Jenifer Beckers Debüt über eine Auszeit von der digitalen Welt ist „eine literarische Granate, die ich gerne mit Schwung ins Silicon Valley werfen würde." (Philipp Winkler) Mila, dreißig, geht offline. Zu groß ist plötzlich die Angst vor der öffentlichen Sichtbarkeit. Jede gelöschte Spur im Netz ist ein Akt der Befreiung, gleichzeitig gelingt es Mila nicht, sich einzureden, dass die neue Yogaroutine erfüllender ist als der morgendliche Smartphonecheck. Die nostalgisch wiederentdeckte Langeweile wird schnell zu tiefer Einsamkeit. Sie teilt ihr Leben nicht mehr, aber niemand teilt es jetzt so richtig mit ihr, seit ihr Lebensstil mehr Gemeinsamkeiten mit dem von Emily Dickinson als dem ihrer alten Freundinnen hat. Doch der Drang, den schwerelosen Zustand vollkommenen Verschwindens zu erreichen, wird immer zwanghafter. Das Debüt einer Stimme, die mit hypnotischer Genauigkeit unsere Welt beschreibt und subtil mit der Sehnsucht nach Freiheit spielt.
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Zeiten der Langeweile
von Jenifer Becker
Jenifer Beckers Debüt über eine Auszeit von der digitalen Welt ist „eine literarische Granate, die ich gerne mit Schwung ins Silicon Valley werfen würde." (Philipp Winkler) Mila, dreißig, geht offline. Zu groß ist plötzlich die Angst vor der öffentlichen Sichtbarkeit. Jede gelöschte Spur im Netz ist ein Akt der Befreiung, gleichzeitig gelingt es Mila nicht, sich einzureden, dass die neue Yogaroutine erfüllender ist als der morgendliche Smartphonecheck. Die nostalgisch wiederentdeckte Langeweile wird schnell zu tiefer Einsamkeit. Sie teilt ihr Leben nicht mehr, aber niemand teilt es jetzt so richtig mit ihr, seit ihr Lebensstil mehr Gemeinsamkeiten mit dem von Emily Dickinson als dem ihrer alten Freundinnen hat. Doch der Drang, den schwerelosen Zustand vollkommenen Verschwindens zu erreichen, wird immer zwanghafter. Das Debüt einer Stimme, die mit hypnotischer Genauigkeit unsere Welt beschreibt und subtil mit der Sehnsucht nach Freiheit spielt.
Aktuelle Rezensionen(5)
Jenifer Beckers Roman „Zeiten der Langeweile“ lernte ich auf einer Lesung mit der Autorin kennen und ich habe es direkt danach verschlungen. Die Prämisse des Buches hat mir sehr gut gefallen, ich habe vorher noch nie über die Thematik gelesen, lediglich an „my year of rest and relaxation“ musste ich einige Male denken und vermute, diejenigen, die Moshfeghs Buch mochten, könnten auch an diesem Gefallen finden. Das Buch handelt von dem sich Absondern vom Digitalen, von Existenzflucht, Privatssphäre und Einsamkeit, ist sprachlich pointiert geschrieben und die Charakterentwicklung der Protagonistin hat für mich sehr gut funktioniert. Jenifer Becker hat mit diesem Buch grade einen Nerv in mir getroffen und damit viel in mir ausgelöst.
Habe leider gar nicht ins Buch gefunden, sehr langweilig.
Die Leseprobe, das Thema und das Cover haben mich sehr angesprochen. Ich hab mir einiges von dem Buch erwartet, auch wenn es sich um ein Thema handelt, das schon auf vielerlei Weise und in vielerlei Medien verarbeitet wurde. Vielleicht ist auch genau das der Grund, weshalb die Geschichte schon nach kurzer Zeit den Eindruck machte, als wäre sie auserzählt. Es kam und kam und kam einfach nichts Neues mehr. Nur weitere Verstrickungen einer mir zunehmend unsympathisch werdenden Protagonistin, die ganz andere Probleme zu haben scheint, als ihre digitale Identität. Den Schreibstil kann ich gar nicht genau beschreiben - er ist weder besonders ansprechend, noch außergewöhnlich. Müsste ich ein Adjektiv dafür aussuchen, würde ich wohl „anstrengend“ wählen. Und genau so ging es mir leider die ganze Zeit beim Lesen: es hat mich angestrengt und es hat leider nur wenig Spaß gemacht. Der Ansatz war sicherlich gut, die Idee vielleicht auch, mit der Umsetzung kann ich persönlich aber leider nicht viel anfangen.
Cooles Thema, mitreißend erzählt
3,5⭐️