Es beginnt mit einer Eiswaffel, auf einer Bank im Central Park. Hals über Kopf stürzt sich Alice in eine Lovestory mit dem berühmten Schriftsteller Ezra Blazer. Sie ist 25, er in seinen Siebzigern. Ein erotisches, tragikomisches Kammerspiel – doch dann setzt eine ganz andere Erzählung ein. Amar, ein amerikanisch-irakischer Doktorand auf dem Weg nach Nahost, wird am Londoner Flughafen in Gewahrsam genommen. Und landet im Vakuum von Wartesälen und endlosen Verhören. Subtil verwebt Lisa Halliday die zwei so ungleichen Geschichten zu einem kühnen, provokanten Roman. Sie schreibt über die Machtgefälle, die unsere Welt durchziehen, zwischen Jung und Alt, Glück und Talent, dem Persönlichen und Politischen.
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Asymmetrie
von Lisa Halliday, Stefanie Jacobs
Es beginnt mit einer Eiswaffel, auf einer Bank im Central Park. Hals über Kopf stürzt sich Alice in eine Lovestory mit dem berühmten Schriftsteller Ezra Blazer. Sie ist 25, er in seinen Siebzigern. Ein erotisches, tragikomisches Kammerspiel – doch dann setzt eine ganz andere Erzählung ein. Amar, ein amerikanisch-irakischer Doktorand auf dem Weg nach Nahost, wird am Londoner Flughafen in Gewahrsam genommen. Und landet im Vakuum von Wartesälen und endlosen Verhören. Subtil verwebt Lisa Halliday die zwei so ungleichen Geschichten zu einem kühnen, provokanten Roman. Sie schreibt über die Machtgefälle, die unsere Welt durchziehen, zwischen Jung und Alt, Glück und Talent, dem Persönlichen und Politischen.
Aktuelle Rezensionen(1)
Das ist kein Roman - das ist eine Übung im kreativen Schreiben. Und das ist unangenehm. Halliday schreibt, als würde sie Tipps aus einem Literatur-Handbuch befolgen, allerdings ohne Eleganz oder Authentizität. Der erste Teil des Buches ist die Liebesgeschichte zwischen einer sehr jungen Frau und einem sehr alten, sehr berühmten Schriftsteller. Die Erzählung finde ich aus zwei Gründen besonders problematisch: 1) Halliday ist bekannt als Geliebte von Philip Roth - und auch wenn es sich hier um Fiktion handelt, bleibt der schmale Geschmack des Biographischen, des Realen. Wenn diese Affäre, diese Konversationen so statt gefunden haben, kommen beide dabei schlecht weg. 2) Apropos Konversationen: hat ein Pulitz-Preisträger wirklich nicht mehr zu verkünden, als dass er vergessen habe, dass er Spargel gegessen habe, was ihm nun, nach dem Toilettenbesuch aber wieder eingefallen sei? die Gespräche zwischen den beiden sind so langweilig und bedeutungslos, dass es mir absolut unklar ist, wie sich eine Verliebtheit entwickeln kann. Den zweiten Teil finde ich gelungener. Allerdings erscheint auch dieser wieder nur wie eine Schreibübung: versuche dich als weiße, privilegierte Frau in einen Iraker hineinzuversetzen, der in London am Zoll festgehalten wird. Ich würde vorschlagen: Bücher von Schriftsteller*innen of Color zu lesen, wenn man diese Perspektive erfahren will. Über den dritten Teil will ich gar nicht mehr reden... Insgesamt eine Zeitverschwendung, nervige und unangenehme Lektüre. Schade, dass das Buch so unkritisch gelobt wird.