4.1

Barbara stirbt nicht

von Alina Bronsky

Format:Hardcover

»So grandios Geschichten zu erzählen, wie es Alina Bronsky mit jedem ihrer Bücher macht, ist eine Kunst, die ihresgleichen sucht. ›Barbara stirbt nicht‹ liest man mit einem breiten Lächeln auf den Lippen sowie ganz feuchten Augen. Diese Balance aus Leichtigkeit und Schwermut, aus Humor und Ernst/Traurigkeit ist von größter Seltenheit zwischen zwei Buchdeckeln. Kein Wunder, dass dem Leser nach nur wenigen Sätzen regelrecht schwindelig ist von Bronskys Schreibkönnen. Dieses haut einen glatt um!«

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
256 SeitenHardcover
Erschienen an: September 9, 2021

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Aktuelle Rezensionen(9)

4.1(61 ratings)
Zoe von LoeschRezension von Zoe von Loesch

„Barbara stirbt nicht“ beginnt provokant, bissig und mit viel schwarzem Humor. Herr Schmidt ist ein herrlich unsympathischer Antiheld. Die Idee des Buches schien vielversprechend, der weitere Verlauf hat mich aber nicht überzeugt. Einige Aspekte der Geschichte wirkten auf mich zu konstruiert. Da wäre mehr drin gewesen.

UbeRezension von Ube

Eine wunderbares Buch, schräg, mit oft schwarzem Humor..ich konnte es kaum zur Seite legen.

Carsten PierRezension von Carsten Pier

Leichte Kost

BonnyBonnyRezension von BonnyBonny

Wahrscheinlich jede und jeder von uns kennt einen Herrm Schmidt und hat ihn oder Variationen von ihm mit leichten Abwandlungen vielleicht auch in der Familie. Ich habe eine Vorstellung davon, welche Jahrgang er ist, ich hatte ein sehr gebaues Bild davon, wie er aussieht und sich kleidet. Und bereits ab den ersten paar Seiten hätte ich ihn am Kragen gepackt und angeschrien oder zumindest an den Küchentisch gesetzt und ihm den Kopf gewaschen bis ihm die Ohren geklingelt hätten. Dieser sehr sehr SEHR starke Drang hielt sich auch bis zum Schluss. Ab und an wurde er zwar schwächer aber generell hielt er sich durch's ganze Buch. Im Grunde tat er mir leid, dieser verbitterte, alte, unselbständige Mann, der sein sicheres, umsorgtes Leben in dem Moment nicht mehr auf die Reihe kriegt, in dem seine Frau krank wirdm. Diese traurige Gestalt, die keinen Zugang zu seinen Gefühlen hat, Tränen und selbst eine Küchenschürze als weibisch abtut und aus einer Generation kommt, in der insbesondere Männern beigebracht wurde, ihren Kummer, Sorgen und Ängste in sich hineinzufressen anstatt offen damit umzugehen. Dieser ignorante und engstirnige Patriarch, der sich wahrscheinlich auf die Schulter klopft wenn er noch zeigen kann, wer der Herr im Haus ist. Und der eigentlich doch sich ganz genau weiß, was mit seiner Frau los ist und vor lauter schierer Angst, ohne sie zu sein - weil wie soll er sonst klarkommen in seinem tristen, ereignislosen Leben, in dem jeder eher potentiell Feind ist als Freund?-, sie lieber zu Hause lässt und ihr dies als die bessere Alternative einredet als sie im Krankenhaus behandeln zu lassen. Ein tolles, aufwühlendes Buch! Was mich persönlich störte war allerdings, dass ihm niemand in seinem Bekanntenkreis Barbaras Diagnose direkt ins Gesicht gesagt und ihm mal ordentlich in den Senkel gestellt hat. Irgendwie hatte jeder Verständnis für ihn und für mich geisterte ständig eine stillschweigende Zustimmung zu seiner Vorgehensweise ganz nach "Ach ja, so isser halt!" rum. (Und wieso wusste überhaupt wirklich jeder von der Diagnose?). Aber wie bereits erwähnt, wahrscheinlich wusste er es ohnehin. Lasst weniger Herr Schmidts auf der Welt mit ihrer Art durchkommen! Denn was diese Männer (da brauch ich, glaube ich, nicht zu gendern) viel zu wenig erleben sind Widerworte und Personen, die ihnen Grenzen setzen.

Sally84Rezension von Sally84

Durch die Krankheit seiner Frau stellt sich der alte Protagonist seinen Ängsten und dem Alltag. Er kann zwar nicht seine Vorurteile gänzlich überwinden, wird aber sehr viel milder.

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