5.0

Adama

von Lavie Tidhar

Format:Hardcover

THERE IS NO LAND WITHOUT BLOOD, AND I WATER THIS LAND WITH THE BLOOD OF MY MEN. Ruth's family were in Budapest when the Nazis came. Now Ruth is in Palestine, amid the bare hills inland from Haifa, breaking the rocky soil of an unyielding land before it breaks her. With her comrades, her fellow kibbutzniks, she will build a better world. There will be green grass, orange trees and pomegranates, a land that is their own and no one else's. So they till their fields, dig their wells, build their homes and forge a new way of living, fiercely proud of their shared pursuit of a dream. But as one generation begets another, the dream unravels, twisted into a dark tapestry of secrets and lies; sacrificed for revenge, forbidden love and murder. A sweeping historical epic following four generations of a single family as they struggle to hold on to their land and each other. 'Tidhar [is] fast emerging as the leader of a new wave of Israeli literature' Daily Mail 'Adama is an unstoppable masterpiece... If history is a nightmare we're all trying to wake up from, then Adama is a trumpet blast that rings out the past and into the future' Junot Díaz 'As a study of biblical comeuppance, the land and the blood have the last say. I recommend Adama as an instructive primer for today's generation of Israeli politicians. There are, indeed, lessons to be learned' Jewish Chronicle 'Word by word I was drawn deeper and deeper into this incredible book - a story of inheritance, loss, longing and what could have been. Lavie Tidhar's prose is beautiful, his characters lacerating and heartbreaking by turns. I loved it.' Catriona Ward

Historische Romane
400 SeitenHardcover
Erschienen an: 2023-09-14

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Aktuelle Rezensionen(1)

5.0(1 ratings)
KiraRezension von Kira

„Adama“ von Lavie Tidhar ist einer jener Romane, den man nicht einfach liest, sondern erlebt und der einen lange nicht loslassen. Der israelische Autor verknüpft meisterhaft historische Recherche mit erzählerischer Kraft und schafft ein Panorama, das von 1945 bis in die Gegenwart reicht. Tidhar wird in Israel selbst nicht veröffentlicht und das allein sagt schon genug. Im Zentrum steht Ruth, eine ungarische Zionistin (wider Willen), die den Holocaust überlebt und in Palästina ein neues Leben aufbaut. Aus Idealismus wird Härte, aus Überzeugung Macht und aus dem Traum von Sicherheit wächst ein Kreislauf der Gewalt. Tidhars Stil ist eindringlich, aber nie belehrend. Er erzählt über Jahrzehnte, wechselt Perspektiven und Zeitstränge, ohne je den emotionalen Kern zu verlieren. Jede Figur trägt ein schweres Schicksal, und doch ist keine von ihnen bloß Symbol oder politisches Werkzeug. Die persönliche Tragödie und der historische Kontext sind hier untrennbar verwoben. Das macht den Roman so menschlich und gleichzeitig so schmerzhaft. Besonders beeindruckend ist, wie Tidhar zeigt, wie die Opfer von gestern (Holocaust in Europa) selbst zu Tätern werden können (der Genozid in Gaza heute). Ohne moralischen Zeigefinger, aber mit großer erzählerischer Wucht legt er offen, wie Gewalt weitervererbt wird, wie Trauma Ideologie nährt. „Adama“ ist dadurch nicht nur ein Familienroman, sondern auch ein Kommentar über Macht, Schuld und Erinnerung. Kritisch bleibt, dass die palästinensische Perspektive nur am Rand erscheint. Sie bleibt oft stumm, während die israelischen Stimmen den Ton angeben. Doch vielleicht ist genau das Teil der Aussage: das Schweigen derer, die nicht gehört werden. Fazit: Ein großartiger, fordernder und zutiefst berührender Roman über die moralischen Grauzonen der Geschichte. Für mich der beste Roman in diesem Jahr (bisher).

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