Der Londoner Psychoanalytiker und Professor am dortigen University College liefert hier eine Zusammenschau der Ergebnisse der Bindungstheorie, die mit dem Namen von John Bowlby untrennbar verbunden ist (vgl. zuletzt BA 3/86). Von dieser Basis aus stellt Fonagy die Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Perspektiven von Bindungstheorie und Psychoanalyse heraus: Von den Ideen der Klassiker wie Freud und M. Klein bis hin zu W. R. Bion und D. N. Stern. Dabei flicht der Autor seine eigene Theorie über die Mentalisation ein, nach der eine sichere Bindung eine Voraussetzung für die Entwicklung eines Verständnisses vom Selbst und vom Andern darstellt. Diesen Ansatz verbindet Fonagy mit den psychoanalytischen Konzepten der Symbolisierung, der Realitätswahrnehmung und des Spiels bei der normalen Entwicklung sowie mit den frühkindlichen Ursprüngen des Denkens, der Illusion sowie pathologischen Abwehrmaßnahmen bei Menschen mit Borderline-Syndrom. - Ergänzend zu K. H. Brisch: "Bindungsstörungen" (ID 28/99) und dem Sammelband "Klinische Bindungsforschung" (ID 31/02) für Psychologen und Mediziner. (3) (LK/HB: Obsen)
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Bindungstheorie und Psychoanalyse
von Peter Fonagy
Der Londoner Psychoanalytiker und Professor am dortigen University College liefert hier eine Zusammenschau der Ergebnisse der Bindungstheorie, die mit dem Namen von John Bowlby untrennbar verbunden ist (vgl. zuletzt BA 3/86). Von dieser Basis aus stellt Fonagy die Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Perspektiven von Bindungstheorie und Psychoanalyse heraus: Von den Ideen der Klassiker wie Freud und M. Klein bis hin zu W. R. Bion und D. N. Stern. Dabei flicht der Autor seine eigene Theorie über die Mentalisation ein, nach der eine sichere Bindung eine Voraussetzung für die Entwicklung eines Verständnisses vom Selbst und vom Andern darstellt. Diesen Ansatz verbindet Fonagy mit den psychoanalytischen Konzepten der Symbolisierung, der Realitätswahrnehmung und des Spiels bei der normalen Entwicklung sowie mit den frühkindlichen Ursprüngen des Denkens, der Illusion sowie pathologischen Abwehrmaßnahmen bei Menschen mit Borderline-Syndrom. - Ergänzend zu K. H. Brisch: "Bindungsstörungen" (ID 28/99) und dem Sammelband "Klinische Bindungsforschung" (ID 31/02) für Psychologen und Mediziner. (3) (LK/HB: Obsen)
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