Dies ist die faszinierende Geschichte einer leidenschaftlichen Mah-Jongg-Spielerin: Besessen vom Spiel blendet Hua Manyue (Blume Vollmond) die Ereignisse um sich herum so radikal aus, dass sie im aufflammenden chinesischen Bürgerkrieg die Flucht verpasst. Die Folgen sind dramatisch: Während ihre Familie sich nach Taiwan rettet, wird Hua über Nacht mittellos. Trotz des nun offiziellen Spielverbots hält Hua am Mah-Jongg fest – aber wird es sie durch die Zeiten tragen können? Eindrücklich und bewegend erzählt Fang Fang in diesem weltweit zuerst auf Deutsch erscheinenden Roman von der Wirkung gesellschaftlicher Umbrüche auf den einzelnen Menschen – und zugleich von deren begrenzter Macht über individuelle Leidenschaften.
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Blume Vollmond
von Fang Fang, Michael Kahn-Ackermann
Dies ist die faszinierende Geschichte einer leidenschaftlichen Mah-Jongg-Spielerin: Besessen vom Spiel blendet Hua Manyue (Blume Vollmond) die Ereignisse um sich herum so radikal aus, dass sie im aufflammenden chinesischen Bürgerkrieg die Flucht verpasst. Die Folgen sind dramatisch: Während ihre Familie sich nach Taiwan rettet, wird Hua über Nacht mittellos. Trotz des nun offiziellen Spielverbots hält Hua am Mah-Jongg fest – aber wird es sie durch die Zeiten tragen können? Eindrücklich und bewegend erzählt Fang Fang in diesem weltweit zuerst auf Deutsch erscheinenden Roman von der Wirkung gesellschaftlicher Umbrüche auf den einzelnen Menschen – und zugleich von deren begrenzter Macht über individuelle Leidenschaften.
Aktuelle Rezensionen(1)
Ich möchte unbedingt mehr von der Autorin lesen! „Blume Vollmond“ ist ein ganz besonderer Roman, der leicht zu lesen und gleichzeitig super interessant ist. Die Geschichte von Hua Manyue, eine reiche junge Frau, wird vor dem Hintergrund der chinesischen „Bodenreform“ (1947-51), „Befreiung durch die Kommunistische Partei“ (1949) bis hin zur Gegenwart erzählt. Ihr Leben ändert sich schlagartig, da sie untertauchen muss und eine andere Identität annehmen muss, um nicht durch die „Säuberung“ getötet zu werden. Obwohl dieser Roman derart unemotional und neutral geschrieben ist, fesselt einen die Geschichte von Hua/Yue sofort. Dabei stört mich auch gar nicht, dass sie ein derart unsympathischer Charakter ist. Besonders herausragend finde ich jedoch, dass die Handlung durch historische Fakten ausgeschmückt ist, welche jedoch nicht zu tiefgründig sind, sodass es den Lesefluss der Geschichte nicht beeinträchtigt. Zum Ende hin hat mir der Roman ziemliche Märchen-Vibes gegeben, aufgrund der vielen Sinnbilder und Metaphern. Das war aber nicht unbedingt negativ, nur etwas zu sehr poetisch und sentimental für meinen Geschmack. Danke an den Verlag für das Leseexemplar :)