Franz Woyzeck ist ein einfacher Soldat, und Vater eines unehelichen Kindes mit Marie. Er tut sein Bestes, um die beiden finanziell zu unterstützen. Doch Marie dankt es ihm nicht, und als Woyzecks Verdacht, Marie habe einen Geliebten, sich zu bewahrheiten scheint, ist das zu viel für ihn. Geleitet von Stimmen in seinem Kopf, besorgt er sich ein Messer und führt Marie in den Wald.
Was ist bookie?
- Gratis Lieferung in Deutschland
- Finde Bücher die zu dir passen
- Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
- Connecte dich mit anderen Leser*innen
Woyzeck
von Georg Buchner
Franz Woyzeck ist ein einfacher Soldat, und Vater eines unehelichen Kindes mit Marie. Er tut sein Bestes, um die beiden finanziell zu unterstützen. Doch Marie dankt es ihm nicht, und als Woyzecks Verdacht, Marie habe einen Geliebten, sich zu bewahrheiten scheint, ist das zu viel für ihn. Geleitet von Stimmen in seinem Kopf, besorgt er sich ein Messer und führt Marie in den Wald.
Aktuelle Rezensionen(20)
Mit Interpretation ein gutes Werk, sonst ein reines Chaos und man merkt dass es unvollständig ist
Hatte das Buch als Abiturlektüre. Ich fand es super, auch wenn es manchmal aufgrund des Schreibstils, schwierig zum lesen war. Hat mich zum Nachdenken angeregt und fasziniert, wird mich noch lange begleiten :)
Georg Büchner: Woyzeck – ein Drama, das Reife verlangt Wer Woyzeck Jugendlichen als Pflichtlektüre vorsetzt, handelt fast fahrlässig – als wolle man sie vom Lesen abbringen. Dieses Drama verlangt mehr als Aufmerksamkeit: Es fordert Lebenserfahrung, ein Gespür für historische Zusammenhänge und die Bereitschaft, sich auf die Kälte einer Welt einzulassen, in der Menschlichkeit ein Luxus ist. Büchner schrieb kein Stück über Mord und Eifersucht, sondern über das System, das solche Taten gebiert. Woyzeck ist dokumentarisch nicht im journalistischen Sinn, sondern im anthropologischen: eine Analyse der Zeit, der Sitten und des sozialen Abgrunds, in dem Menschen zu Experimentierobjekten werden. Um das zu würdigen, muss man über das Stück hinausblicken können – die Bruchstücke seines Textes zusammensetzen, das Verstummen seiner Figuren hören und erkennen, dass die eigentliche Gewalt struktureller Natur ist. Wer das kann, entdeckt in Woyzeck ein Werk von erstaunlicher Modernität und gesellschaftlicher Schärfe. Ich denke, es ist kein Zufall, dass ausgerechnet Alban Berg diesen Text zur Oper erhob. Woyzeck ist ein Stoff von erschreckender Modernität – und leider von erneuter Aktualität. Angesichts der Krisen unserer Gegenwart, des Krieges in der Ukraine und des anhaltenden Konflikts in Gaza, wirkt Büchners Drama plötzlich wieder beunruhigend gegenwärtig. Die Sprache, der Dialekt, in dem es verfasst ist, mag heute weitgehend ausgestorben oder verdrängt sein. Doch gerade dieses scheinbar sperrige Werk besitzt eine Tiefe und Zeitlosigkeit, die sich erst auf den zweiten Blick offenbart – und von der man sich fast wünschen möchte, sie wäre nicht gegeben. Kurzum: Ein Meisterwerk – aber keines für den Klassenraum.
ich mochte dieses Buch nicht so sehr weil der schreib Stil sehr schwer zu lesen ist für eine legastenikerinn aber vom inhaltlichen her ist es auch sehr traurig
2,25 ⭐️ 🥴