»Andrea Abreu [...] zeigt, dass es für gute Literatur nicht mehr braucht als eine ungleiche Mädchenfreundschaft. Der Sound regelt den Rest.«
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So forsch, so furchtlos
von Andrea Abreu
»Andrea Abreu [...] zeigt, dass es für gute Literatur nicht mehr braucht als eine ungleiche Mädchenfreundschaft. Der Sound regelt den Rest.«
Aktuelle Rezensionen(8)
Die Perspektive eines Teenagers und die teilweise sehr vulgäre, direkte Sprache haben mir eigentlich ganz gut gefallen. Auch das Schreiben ohne Punkt und Komma an manchen Stellen fand ich cool und hat den Gedankenstrom der Protagonistin gut eingefangen. Besonders spannend fand ich ihre teilweise schon zwanghafte Fixierung auf Isora. Gerade diese intensiven Gedanken und Gefühle hätten für mich aber gerne viel mehr Raum bekommen können. Stattdessen wurde diese interessante psychologische Ebene meistens nur kurz angerissen und dann wieder von seitenlangen Beschreibungen irgendwelcher alltäglichen Dinge abgelöst. Irgendwann war mir die Protagonistin dadurch einfach zu sehr in jedem noch so kleinen Gedanken gefangen. Insgesamt fand ich die Sprache ganz gut und die Atmosphäre ganz interessant, aber mir war das Buch stellenweise zu ausufernd und die für mich spannendsten Aspekte kamen leider zu kurz.
Freundschaft in der Kindheit, fühlt sich meistens nicht so an, als wäre es aus den 90/00er Jahren.
(Im Buch fehlende) Triggerwarnung: Essstörung, sexualisierte Gewalt Als ich ab Seite 40 angefangen habe zu überfliegen, war mir klar: das ist so gar nicht mein Buch. Der Schreibstil hat mir nicht gefallen, inhaltlich sprach es mich ebenfalls nicht wirklich an, auch wenn es von der Grundidee her okay war, dafür das Sternchen. Und hätte es Triggerwarnungen gegeben, hätte ich es mir wahrscheinlich auch von vornherein gespart.
Zwei beste Freundinnen in ihren Sommerferien an der Schwelle zur Pubertät, zwischen Spielen mit Barbies und erstem sexuellen Begehren. Mit harter Sprache, in der es viel um Körper, Essen, Ausscheidungen und Tiere geht, schafft Andrea Abreu eine träg-triste Atmosphäre. Die Sommerferien ziehen sich wie Kaugummi und sind erfüllt mit Sehnsüchten: Sehnsucht nach dem Strand, der im Gegensatz zu den Touristen für die beiden Mädchen unerreichbar ist, weil es schlicht niemanden gibt, der sie vom Berg runter zum Meer fährt. Sehnsucht nach dem Wohlstand der Touristen, für welche die Mutter die Ferienwohnungen putzt. Aber vor allem Sehnsucht nach Isoras Nähe und Aufmerksamkeit. Leider hat sich die Langeweile der Protagonistinnen auch auf mein Leseerlebnis übertragen, weil einfach nicht viel mehr passiert, als dass die Mädchen die Straße hoch und runter laufen. So bin ich immer wieder gedanklich abgeschweift und war froh als das schmale Büchlein endlich geschafft war. Etwas mehr Handlung hätte dem Roman gut getan. Nur Stimmung kreieren -auch wenn dies sehr überzeugend gelungen ist- reicht meines Erachtens nicht aus.
SPOILER I expected to love this and in a way I also did (the writing was exceptional and some scenes hit me hard with their raw depiction of being a shy kid on the brink of discovering their sexuality and being into girls) BUT I just cannot enjoy reading another coming of age story that just kills of a child and leaves the other one basically friendless for NO REASON but to intensify my feelings as a reader. The feelings were already intense! The relationship and the circumstances already complicated! Imo you killed off Isora for the plot and that just can’t be it