4.0

Tief im Wald und unter der Erde

By Andreas Winkelmann

Format:Softcover
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Es lebt tief im Wald. Es verfolgt dich. Und es tötet …Eine einsame Bahnschranke im Wald, dunkle Nacht. Seit an diesem Ort vier ihrer Freunde bei einem mysteriösen Unfall ums Leben kamen, wird Melanie von panischer Angst ergriffen, wenn sie hier nachts anhalten muss. Denn jedes Mal scheint es ihr, als krieche eine dunkle, schemenhafte Gestalt vom Waldrand auf ihren Wagen zu. Niemand glaubt ihr – bis die junge Jasmin Dreyer verschwindet, und ihr Fahrrad an der Bahnschranke gefunden wird …

Mystery, Thriller, Horror & Crime
416 pages • Softcover
First published December 17, 2018

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Popular Reviews(2)

4.0(26 ratings)
IsabelleReviewed by Isabelle

Also ich muss sagen, dieses Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen und war - alles in allem - mal wieder ein sehr gelungenes Leseerlebnis für mich, weswegen ich mich am Schluss auch für eine Bewertung von 4 Sternen entschieden habe. Trotz allem gab es jedoch auch einige Kleinigkeiten, welche mich eher weniger begeistern konnten, auf welche ich im späteren Verlauf dann jedoch auch noch genauer zu sprechen kommen werde. Beginnen werde ich zuallererst jedoch bei dem Schreibstil, zu Welchem ich auch bereits mein erstes großes Lob aussprechen muss, da ich Diesen wirklich als - von vorne bis hinten - großartig in Erinnerung behalten habe. So war der Text - wie ich fand - sehr anspruchsvoll geschrieben, gleichzeitig jedoch auch leicht verständlich, wodurch sich das Buch gut lesen ließ und ich an keiner Stelle Schwierigkeiten hatte der Handlung zu folgen. Hinzukommend muss ich sagen, dass ich mich auch von Anfang an wirklich sehr gut in die Geschichte einfinden konnte und - bereits zu Beginn - das Gefühl hatte mich ganz nah am Geschehen zu bewegen, was vermutlich an gleich mehreren Punkten lag. So wurde zum Einen sehr viel auf die Umgebung und den Hintergrund insgesamt eingegangen, wodurch ich als Leser an vielen Stellen auch wirklich das Gefühl hatte diesen Ort gewissermaßen vor mir zu sehen und - mich im Grunde schon fast - an Diesem zu befinden. Ebenso wurde außerdem im Allgemeinen sehr detailiert und auch beschreibend auf Empfindungen wie Gerüche, Geschmäcker, aber auch Emotionen und Gefühle eingegangen, wodurch ich mich auch insgesamt gut in die jeweiligen Situationen hineinversetzen und in Diesen dann auch mitfühlen konnte. Hierbei möchte ich allerdings auch unbedingt einmal hervorheben, dass der Autor hierbei sehr nach dem Motto "Show don't tell" gearbeitet hat, da nicht etwa Seiten damit zugebracht wurden ewig eine bestimmte Sache zu beschreiben, sondern viele Darstellungen - im Gegensatz dazu - gut in die jeweilige Szene eingearbeitet und auch mit Dieser verbunden wurden, was - finde ich - wenigen Autoren so gut gelingt. Ebenso muss ich allerdings anmerken, dass die meisten Situationen - durch eben diese detailierten Beschreibungen - auch sehr explizit waren und somit auch die etwas brutaleren Vertreter ziemlich grafisch dargestellt und geschildert wurden, wodurch selbst ich - die eigentlich nicht sonderlich feinfühlig ist was Grausamkeiten in Büchern angeht - doch das ein oder andere Mal schlucken musste, wenn etwa - sehr ausführlich darauf eingegangen wurde, wie dem Opfer durch einen tiefen Kehlschnitt, das Blut im Takt des Herzschlages aus eben Diesem quillt. Auch haben einige dieser sehr deutlichen Schilderungen zu leichtem Phantomschmerz bei mir geführt, wobei dies gar keine Kritik sein soll, da ich es mehr als positives Zeichen in einem Buch dieses Genres werten würde, wenn es Einen an der ein oder anderen Stelle schocken und derartige Empfindungen auslösen kann. Trotzdem muss ich jedoch sagen, dass mich diese sehr detailierten Schilderungen an einigen Stellen