Generation ChatGPT. Politisch, prophetisch und zumindest so lange lustig, bis einem das Lachen im Hals stecken bleibt …
Aktuelle Rezensionen(4)
Elias Hirschl beschreibt hier eine dystopische Welt; postindustriell, digital. Nichts was geschieht und keine der Figuren scheint irgendwie bedeutsam zu sein. Eine geradlinige Geschichte darf man hier auch nicht erwarten. Dennoch fängt Hirschl das Leben im digitalen Zeitalter, zwischen sinnlosen Listicles, geschrederrten Nokias und der Frage "Is it cake?" ungemein präzise ein. Das ganze Buch fühlt sich an wie ein ewiges Doomscroling. Hierdurch ensteht eine ermüdende, aber durchaus lohnende Leseerfahrung.
Ich hab den Inhalt nicht gegriffen bekommen. Und immer, wenn ich dachte, ich hab mich in den Stil eingelesen, fing etwas Neues an, mich zu stören. Stellenweise mochte ich den Hang zum Absurden gerne, aber für einen Roman gab es mir am Ende einfach zu wenig Plot. Ich hab so sehr nach dem Plot gesucht, dass meine Augen Textstellen, von denen ich wusste, da kommt jetzt nur absurdes Zeug, einfach übersprungen haben. In seiner Absurdität war das Buch schon wieder vorhersehbar und stellenweise, ja, irgendwie langweilig. Das Ende lässt mich trotzdem mit der Frage zurück, ob ich’s einfach nur nicht gecheckt habe und das hasse ich erst recht.
So klug und so lustig! Da steckt so viel über aktuelle technische Entwicklungen drin, hat mich sehr abgeholt.
Dystopisch und abgedreht, muss man allerdings mögen