3.0

Candide: oder der Optimismus

von Voltaire

Format:Hardcover

Ist die Welt, in der wir leben, tatsächlich, wie Leibniz behauptet, „die beste aller möglichen“, oder ist sie ein Ort, aus dem Gott sich längst zurückgezogen, ja mehr noch, den er nie betreten hat? Am Beispiel des einfältigen Candide beantwortet Voltaires auf den Index gesetzte Romansatire diese Fragen mit der radikalen Demontage von Leibniz’ philosophischem Optimismus, denn Candide erlebt auf seiner abenteuerlichen Reise die infernalischsten Schrecken und absurdesten Zufälle. Geläutert kommt er am Ende zu der Erkenntnis, dass dem Menschen letztlich nichts bleibt, als ,seinen Garten zu bestellen’.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
159 SeitenHardcover
Erschienen an: 2012-01-20

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.0(4 ratings)
LeaRezension von Lea

Okay, erstmal: Candide ist kein klassischer Roman, bei dem du dich mit den Figuren anfreundest, mitfieberst und am Ende weinst. Es ist eher eine ironische Ansammlung Papier. Voltaire fragt: Ist die Welt wirklich die beste aller möglichen – oder einfach nur ein absurdes Schlachtfeld voller Leid, Zufälle und gebrochener Hoffnungen? Und um das zu klären, schickt er Candide, diesen naiven Softie, einmal quer durch die Hölle: Krieg, Naturkatastrophen, Vergewaltigung, Inquisition, Versklavung – wirklich alles. Und jedes Mal denkt man sich: Kann das noch absurder werden? Und ja, es wird absurder. Am Ende bleibt von der großen philosophischen Frage vor allem eins übrig: „Aber wir müssen unseren Garten bestellen.“ Es geht nicht ums große Ganze, sondern darum, was man selbst ändern kann.

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