dann doch auch etwas gestört haben. So wurde in vielen Szenen etwa auch sehr genau auf die nackten Körper verschiedener Personen eingegangen, sowie auch auf erotische und sexuelle Szenen, welche auch - zum Teil - recht vulgär beschrieben wurden, was mich die meiste Zeit eher etwas abgestoßen hat, wobei ich auf diesen Punkt zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal tiefer eingehen werde. Eine kleine Kritik, welche ich an der Stelle noch einschieben möchte, war außerdem die Kapitellänge, welche teils über 40 Seiten betrug, was selbst für ein Fantasybuch gewaltig wäre, für einen Thriller hingegen - meiner Meinung nach - einfach nur unverständlich. In Anlehnung zum vorherigen Punkt, sollte ich nun auch einmal auf die Atmospäre des Buches eingehen, welche - wie man sich anhand der sehr detailierten Erzählung vermutlich schon denken kann - wirklich grandios und auch sehr intensiv war. So waren vor allem die ersten Kapitel sehr gruselig und unheimlich beschrieben und tatsächlich muss ich sagen, dass ich mich durch die düstere und beklemmende Atmospäre, zwischendrin, auch etwas gefürchtet habe, vor allem da ich - aufgrund der Beschreibungen - zu Beginn noch nicht genau einschätzen konnte, ob es sich bei dem Täter wirklich um einen Menschen, oder möglicherweise nicht doch um eine höhere Macht handeln könnte, was schon zu einem leicht schaudernden Gefühl bei mir geführt hat. Im späteren Verlauf wurde dieses Gefühl dann zwar etwas weniger - insbesondere ab dem Punkt wo man immer mehr vom Täter erfahren hat - jedoch hatte das Buch bis zum Schluss eine sehr eigenartige und auch unbehagliche Stimmung. Wenn ich in Überleitung hieran nun auf die Schreibart, beziehungsweise die Erzählperspektive eingehe, muss ich zuerst einmal sagen, dass meine Meinung zu Dieser sehr zwiegespalten ist. So wurde die Geschichte aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven und Sichtweisen geschrieben, wodurch sich Diese innerhalb eines Kapitels auch - teils mehrmals - geändert haben und somit leider oft zu etwas Verwirrung, sowie auch einer Unübersichtlichkeit geführt haben. Auf der anderen Seite muss ich aber auch gestehen, dass dieses ständige Wechseln der Perspektiven, auch interessant und - vermutlich auch irgendwo - wichtig war, um einen Überblick über den gesamten Fall zu gewährleisten, zumal einem die meisten Figuren aus deren Sicht erzählt wurde, auch bekannt waren und - welche auch in den vorherigen Szenen zumeist bereits erwähnt wurden - wodurch es das Ganze nicht so extrem verwirrend gemacht hat, wie ich es in anderen Büchern mit einem derartigen Erzählstil teils gewohnt bin, weswegen ich sagen würde, dass der Autor es - für diese Art der Erzählung - schon doch sehr gut gemacht hat. Trotzdem muss ich aber sagen, dass hierdurch natürlich auch an anderer Stelle gespart werden musste und in diesem Fall leider bei den Charakteren, beziehungsweise der Charakterisierung Dieser. Zwar muss ich sagen, dass im Allgemeinen jeder Charakter welcher in diesem Buch vorkam - zumindest einen Grundstein - an Persönlichkeit besessen hat, jedoch hat dies - sowie auch die ständigen Perspektivwechsel - dazu geführt, dass auf die eigentlichen Protagonisten nicht so viel eingegangen wurde, wie dies vermutlich gut gewesen wäre, wodurch Diese - zumindest für mich - neben den anderen, ebenfalls gut ausgearbeiteten Nebenfiguren, etwas in den Hintergrund gerückt sind und von Diesen auch teils ein wenig überstrahlt wurden, auch da die Protagonisten durch die ständigen Wechsel natürlich weniger "Screentime" bekamen. Trotz dessen kann ich jedoch als Gesamtfazit festhalten, dass mir die Charakterisierung alles in allem ganz gut gefallen hat und es schon auch sehr gut war, dass jede Figur - selbst wenn Diese auch noch so unbedeutend war - ein eigenes Aussehen, sowje auch Charakter bekam. Zu den eigentlichen Hauptcharakteren