3.4

Triceratops

von Stephan Roiss

Format:Hardcover

Nominiert für den deutschen Buchpreis 2020! Ein kleiner Junge malt Monster in seine Schulhefte und spricht von sich selbst als Wir. Seine Mutter schluckt in der geschlossenen Anstalt Neuroleptika mit ungesüßtem Früchtetee hinunter. Der bibeltreue Vater kocht nur Frankfurter und die Schwester bewegt sich wie ein Geist durch das Haus. Die einzigen Vertrauten des Jungen sind die Aschbach-Großmutter und später die blauhaarige Helix, die auf ihrem Snakeboard in sein Leben fährt. Eines Tages ereignet sich eine Tragödie, die das Wir und die ganze Familie von Grund auf erschüttert.In harten Schnitten und bildhaften Szenen erzählt Stephan Roiss die Geschichte seines namenlosen Protagonisten, der dem Trauma und der Einsamkeit zu entfliehen versucht. Ein intensiver Roman, der lange nachhallt. "Eines Tages brachen wir ein ungeschriebenes Gesetz. Wir hörten, dass Mutter zu weinen begann. Doch diesmal gingen wir nicht hinunter. Leise schlossen wir die Tür unseres Zimmers und schalteten das Radio an."

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: August 17, 2020

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.4(8 ratings)
LizaRezension von Liza

<b>Content Note: Essstörung, psychische Erkrankungen, selbstverletzendes Verhalten, Mord, Suizid</b> Ein großes “Ich weiß nicht” steht hier im Raum. Mir fällt es so schwer, diese Rezension zu schreiben, denn auch wenn einige Wochen vergangen sind, seit ich dieses Buch gelesen habe, weiß ich immer noch nicht, was ich davon halten soll. Ein namenloser Junge, der uns durch sein Leben von der Kindheit bis hin zum jungen Erwachsensein führt und von sich selbst im “Wir” spricht. Dadurch lernen wir ihn, seine Vergangenheit und auch seine Familienmitglieder kennen. Trauma, Einsamkeit und Selbstschutz in verschiedensten Arten bestimmen 24/7 das Leben des Jungen, welches er ständig auf seine eigene Art zu entfliehen versucht. Besonders interessant fand ich den Spagat zwischen Religion und Esoterik in seinem Leben und wie diese beiden Weltanschauungen aufeinandertrafen. Die Geschichte schafft es nur mit wenigen und neutralen Worten und Sätzen dem Lesenden die Gefühlslage des Jungen, die schweren Familienverhältnisse sowie die tristen Zukunftsaussichten zu vermitteln. Diese nüchterne Sprache, die weder urteilt noch interpretiert, führt uns durch das Buch und lässt uns im Kreis des “Wir”. Es gibt kein Ausbrechen und wir bekommen kein klärendes Ende.

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