muss ich sagen, dass Diese - alles in allem - relativ gemischte Gefühle in mir zurückgelassen haben. So war mir die - vermutliche - Hauptprotagonistin Nele zwar zu Beginn des Buches noch halbwegs sympatisch, jedoch änderte sich Dies über Dieses hinweg leider immer mehr, da sie mit der Zeit immer weniger rücksichtsvoll und emotional, sowie auch regeltreu und teamfähig wurde. So ist sie mir im späteren Verlauf als eher kühl und missmutig, sowie dauergeil auf ihre Kollegin aufgefallen, was dazu geführt hat, dass ich sie mit der Zeit immer mehr als anstrengend empfunden habe. Ihre eben genannte Kollegin Anou dagegen hatte bei mir sogar noch einen negativeren Stand, da sie sich zu späterem Zeitpunkt nicht einmal mehr an die gültigen Gesetze gehalten und somit - nebenbei angemerkt - zu einem - für mich - nicht befriedigenden Schluss gesorgt hat. Hinzukommend hat sie bei mir nicht gerade Pluspunktw dadurch gesammelt, dass sie - obwohl sie lesbisch und in einer Beziehung ist - mit einem Kollegen flirtet und Diesem Hoffnung macht, obwohl sie ihn sowieso nur als Alibi ausnutzt, um ihre eigentliche Beziehung geheim zu halten, was insbesondere verwerflich ist, wenn man im Hinterkopf behält, dass dieser Kollege sich - um sie zu retten - in Lebensgefahr begibt. Zum Täter an sich kann ich sagen, dass mir Dieser als vermutlich spannendster Charakter im gesamten Buch im Kopf geblieben ist. So fand ich seine Hintergrundgeschichte - welche über das Buch verteilt immer mal wieder eingestreut wurde - sehr spannend und hatte bei ihm zudem auch bis zum Ende hin das Gefühl ihn überhaupt nicht einschätzen zu können - ein Detail - welches nicht einmal durch Kapitel aus seiner Sicht verändert wurde. So habe ich durch diese Kapitel zwar teils seine Logik, sowie auch seine Denkweise verstanden, jedoch hatte ich gleichzeitig nicht das Gefühl sein Verhalten vorhersehen zu können, wodurch er unberechenbar und auch unheimlich blieb, insbesondere durch den Fakt vertärkt, dass er über das Buch hinweg immer extremer und auch gefährlicher wurde. Eine Sache, welche dem Autoren ebenfalls auch sehr gut gelungen ist und die ich tatsächlich sehr geschätzt habe, war außerdem, dass es Diesem gelang, dass ich immer wieder zwischen - Mitleid für den Täter, sowie einer "irgendwie ist er ja gar nicht so schlimm" Haltung und dann wieder Schrecken und dem Wunsch ihn zu fassen - hin und her gerissen war, wobei sich dies über die Handlung hinweg auch immer wieder verändert hat, was ich - in der Intensität - noch aus keinem Buch vorher kannte. Zur Handlung an sich möchte ich zuerst einmal eine Sache ansprechen, welche mir vor dem Lesen nicht klar war und Welche mich zu Beginn auch etwas verwundert hat. So hatte ich beim Lesen des Klappentextes zunächst angenommen, dass es sich bei der hier genannten Melanie um eine wichtige Figur und - vermutlich sogar - die Protagonistin handeln würde, jedoch war dies dann in keiner Art und Weise der Fall. Im Gegenteil wurde Melanie sogar bloß ganz am Anfang ein paar Mal erwähnt und ist danach nie wieder aufgetaucht. Ebenso hatte ich angenommen, dass der Unfall am Bahnübergang eine weitaus größere Rolle spielen würde, jedoch war auch Dieser bloß einige wenige Male Thema und wurde anschließend auch weitestgehend unter den Teppich gekehrt, wodurch ich zusammenfassend sagen würde, dass der Klappentext des Buches weniger den Inhalt von Diesem beschreibt, sondern viel eher die Ausgangssituation und den Beginn des Buches. Ich muss sagen, dass mich Dies zwar etwas verwundert, jedoch auch nicht wirklich weiter gestört hat, auch wenn ich schon sagen muss, dass es mich doch ein bisschen enttäuscht hat, dass - die Idee es könnte sich um etwas Übernatürliches handeln - relativ schnell vom Tisch war. Trotzdem muss ich aber sagen, dass ich die Geschichte im großen und ganzen wirklich spannend und sehr gut fand und ich auch wirklich bis zum Schluss mitgefiebert habe. Vor allem die Szenen aus der Vergangenheit des Täters, sowie auch die gemeinsame Zeit von ihm und seinen Opfern hat mich sehr begeistert und war wirklich äußerst spannend zu Lesen. Um jedoch nicht zu spoilern, werde ich auf weitere Details nicht eingehen. Etwas worauf ich jedoch auf jeden Fall noch eingehen möchte und was ich auch bereits im Vorhinein angesprochen hatte, war die Expilizität, was sexuelle, sowie auch erotische Szenen angeht. So gab es in dem Buch einen ganzen eigenen Handlungsstrang, in welchem es darum ging, dass sich Nele die Beziehung zu ihrer Kollegin Anou nicht eingestehen kann - was vor allem in dem Machtverhältniss, sowie auch dem Fakt, dass es sich bei ihnen Beiden um Frauen handelt - seinen Ursprung findet. Zwischendurch kommt es dann zu einigen erotischen Handlungen, wobei auch sehr detailiert auf bestimmte Vorgänge und auch Anblicke eingegangen wird. An der Stelle muss ich sagen, dass ich im Allgemeinen kein Problem damit habe, wenn in einem Thriller auch mal auf die Beziehungen der Ermittler untereinander eingegangen wird und auch nicht, wenn es eben einmal zu einer etwas sexuelleren Szene kommt, jedoch war es mir in diesem Buch einfach zu viel. Weder wollte ich wissen wie viele Orgasmen die Protagonistin in der letzten Nacht hatte, noch hatte ich das Bedürfnis genau zu erfahren wie genau sich die Brüste ihrer Freundin in ihrer Hand anfühlen, insbesondere, da diese Thematik das gesamte Buch über sehr dominat vertreten war. Wären es nur eine, oder maximal zwei Szenen gewesen, hätte ich damit kein Problem gehabt, aber so hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl eher in einer Romance oder Erotikgeschichte gelandet zu sein, insbesondere auch, da ich es schon reichlich piätetlos empfand, wie in der einen Szene eine Frau um ihr Leben kämpft - was der Protagonistin auch sehr wohl bekannt ist - Diese dann jedoch nach Hause fährt, um erst mal ihre Freundin flachzulegen. Das habe ich als etwas befremdlich wahrgenommen. Als letzten Punkt muss ich dann auch zudem noch einmal auf das Ende eingehen, welches ich als etwas "unglücklich" empfunden habe. So hatte ich - einerseits - das Gefühl, dass das letzte Kapitel nicht hätte nötig gewesen sein müssen, sowie - andererseits - das Gefühl, dass in Diesem noch einmal alles über Bord geworfen wurde, was in der realen Welt am Ende dieses Falls geschehen wäre. So stirbt der Täter am Ende durch Anou, welche der Meinung ist, dass Dieser kein Recht auf Leben hätte und von dieser Erde vernichtet werden müsste. Allgemein muss ich sagen, dass ich von solchen Enden - zumeist - kein Fan bin und es mir - oftmals - sehr viel besser gefällt, wenn der Täter am Ende gefasst, verhaftet und anschließend sein Leben hinter Gittern verbringen muss. Zudem hat mich diese Entwicklung zu Ende doch sehr irritiert, da Anou den Täter auch hätte außer Gefecht setzen können OHNE ihn töten zu müssen und dies sogar auch hätte tun MÜSSEN, insbesondere wenn man bedenkt, dass es sich bei ihr um eine voll ausgebildete Polizistin handelt und der Fall zudem in Deutschland und nicht etwa in den USA oder sonst wo spielt, aber möglicherweise war das 2009 - als dieses Buch zum ersten Mal herauskam - ja auch Alltag, wer weiß. Als Fazit am Ende würde ich auf jedem Fall sagen:"Ein sehr gutes Buch, welches vor allem durch seinen Schreibstil und auch die Atmospäre überzeugt, sowie von Leuten gemocht werden könnte, welche entweder Fans von rachegetriebenen Enden, oder aber Erotikszenen sind, während parallel zu grausamen Morde geschehen. Alles in allem aber wirklich ein gutes und zum sehr großen Teil zufriedenstellendes Buch."

jaredReviewed by jared

Ein gut geschriebenes, spannendes Buch. Was mich nur immer wieder verwirrt hat sind die Sprünge der Perspektiven/Personen im Kapitel.

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